Der Hochwasserschutz hat bei uns funktioniert!

(llrf – 04.06.13) Noch mal gut gegangen. Die Anlieger am Leimbach schauten mit Besorgnis in den Himmel, der für Tage seine Schleusen öffnete. Und stellten sich nach dem Abflauen der Hochwasserwelle die Frage, warum eigentlich der Leimbach nicht über die Ufer getreten ist. Denn, wie so oft wäre St. Ilgen davon betroffen gewesen.

500 - 285_@Fink_Stilgen_Leimbach_Hochwasser_20130603_A-1

Bild (c) llrf

Glück gehabt, die Dämme hielten. Wenngleich Margarete Schuh vom Wasserrechtsamt des Rhein-Neckar-Kreises darauf hinweist, dass im Zuge der Hochwasserschutz-Aktivitäten die Dämme dringend ertüchtigt werden müssen. Wie bekannt soll der Leimbach tiefergelegt und renaturiert werden. Gegen die Umlagekosten wehrt sich vor allem die Gemeinde Nußloch seit Jahren.

Ganz auf die positive Wirkung der inzwischen erbauten Regenüberlaufbecken im Bereich der Leimbach Oberlieger verweist Josef Zöllner vom Abwasser- und Hochwasserschutzverband in Wiesloch.„Die Becken haben alle funktioniert, wurden mittels Kameras fernüberwacht und gesteuert“, so Zöllner.

Im Bereich des Golfplatzes Hohenhardter Hof gingen die Regenüberlaufbecken erstmals in den sogenannten Einstaubetrieb. Das Becken in Maisbach blieb davon noch verschont, „es kam von dort recht wenig Wasser an“.

Anders in Gauangelloch. Der Boden im Wald war durchnässt und gesättigt, „in der Nacht zum Monatswechsel konnte der Boden nichts mehr aufnehmen“ erzählt Geschäftsführer Zöllner. Das Wasser wurde im Angellocher Becken gestaut und anschließend wieder schnell entleert, „das hat seine Bewährungsprobe bestanden“.

Alle fünf derzeit fertiggestellten Regenüberlaufbecken im Bereich der Leimbach-Oberlieger Gemeinden haben sich bewährt, neben Altwiesloch steht Schatthausen und ein Becken in Ochsenbach auf der Planungsliste des Verbandes.

Auch das Nußlocher Überlaufbecken an der B3 glich einem See, zwei Tage später sah es so aus, als ob niemals Tonnen von Regenwasser dort aufgefangen und gepuffert waren. Seine Feuertaufe hätte die sich gerade im Bau befindliche Anlage des Abwasserverbandes „Untere Hardt“ bestehen können.

„Das Regenrückhaltebecken wäre sicherlich angesprungen“ meinte Rudi Kuhn, Betriebsleiter der Stadtwerke Leimen. Er war mit Ingenieuren und Mitarbeitern der Baufirmen vor Ort zur Unwetterzeit, doch die ankommende Regenmenge hielt sich in Grenzen. „Der Landgraben war randvoll, der hat das gerade noch gepackt und abgeleitet, auf der Baustelle ist nichts passiert“, so Kuhn. Für ihn war dieses Regenereignis ein Zeichen, wie wichtig die neue Anlage des Verbandes östlich der B3 ist. Seine Mannschaft war in den letzten Tagen damit beschäftigt, dem Wasser den Weg zu weisen.Vom Wald oberhalb des Wildheges wurde der Rösbach gut gefüllt, auch hier waren Bauhofmitarbeiter damit beschäftigt, an den Einläufen Geröll und Äste wegzuräumen.

Mit dem Motorrad war ein Leimbach Anwohner während der heftigen Regenfälle in Südfrankreich und der Schweiz nach Hause unterwegs. Ihm ahnte schlimmes, war doch in letzter Zeit das Wasser unter dem Leimbachdamm in seinen Keller durchgedrückt. Er hatte beim Regierungspräsidium interveniert, in den letzten Wochen wurde der Damm an der Leimbachbrücke Ecke Bahnhofstraße / Leimbachstraße dann verstärkt. „Das war großes Glück das es zufällig vor diesem Hochwasser passiert ist und es ist dringend notwendig, der Dammboden ist löchrig wie ein Schweizer Käse“. Er muss es wissen.

LeimenBlog.de Ihre lokale Internetzeitung für Leimen, Nußloch, Sandhausen

Kurz-URL: https://leimenblog.de/?p=35023

Kommentare sind geschlossen

Anmelden | Entworfen von Gabfire themes

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Informationen...

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn Sie diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwenden oder auf "Akzeptieren" klicken, erklären Sie sich damit einverstanden.

Schließen