„Die Hochzeit des Figaro“ – Modernisierte Oper im klimatisierten (!) Kurpfalz-Centrum

(fwu – 23.7.14) Wer das Kurpfalz-Centrum in Leimen kennt, der weiß, daß es normalerweise keine „coole“ Idee ist, sich dort an einem sonnigen Tag im Foyer aufzuhalten. Üblicherweise herrschen dann hier nämlich unerträgliche Temperaturen. Mit ein Grund, warum in Leimen ein neues Verwaltungsgebäude gebaut wird.

4025 - Figaros Hochzeit - 7Umso erfreulicher war die Tatsache, daß am bisher heißesten Tag des Jahres die Klimaanlage ihren wirklich  besten Tag hatte und die „Hochzeit des Figaro„, eine der bekanntesten Opern von Wolfgang Amadeus Mozart, bei angenehmen  Temperaturen aufgeführt werden konnte. Geboten wurde das weltbekannte Stück durch den Konzertchor der Liedertafel Leimen und das Vocalconsort „Pro Musica“ der Pädagogischen Hochschule Heidelberg unter der Leitung von Hans-Josef Overmann mit Adelheid Lechler am Klavier.

4025 - Figaros Hochzeit - 6Die Besonderheit der Aufführung bestand darin, daß es für jede handelnde Person ein oder sogar mehrere „Alter Ego“ gab, jede Rolle also von mehreren Personen gespielt und gesungen wurde. Erklärt wurde dieser Sachverhalt und die Handlung des Stückes durch Maria Breuer und Ingemarie Samuelis-Hiller, die auf humorvolle Art und in moderner – ja manchmal sogar schnodderiger – Sprache, dem Publikum die Irrungen und Wendungen der komplexten Handlung näherbrachten.

4025 - Figaros Hochzeit - 16So verständlich gemacht, wurden die dargebotenen Lieder und Arien auch im Kontext verständlich, ohne daß man Opernliebhaber sein mußte. Die Top-Rolle der „Susanna“ wurde übrigens gleich in 7 Alter Egos von Sabrina Vieweg, Doro Gall, Mareike Mackert, Julia Reim, Doro Weber, Valerie Tobergte und Katja Rovers gespielt. Gefolgt von der „Gräfin“ in 5 Besetzungen mit Carolin Samuelis, Mareike Mackert, Marieta Koch, Silke Otto und Ramona Rothermel. Bei den männlichen Rollen war der „Basilio“ mit Rolf Zuber, Tristan Neininger, Julian Vogel, Yannick Niedworok und Hans-Jörg Rutsch 5-fach besetzt, gefolgt vom „Don Curzio„, den ebenfalls Tristan Neininger, Hans-Jörg-Rutsch, Yannick Niedworok und Julian Vogel darstellten.

Die ungewöhnliche Operndarstellung mit Mehrfach-Darstellern und -Rollen und einer humorvoll erläuternden Moderation fand eindeutig das Gefallen des Publikums, das trotz „coolen“ Temperaturen hitzig applaudierte.

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