Die Klimaschutzbilanz im Rhein-Neckar-Kreis kann sich sehen lassen

Die CDU – Kreistagsfraktion des Rhein-Neckar-Kreises veranstaltete mit Leitungskräften des Rhein-Neckar-Kreises und der Kliba ein „Hearing“ zum Thema Klimaschutz im AVR-Verwaltungszentrum in Sinsheim.

Die Akteure Bruno Sauerzapf, Landrat Stefan Dallinger, Jürgen Obländer, Leiter des Eigenbetriebs Bau und Vermögen, Dr. Klaus Kessler, Geschäftsführer der Klimaschutz- und Energie-Beratungsagentur Heidelberg – Rhein-Neckar-Kreis gGmbH, Peter Mülbaier, Geschäftsführer der AVR UmweltService GmbH

(ubk – 12.11.19) Einmal mehr stand das Reizthema der jüngeren Zeit schlechthin im Fokus einer Vortrags- und Diskussionsrunde: Auf Einladung der CDU-Kreistagsfraktion fand am vergangenen Samstagvormittag im AVR-Verwaltungszentrum in der Sinsheimer Dietmar-Hopp-Straße ein sogenanntes „Hearing“, eine „Anhörung“ statt:

Thema war der „Klimaschutz im Rhein-Neckar-Kreis“. Referenten und zugleich Diskussionsteilnehmer waren der Landrat des Landkreises, Stefan Dallinger, der Leiter des landkreiseigenen Betriebes „Bau und Vermögen“, Jürgen Obländer, der Geschäftsführer der Klimaschutz- und Energie-Beratungsagentur Heidelberg (Kliba), Dr. Klaus Kessler sowie der Geschäftsführer der AVR-Umweltservice GmbH, Peter Mühlbaier. Es ging dabei, aus den unterschiedlichsten Perspektiven beleuchtet, um die Fragen: Was wurde in Sachen „Klimaschutz“ bereits getan, was passiert zurzeit und was ist mit dem Blick nach vorne noch alles zu tun?

Der Vorsitzende des Kreisverbandes, Bruno Sauerzapf, begründete seine Initiative dann auch damit, dass das Thema zum einen „ganz oben in der Diskussion“ stehe, dass man zum anderen aber stolz präsentieren wolle, was man schon alles erreicht habe. Zurecht stehe die Rhein-Neckar-Region mit ihren Vorzeigeprojekten als „umweltpolitischer Vorreiter“ beispielhaft in Deutschland da.

Der Landrat verwies in seinem Referat auf das sogenannte „Drei-Säulen-Modell“ zum Klimaschutz, dessen erste Ebene der Landkreis selbst mit seinen Eigengesellschaften bilde. Eine weitere Säule stehe für die Kooperation, für den Schulterschluss mit aktuell 53 Kommunen. Die Energieagentur mit ihrem Beratungsschwerpunkt für Nutzer mache schließlich den dritten Pfeiler aus. Ein Musterbeispiel für zukunftsweisende energetische Baumaßnahmen sei der Neubau der Louise-Peters-Schule in Hockenheim, ein „Effizienzhaus Plus“, aber auch der Sporthallenneubau im Stift Sunnisheim. Ein „Highlight“ für innovative Umwelt- und Versorgungstechnik stelle die gerade fertiggestellte Bioabfallvergängsanlage in Sinsheim dar. Oberstes Ziel sei dabei die Absenkung der CO2-Emissionen. Vom Jahr 2010 ausgehend habe eine Evaluation bereits in 2017 eine Senkung von 27% erbracht, womit man die Vorgaben sogar um 7 % übertroffen habe.

Obländer betonte allerdings, dass der Landkreis selbst – in Eigenverantwortung auf seine Liegenschaften sowie seinen Fuhrpark bezogen – lediglich 2 % des Schadstoffausstoßes beeinflussen könne. 98% lägen bei den Privathaushalten, bezogen etwa auf das Verkehrsverhalten sowie wünschenswerte Gebäudesanierungen.

Mühlbaier sieht eine der größten Herausforderungen darin, effiziente Speicherkapazitäten für Energie zu schaffen. Gerade Sonne und Wind seien bei alternativem, „sauberem Energieeinsatz“ nicht immer abrufbar, wenn sie gebraucht würden. Er wies nicht zuletzt auf „Kläranlagen als Rohstoffminen der Zukunft“ hin. Dabei gehe es vor allem um Phosphorrückgewinnung als „lebensnotweniger Nährstoff für Pflanzen, Tiere und Menschen.“

Dr. Kessler sieht seine Hauptaufgabe in einer zielgerichteten Beratung der Bürger, aber per se auch des kommunalen Energiemanagements. Man sei insgesamt auf einem guten Weg. Die „Pariser Klimaschutzziele“ – mit einer Vorgabe von 6 % Emissionsminderung pro Jahr – seien in seinem Zuständigkeitsbereich problemlos erreichbar.

Text: Dr. Ulrich Brefka

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