Digitaler Neuzugang im Zoo Heidelberg – 21.000 € durch Spenden aufgebracht

Der 1. Vorsitzende der Tiergartenfreunde, Dr. Jan Gradel (vierter v.l.), und Ullrich Herzog (zweiter v.r.), Vertreter der Karlheinz- und Margot Bender Stiftung, überreichten gemeinsam mit weiteren Vorstandsmitgliedern und langjährigen Mitgliedern der Tiergartenfreunde die symbolischen Schecks an Zoodirektor Dr. Klaus Wünnemann (dritter v.l.) und Zoo-Tierärztin Dr. Barbara Bach (vierte v.l.). (Foto: Zoo Heidelberg)

(zoo – 7.9.18) In der Tierarztpraxis im Zoo Heidelberg freut sich Zoo-Tierärztin Dr. Barbara Bach über einen ganz besonderen „Neuzugang“. Ab sofort steht dort ein digitales Röntgensystem für Einsätze an großen und kleinen Tieren bereit. Durch großzügige Spenden der Tiergartenfreunde Heidelberg e.V. sowie der Karlheinz und Margot Bender Stiftung konnte das 21.384,30 Euro teure Gerät vollständig finanziert werden. Am 06. September 2018 wurde das System im Zoo Heidelberg feierlich übergeben.

Der 1. Vorsitzende der Tiergartenfreunde, Dr. Jan Gradel, Ullrich Herzog als Vertreter der Karlheinz und Margot Bender Stiftung überreichten gemeinsam mit weiteren Spendern, den langjährigen Mitgliedern der Tiergartenfreunde Dr. Ursula und Dr. Dietrich Lorenz, Werner Haug, Roswitha Fabricius-Spangenberg und Dr. Veronika Steinmayr die symbolischen Schecks. „Wir freuen uns sehr, den Zoo mit dieser wichtigen tiermedizinischen Ausstattung unterstützen zu können“, berichtet Gradel. Herzog ergänzt: „Wir hoffen, dass das Gerät die Arbeit der Zootierärztin in Zukunft deutlich erleichtern und vielen Zootieren letztendlich zugutekommen wird.“

Mit dem neuen digitalen System können die Röntgenbilder direkt am Bildschirm beurteilt werden. (Foto: Zoo Heidelberg)

Wichtige Diagnosen können mit dem digitalen Röntgensystem nun schneller, präziser und für die Zoo-Tiere weniger belastend durchgeführt werden. „Statt 10-15 Minuten dauert die Entwicklung der Röntgenbilder mit dem neuen System nur noch 30 Sekunden. Da das neue Gerät mobil ist, kann ich die Entwicklung endlich direkt beim narkotisierten Tier durchführen und muss dazu nicht zurück in die Praxis. Die Narkosedauer und das damit verbundene Risiko verkürzt sich damit erheblich – das ist eine wahnsinnige Erleichterung! Dafür möchte ich mich ganz herzlich bei allen Spendern bedanken“, freut sich Zootierärztin Dr. Barbara Bach.

Röntgenbilder sind eine wichtige Form der Diagnostik. Knochenbrüche, vergrößerte oder verkleinerte Organe oder Tumore lassen sich dadurch feststellen. Im Krankheitsfall kann dann frühzeitig mit einer Behandlung begonnen werden. Zudem verringert sich die Strahlenbelastung für die Tiere: „Es kommt vor, dass Röntgenbilder unscharf sind oder ich darauf nicht das erkennen kann, was ich brauche. Durch die digitale Anzeige des Bildes kann ich nun gezielt Kontrast, Helligkeit und Schärfe anpassen, statt die Tiere ein zweites oder sogar drittes Mal röntgen zu müssen“, erklärt Bach.

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