Diskussion am Friedrich-Ebert-Gymnasium – Beziehung Smartphones & Schule

(jw – 4.2.19) Nach monatelangen Vorarbeiten mit Arbeitsgruppen von Schülern, Eltern und Lehrern, einem SMV-Workshop und Treffen von Vertretern aller drei Gruppen folgte am 1.2.2019 der Höhepunkt auf dem Weg zu einer möglichen Neufassung der Smartphone-Ordnung am FEG: ein Expertenvortrag mit anschließender Podiumsdiskussion.

Finanziert von der Hopp-Foundation führte Herr Holland von den Weinheimer Jugendmedien in die Thematik ein: Eine Stunde pro Lebensjahr pro Woche sei die Empfehlung für private Nutzung von Medien durch junge Menschen, also habe ein 14-Jähriger zwei Stunden pro Tag für alle Medien zusammen. Da staunte so mancher nicht schlecht, der allein seine tägliche Zeit am Smartphone auf fünf Stunden einschätzte. Die locker mit dem Wurfmikrophon und durch Aufstehen durchgeführten Abfragen zeigten: Für viele Schüler ist das Smartphone ein wichtiges Element in ihrem Leben, die individuelle Ausprägung ist aber sehr unterschiedlich. Und mancher hat auch das Gefühl, dass die eigenen Eltern sich mehr Zeit für ihn und weniger für dieses Gerät nehmen sollten.

Herr Holland führte vor, wie soziale Medien über Farbgestaltung, Nachrichten und Funktionen den maximalen Suchtcharakter entwickeln – zum Nutzen der großen Konzerne. Die Lösung sei aber kein einfaches Verbot, sondern es brauche kreative Ansätze mit Aufklärung, Alternativangeboten und klaren Regeln. Dazu gehöre auch die Anleitung zum sinnvollen Umgang mit diesen kleinen Wunderwaffen im Unterricht.

In der Podiumsdiskussion nahmen Schüler, Eltern und Lehrer viele der genannten Aspekte auf: die Bedeutung von Entspannung und echten Bewegungspausen, die Rolle von Kontrolle und Vertrauen durch die Lehrer und der Verantwortung der Schüler; die durchaus sinnvolle Nutzung von Handys im Gegensatz zu Dauerdaddeln und Cybermobbing; die Unmöglichkeit völliger Kontrolle und die Notwendigkeit, doch einen Rahmen durch die Schulordnung zu bieten; die übergroßen Chancen für die Kommunikation und Unterhaltung und die Notwendigkeit von persönlichen Gesprächen.

Die Diskussion war fair und ausgewogen. Viele Schüler verteidigten die bestehende Regelung, die Handys am FEG in Aula, Mensa und auf dem Außengelände erlaubt. Manche meinten, es fehle einfach an der Durchsetzung dieser Regeln.

Am 6.2. befindet die GLK über das Thema und am 11.2. wird die Schulkonferenz das letzte Wort haben. Aber was auch immer das Ergebnis sein wird: Über Smartphones am FEG werden wir immer wieder diskutieren müssen.

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