Dr. Werner Rothfuß verstorben

(mu 05.03.2014) Betroffen musste die Stadtverwaltung Leimen zur Kenntnis nehmen, dass der Träger des Ehrenrings und Altstadtrat Dr. Werner Rothfuß am 21. Februar 2014 verstorben ist.

Am 15. März 1918 wurde Werner Rothfuß in Straßburg geboren. Nach dem 1. Weltkrieg fand seine Familie ihre neue Heimat in Heidelberg, wo er auch später Medizin studierte. 1939 wurde Werner Rothfuß zum Sanitätsdienst der Wehrmacht einberufen. Nach einer Freistellung konnte er sein Medizinstudium 1942 abschließen, um danach als Arzt erneut einberufen zu werden. 1943 heiratete er in Darmstadt seine Frau Mechthild, aus der Ehe gingen ein Sohn und eine Tochter hervor.

Nach seiner Entlassung aus der Kriegsgefangenschaft arbeitete Dr. Rothfuß als Assistenzarzt in Darmstadt, 1948 zog er mit seiner Familie nach St. Ilgen, um dort der erste ortsansässige Arzt zu werden. Für seinen langjährigen, verantwortungsvollen Einsatz für die Bevölkerung in St. Ilgen wurde ihm 1978 die Dankesurkunde des Ministerpräsidenten Baden-Württembergs überreicht.

Auch im politischen Ehrenamt als Bürger von St. Ilgen und später Leimen zeigte Dr. Rothfuß großes Engagement. Von 1965 bis 1974 war er Gemeinderat in St. Ilgen, aufgrund seiner Initiative wurde die damalige “Überparteiliche Bürgerinitiative“ gegründet, nach der Gemeindereform von 1975 gehörte er dem Übergangsgemeinderat der neuen Gemeinde Leimen bis 1980 an. 1984 bis 1986 war er Mitglied des Ortsbeirats St. Ilgen und des Gutachterausschusses.

Die Aussöhnung mit Frankreich lag ihm aufgrund seiner Lebenserfahrung sehr am Herzen und so war er Gründungsmitglied des Partnerschaftsvereins St. Ilgen – Tigy, dessen Ehrenmitglied er 2011 wurde.

Sein Engagement und seine Verdienste wurden mit zahlreichen Ehrungen und Auszeichnung gewürdigt. Bereits 1975 hatte er die Goldene Bürgermedaille erhalten, es folgten die Ehrennadel in Gold und im Dezember 1978 als zweithöchste Auszeichnung der Stadt die Verleihung des Ehrenrings. Seine wohl höchste Ehrung erfuhr Dr. Rothfuß 1992, als ihm die Bundesverdienstmedaille der Bundesrepublik Deutschland verliehen wurde.

Seit 1990 lebte der beliebte und anerkannte Allgemeinmediziner zusammen mit seiner Frau im hessischen Lindenfels. Seiner alten Heimat St. Ilgen blieb er jedoch treu und er pflegte stets einen engen Kontakt zu seinen vielen Bekannten, Freunden und Verwandten. Sein Rat und das Gespräch mit ihm waren immer gesucht, die Menschen freuten sich, wenn sie ihn trafen. Seinen späten Lebensabend verbrachte der Witwer dann wieder in Leimen, wo er nun hochbetagt verschied.

Oberbürgermeister Wolfgang Ernst, Bürgermeisterin Claudia Felden, der Gemeinderat und die Stadtverwaltung der Großen Kreisstadt Leimen werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren. Unser Mitgefühl gilt seiner Familie.

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