Drittklässler meistern den Fahrradparcours MSC und ADAC fördern Verkehrssicherheit
(fwu – 17.7.26) Wer heute sicher mit dem Fahrrad unterwegs sein will, braucht weit mehr als kräftige Beine. Ein kurzer Schulterblick, das richtige Handzeichen oder eine funktionierende Beleuchtung entscheiden im Straßenverkehr oft über Kleinigkeiten mit großer Wirkung. Genau diese Fähigkeiten standen beim ADAC-Fahrradturnier an der Geschwister-Scholl-Gemeinschaftsschule im Mittelpunkt – und auf dem Schulparkplatz wurde daraus für die Drittklässler ein Vormittag zwischen Geschicklichkeit, Aufmerksamkeit und jeder Menge Übung.
Seit über 20 Jahren gelebte Verkehrserziehung
Der Motorsportclub (MSC) St. Ilgen und der ADAC arbeiten seit mehr als zwei Jahrzehnten mit der Geschwister-Scholl-Gemeinschaftsschule im Bereich Verkehrserziehung und Fahrsicherheit zusammen. Jedes Jahr richtet der MSC für die dritten Klassen auf dem Parkplatz direkt neben der Schule das Fahrradturnier aus. Während der ADAC die Materialien für den Parcours sowie Medaillen und Urkunden bereitstellt, übernimmt der MSC Organisation, Aufbau und Durchführung vor Ort.
Auf den Bildern wird deutlich, wie sorgfältig der Parcours aufgebaut wurde. Pylonen, Holzklötze und Markierungen teilen den Asphalt in einzelne Übungsbereiche auf, während die Kinder – fast ausnahmslos mit Fahrradhelm – aufmerksam den Erklärungen der Helfer folgen. Bevor es losgeht, bilden sich kleine Gruppen, in denen noch einmal erklärt und gezeigt wird, was gleich auf dem Fahrrad gefragt ist.
Acht Aufgaben bis ins Ziel
80 Jungen und Mädchen nahmen mit ihren eigenen Fahrrädern am Turnier teil. Sie mussten einen Geschicklichkeitsparcours mit acht Stationen bewältigen. Dazu gehörten Anfahren, Spurbrett, zwei Kreiselübungen, die S-Gasse, Spurwechsel, Slalom und Zielbremsen. Dabei wurden Balance, Geschicklichkeit und Konzentration ebenso trainiert wie das richtige Verhalten im Straßenverkehr. Besonders wichtig war bereits beim Anfahren der Schulterblick – wer ihn vergaß, erhielt Fehlerpunkte.
Die auf den Fotos abgebildeten Parcourspläne zeigen, wie eng manche Passagen angelegt sind. Zwischen den Markierungen bleibt oft nur wenig Platz. Da genügt schon eine kleine Unachtsamkeit, um ein Hindernis zu berühren. (Im Straßenverkehr wäre das deutlich unangenehmer als ein umfallender Holzklotz.)
Vorbereitung auf den Fahrradführerschein
Nach Angaben des MSC dient das Fahrradturnier als Vorbereitung auf den Fahrradführerschein, den die Schülerinnen und Schüler in der vierten Klasse absolvieren. Gleichzeitig soll das Turnier den Kindern bereits im Vorfeld einen Teil der Aufregung vor dieser Prüfung nehmen. Neben den Übungen im Parcours wurden auch weitere wichtige Regeln des Straßenverkehrs vermittelt.
Bevor der erste Start erfolgte, kontrollierten Mitglieder des MSC sämtliche Fahrräder auf Verkehrstauglichkeit und Funktion. Zu den häufigsten Mängeln gehörten laut Sportleiter defekte Vorder- oder Rücklichter sowie fehlende Reflektoren. Damit wurde den Kindern zugleich gezeigt, dass Verkehrssicherheit bereits vor dem Aufsteigen auf das Fahrrad beginnt.
Viele Helfer, viele Urkunden
MSC-Chef Wolfgang Seipp und Sportleiter Ralf Sattel konnten sich bei der Durchführung auf zahlreiche ehrenamtliche Vereinsmitglieder verlassen, die sich für den Vormittag Zeit genommen hatten. Unterstützt wurden sie von FSJ-Kräften der Schule. Die Anmeldung sowie die Auswertung der Fehlerpunkte übernahm das langjährige MSC-Mitglied Ulrike Schmidt.
Nach jedem Durchgang wurden die jeweils drei besten Jungen und Mädchen einer Klasse mit Medaillen ausgezeichnet. Alle übrigen Teilnehmer erhielten Urkunden. Auf einem der Fotos wartet bereits ein ganzer Karton mit Medaillen auf seine neuen Besitzer – ordentlich aufgereiht, als wüssten sie schon, dass ein bisschen Geschicklichkeit manchmal genauso glänzen kann wie Gold.
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