„Ein Abend für Einheit und Frieden“ –
Bahá’í Leimen feiert Naw-Rúz

(ckr – 22.3.22) Mit dem Frühlingsfest Naw-Rúz, was auch so viel wie „neuer Tag“ bedeutet, begrüßen die Bahá’í das neue Jahr und beenden die Fastenzeit. Es ist eine Zeit der Freude und des Feierns, wenn die Dunkelheit des Winters nachlässt und Licht und Wärme in der erwachenden Natur stärker werden. Naw-Rúz beendet auch das 19-tägige Fasten, das für die Bahá’í eine Zeit des Nachdenkens und der tiefen spirituellen Erneuerung darstellt. 2010 von den vereinten Nationen offiziell als internationaler Feiertag anerkannt, wurde auch in Deutschland in vielen Bahá’í-Gemeinden am 20. März Naw-Rúz gefeiert.

Die Bahá’í-Gemeinde Leimen lud unter dem Motto „Ein Abend für Einheit und Frieden“ zu diesem besonderen Tag ein. Gemäß dem Wort des Religionsstifters der Bahá’í, Bahá’u’lláh, „Verkehret mit den Anhängern aller Religionen im Geiste des Wohlwollens und der Brüderlichkeit“ war unter Einhaltung der geltenden Corona-Hygiene-Regeln jeder Platz im Kultursaal der Schlossberghalle in Gauangelloch gefüllt

Alexander Blom und Katrin Modabber führen durch die Andacht

Alexander Blom gehört zum sogenannten Geistigen Rat der Bahá’i Gemeinde in Leimen. „Gemeinsam feiern, mit Gesang, Tanz, Essen und Unterhaltung schafft eine tiefe Verbundenheit“, leitete er in seiner Eröffnungsrede den Abend ein. „Somit ist jede Feier ein geeignetes Übungsfeld für das friedvolle Miteinander“. Er hob besonders hervor, wie erstrebenswert ein Zusammenhalt aller Menschen in Frieden und Harmonie für unsere Welt ist. Die Akzeptanz aller Religionen und Völker ist die einzige Möglichkeit, einen beständigen Frieden erreichen zu können. Umrahmt von zwei Liedern, wurden acht Zitate aus den Heiligen Schriften aller Weltreligionen vorgelesen. Die kurze Andacht als Einstimmung auf den Abend wurde von einem Lied der Kinder beendet. Sie wünschten der Welt, „dass Religion ein Kanal der Liebe zu allen Völkern ist“.

Das Bahaitum lehrt den monotheistischen Glauben an einen allwissenden und allliebenden Schöpfer. Alle Stifter der Religionen der Welt werden als Boten dieses einen Gottes verstanden. Diese förderten den Charakter des Menschen als auch die Entwicklung der Gesellschaft gemäß den Nöten der jeweiligen Zeit. Die Bahá’í erkennen den Anspruch Bahá’u’lláh an, der jüngste Bote zu sein, in dessen Schriften sich eine Vision für den Aufbau einer dauerhaft friedvollen und gerechten Welt entfaltet. Bahá’u’lláh ruft dazu auf, die Erde als „nur ein Land und alle Menschen als seine Bürger“ zu betrachten.

Alexander Blom leitet das interaktive Theaterstück

In einem interaktiven Theaterspiel gelang es Alexander Blom, die Gäste in ein Theaterstück einzubinden. Ein Konflikt in der Nachbarschaft über Neid, Hilfsbereitschaft und Vorurteile sollte gemeinsam gelöst werden. Dazu wurden die Hauptdarsteller in ihrem Handeln hinterfragt und ausgetauscht. Am Höhepunkt der Eskalation unterbrach eine Glocke das Spiel und die Zuschauer wurden aufgefordert, ihre Eindrücke zu schildern und andere Wege für den Konflikt zu finden. Kinder wie Erwachsene nahmen die Herausforderung an und fanden gemeinsam Wege, ein friedliches und hilfreiches Miteinander zu erreichen.

Beim gemeinsamen Tanzen war die Stimmung dann ausgelassen und heiter. Unter der Anleitung von Theo Grimm aus der Folklore Tanzgruppe Tanzschuh e.V. in Sinsheim, war man sich zwar nicht immer über die Richtung einig, aber am Ende war jeder Tanz von einem harmonischen Miteinander geprägt. Tänze aus vielen Teilen der Welt begeisterten Jung und Alt. Die Kinder, die zum Tanzen zu müde waren, pflanzten mit Andrea Blom Samen für Frühlingsboten in bunte Blumentöpfe. 

Kinder aller Nationen gemeinsam verheißen Frieden

Das gemeinsame Essen war für einige Mitglieder des Bahá’í-Glaubens der ersehnte Programmpunkt. Der Sonnenuntergang beendete ihre Fastenzeit. Ein buntes Büfett hielt für jeden etwas bereit.

So erfüllte der Abend den Wunsch nach Frieden und Einheit unter allen Besuchern. Gemeinsam zu singen, tanzen und auch lernen zu können, ist in diesen Tagen ein kostbares Gut, dass es dankbar zu beschützen gilt.

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