Ein neuer Job nach Renteneintritt: Und jetzt dort 25-jähriges Dienstjubiläum!

Kurz vor Weihnachten wurde Michael Krauss von seinem Arbeitgeber in seinen zweiten Ruhestand verabschiedet. Fast ein Vierteljahrhundert hatte er sich als Hausmeister in dem IT Unternehmen um Gebäude, Lager und die Menschen gekümmert und das, obwohl er bei seinem Eintritt 1997 schon 61 Jahre alt war. 

Ralph Schweickert und Michael Krauss bei der Verabschiedung

Geboren wurde Michael Krauss 1936 in Talmesch, Siebenbürgen. Da er damals unter dem Regime Nicolae Ceaușescus im heutigen Rumänien für seine Kinder keine Perspektive sah, entschloss er sich nach Deutschland, dem ursprünglichen Heimatland seiner Vorfahren, auszuwandern. Eine große Portion Mut bewies das Ehepaar damals bei diesem großen Schritt. Niemand, noch nicht einmal die engsten Verwandten, durften von dem Ausreiseantrag erfahren aus Angst vor Unterdrückung und Repressionen, die sonst unweigerlich alle getroffen hätten. Ihr ganzes Hab und Gut mussten sie zurücklassen und es war zu diesem Zeitpunkt nicht sicher, ob sie je wieder einreisen und ihre Eltern, Geschwister, Freunde und Verwandte jemals wiedersehen durften! 

1969 kam die Familie nach Deutschland in das schöne Nußloch. Wenn auch die Reise damals ins Unbekannte ging, so war ihnen damals wenigstens schon eines sicher: Nämlich die Anstellung bei der Schreinerei Müller, die schon sehnsüchtig auf den neuen Mitarbeiter gewartet hatte und die ihm seine Tante, die schon in Nußloch wohnte damals vermittelt hatte. Über 20 Jahre arbeitete Herr Krauss hier als Schreiner bis er dann zu den damals noch in Heidelberg stationierten Amerikanern wechselte. Hier war er zuständig für die Instandhaltung der angemieteten Wohnungen bis er mit 60 in Rente ging. 

Doch schon sein ganzes Leben daran gewöhnt, jeden Tag zu arbeiten und etwas Nützliches zu tun, war es schon bald klar, dass der Ruhestand für Herrn Krauss nicht die Erfüllung war. So kam es, dass er damals bei der Firma Schweickert als Hausmeister anfing und mit seinem handwerkliches Geschick sich überall wo er gebraucht wurde, nützlich machen konnte.

Nun darf er, mit fast 85 Jahren, zusammen mit seiner Ehefrau Susanne seinen wohlverdienten Ruhestand geniessen. 

Eines ist jedoch sicher: Untätig wird er nicht bleiben, denn irgendetwas findet er immer was noch zu erledigen wäre.

Alles Gute und vor allem die Gesundheit wünschen ihm seine beiden Töchter, Schwiegersöhne und Enkel!

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