Eleks neuer Bürgermeister György Szelezsán zu Besuch beim Eleker Kulturkreis in Leimen

v.l. László Wittmann, Adam Atrifler, Susanne Mauriello, Joschi Ament, Claudia Felden, György Szelezsán, Eva Szelesán, Franz Hack, Franciska Stein

(fwu – 10.12.2019) György Szelezsán, der neugewählte Bürgermeister der ungarischen Gemeinde Elek, war am Sonntag zu Besuch in Leimen. Er war der Einladung zur gemeinsamen Weihnachtsfeier des Eleker Kulturkreises und des Heimatkomitees sowie des Freundeskreises Almáskamarás gefolgt und besuchte auf seiner Deutschlandreise auch die mit Elek verbundenen Gemeinden Laudenbach und Gerolshofen. Aus Gerolshofen waren 1724 Deutsche nach Ungarn ausgewandert und im und nach dem 2. Weltkrieg ließen sich viele Vertriebene aus Elek in Laudenbach (und Leimen) nieder.

Bürgermeisterin Claudia Felden begrüßte den neu gewählten Bürgermeister der ungarischen Gemeinde, mit der Leimen freundschaftlich verbunden ist und aus der viele Heimatvertriebene stammen, und gratulierte ihm zur Wahl.

Elek hat ca. 4.500 Einwohner und György Szelezsán, der vor Antritt seines politischen Amtes als Kriminalbeamter arbeitete und auch ein Studium als Diplom-Sozialarbeiter an der St. István Univeristät  abschloß, wurde mit knapp 68 % der Stimmen gewählt. Dies obwohl er gegen den bisherigen Amtsinhaber László Pluhár antrat, der immerhin seit 17 Jahren dort Bürgermeister war.

Der Grund hierfür dürfte sein immenses langjähriges Engagement als Vorsitzender des größten Vereines am Ort sein, der unter anderem auch stark karitativ tätig ist und zu Veranstaltungen schon einmal über 1000 Teilnehmer begrüßen konnte. Vier der nur insgesamt sechs Gemeinderäte des Ortes gehören ebenfalls diesem Verein an und wurden gleichzeitig gewählt.  Der Gegenkandidat, der als Vertreter der Regierungspartei Fidesz zur Bürgermeisterwahl antrat, erhielt lediglich wenige Prozent der Stimmen und die Fidesz-Partei von Viktor Orbán ist auch nicht mehr im Eleker Gemeinderat vertreten.

Bürgermeisterin Felden bezeichnete den Besuch als ein „wunderbares Zeichen der Freundschaft zwischen Elek und Leimen“. Eleks Bürgermeister György Szelezsán freute sich über das „Starter-Paket“ mit Informationen über Leimen sowie ein Weinpräsent und betonte die Bereitschaft zur Zusammenarbeit beider Kommunen.  In einem Schreiben an die Stadtverwaltung erklärt Bürgermeister Szelezsán, dass er „die Pflege, Bewahrung und Vertiefung der Partnerschaft“ zwischen Elek und Leimen anstrebe. Besonders freute er sich auch darüber, das etliche an der Weihnachtsfeier teilnehmende Kinder aus Leimen, von ihren heimatvertriebenenen Großeltern auch noch ein bißchen ungarisch gelernt haben und mit ihm ein wenig in dieser Sprache sprechen konnten. Einem Schüleraustauschprogramm stünde er positiv gegenüber, so György Szelezsán.

Die auch heute noch bestehende deutsche Minderheit in Elek besteht aus ca. 400-500 Einwohnern, wie László Wittmann, der Vorsitzende der dortigen deutschen Minderheitenvertretung auf der Weihnachtsfeier erläuterte. Der Ort liegt ganz im Osten Ungarns, nahe der rumänischen Grenze, ca. 1200 km von Leimen entfernt. Die mit Leimen ebenfalls in Freundschaft verbundene Gemeinde Almáskamarás liegt nur ca. 25 km von Elek entfernt. Beide Orte lassen sich auch einfach per Google-Streetview „besuchen“ und erkunden.

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