Ev. Gemeindeverein Leimen: Von Diakonissen, Krankenpflege und „Heidelberger Artzneybuch“

(wm – 27.4.16) So zahlreich wie die Besucher, so zahlreich waren auch die Themen bei der Mitgliederversammlung des „Evangelischen Gemeinde-vereins“. Und dazu kamen im Philipp-Melanchthon-Haus noch Neuwahlen und ein kurzweiliger und auch amüsanter Vortrag von Apothekerin Dr. Ulrike Schofer über das „Heidelberger Artzneybuch von 1568“.

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v.l.: Pfarrerin Elke Rosemeier, Dr. Ulrike Schofer, Inge Krämer-Konrad und Wolfgang Müller

Aber das Wichtigste kommt erst im nächsten Jahr, denn dann „feiern wir in Leimen 500 Jahre Reformation und 125 Jahre „Gemeindeverein“, so der alte und neue Vorsitzende Wolfgang Müller. Denn einer der ältesten Leimener Vereine wurde der „Gemeindeverein“ 1892 als „Schwesternverein“ gegründet und die „alte Dame“ – als Synonym für die als Krankenschwestern und Kindergartenschwestern diensttuenden Diakonissen – wird nächstes Jahr 125 Jahre alt. Und dieses evangelische Doppeljubiläum möchte man 2017 angemessen feiern. Dabei wird es sicher auch um den Wandel gehen, den der Verein in mehr als 100 Jahren durchgemacht hat: vom „Schwesternverein“ alter Prägung zum heutigen Förderverein für die gesamte Kirchengemeinde, unter Beibehaltung der Kernkompetenz, der Unterstützung seiner Mitglieder bei häuslicher Pflege.

Diese Neuausrichtung ist auch dringend notwendig, denn noch immer ist der Verein mit seinen knapp 400 Mitgliedern überaltert, auch wenn man auf einem guten Weg ist, den natürlichen Mitgliederaderlass durch Neumitglieder aufzufangen. Aber auch, weil man sich in den Aufgabenstellungen „breiter aufstellte“ und unterschiedlichste Projekte unterstützte, wie Vereinsrechner Klaus Ludwig ergänzte. Im vergangenen Jahr unterstützte man neben der Kirchlichen Sozialstation über das Diakonische Werk notleidende Leimener Familien, sozial schwache Konfirmanden, das „Familienprojekt“ des Elisabeth-Ding-Kindergartens und nicht zuletzt die Anschaffung des „neuen“ Flügels.

Vor den Neuwahlen dankte Müller den ausscheidenden, aber entschuldigten, Rolf Kiefer und Klaus Lingg für ihre langjährige Vorstandstätigkeit und Frau Inge Krämer-Konrad mit einem Blumenstrauß. Pfarrerin Elke Rosemeier blieb bei den Neuwahlen 2. Vorsitzende, wie auch Klaus Ludwig Vereinsrechner und Jan Bittler Schriftführer. Ihm obliegt auch die erforderliche Aktualisierung der Neusatzung aus dem Jahre 1993, welche noch in diesem Jahr erfolgen soll. Als Beisitzer wiedergewählt wurden Gisela Neumeister, Michael Reinig und Lothar Stephan. Wolfgang Krauth und Thorsten Niemzik kamen neu hinzu, und als Kassenprüfer fungieren weiter Hans Appel und Horst Hellinger.

Zwischen Kaffee und Kuchen referierte zum Abschluss die für ihre Pflanzen- und Pilzkenntnisse bekannte Pharmazeutin Dr. Ulrike Schofer über die rund 500 Jahre alte Sammlung von Arzneimittelrezepten am kurfürstlichen Hof des Apothekers Christoph Wirsung. Aufschlussreich und interessant war ihr Vortrag, humorvoll zog sie die Zuhörer in ihren Bann und der Vorsitzende bedankte sich am Ende kollegial mit einem Blumensträußchen.

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