FDP Kreistagsfraktion im Gespräch mit den Freien Wohlfahrtsverbänden

(cf – 9.6.18) Alljährlich führt die FDP-Kreistagsfraktion mit den Vertretern der Liga der Freien Wohlfahrtsverbände (Caritas und Diakonie, Arbeiterwohlfahrt, Deutsches Rotes Kreuz und Deutscher Paritätischer Wohlfahrtsverband ein Gespräch über aktuelle Themen aus den Verbänden mit dem Ziel, die bestehenden Kontakte zu vertiefen und zu erfahren, wo und wie bestehende Probleme gelöst werden können. Das jährliche Treffen dient auch dem Informationsaustausch über neue Aufgaben auf dem weiten Feld der sozialen Arbeit im Rhein-Neckar-Kreis.

Beim jüngsten Gespräch mit der FDP-Kreistagsfraktion unter der Leitung von der Fraktionsvorsitzenden Claudia Felden sprach Christiane Springer, Geschäftsführerin des DRK-Kreisverbandes Mannheim und turnusmäßige Vorsitzende der Liga, drei Themenkomplexe an, die im Anschluss intensiv zwischen den Liga-Verbandsvertretern und den Kreisräten sowie Marianne Falkner, die als sachkundige Bürgerin für die FDP im Jugendhilfeausschuss des Kreistages mitarbeitet, diskutiert wurden. Zuvörderst ging es um bezahlbares Wohnen, insbesondere in den großstadtnahen Kommunen des Kreises. Der derzeitige Mangel hat viele Ursachen: Investitionsstau, zu wenig Bauflächen im Innen- wie im Außenbereich, zu hohe Baukosten, kostenintensive Bauvorschriften. Eine weitere Ursache sei, so Christiane Springer, die zögerliche Haltung in den Gebietskörperschaften gegenüber neuen Wohnformen wie z.B. „Alters-Wohngemeinschaften“. Diese würden Altersheime und Pflegeeinrichtungen entlasten und zugleich bisher oft von Alleinstehenden genutzte Wohnungen und Häuser freimachen. Oft bleiben Wohnungen jahrelang leerstehend zur dortigen späteren Unterbringung evtl. benötigter Pflegekräfte. Diesbezüglich fehle es vielfach an attraktiven Alternativen für sicheres und umsorgtes Wohnen im Alter außerhalb einer Heimunterbringung und altenbetreutem Wohnen. Hinsichtlich der Lösungsansätze waren sich die FDP-Kreisräte mit den Liga-Vertretern einig.

Zweites Thema war das Integrationsmanagement. Inzwischen haben die Integrationsmanager in den Kommunen ihre Arbeit aufgenommen. Probleme gebe es in der Zusammenarbeit mit dem Job-Center des Kreises. Hier wird ein struktureller Mangel konstatiert aufgrund zu geringer finanzieller Ausstattung. Weder reichen die Mittel für die Eingliederungsleistungen, noch für die Verwaltung. Letzteres wirke sich bei der telefonischen Erreichbarkeit massiv behindernd aus. Hier versprachen die FDP-Kreisräte Kontaktaufnahme mit Geschäftsführer Hölscher vom Jobcenter.

Schließlich wurden sozialplanerische Aspekte angesprochen. Es geht um die Frage, wer wird im Rhein-Neckar-Kreis wofür gefördert. Wo besteht in welchem Umfang Bedarf. Hier verfügen die Liga-Verbände über spezifische Erfahrungen, doch erfolge deren Einbindung lediglich partiell. Die Zusammenarbeit mit Sozialdezernentin Jansen sei sehr gut, doch in anderen Bereichen, z.B. Flüchtlingsintegration, seien die Liga-Verbände (noch) nicht eingebunden. Auch bei der Altenhilfeplanung kann sich die Liga eine stärkere Einbindung vorstellen. Die FDP-Kreisräte sagten zu, darauf zu achten, dass die Liga-Verbände in die sozialplanerischen Prozesse im Landkreis eingebunden werden.

In der abschließenden Diskussion wurde zudem festgestellt, dass für die Einrichtung eines Frauenhauses im Rhein-Neckar-Kreis Bedarf besteht. Auch zwischen den Jahresgesprächen werden die Kreistags-Liberalen mit den Liga-Verbänden enge Verbindung halten. (DH)

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