FDP-Kreistagsfraktion vor Ort: Schwebebahn-Perspektiven für den ÖPNV

(dh – 31.7.18) Zu wenige und darüber hinaus sanierungsbedürftige Brücken über Rhein und Neckar stellen den Individualverkehr in der Metropolregion Rhein-Neckar schon heute auf harte Geduldsproben. Ludwigshafen und Mannheim, Speyer und Heidelberg sind hiervon besonders betroffen. Und auch innerhalb der Städte gibt es „Überbrückungsprobleme“. Hier helfen nur intelligente und leistungsfähige Konzepte für den ÖPNV, um einen totalen Verkehrskollaps zu vermeiden.

v.l.n.r.: Mdb Manfred Todtenhausen, Claudia Felden, Dietrich Herold, Bärbel Seemann, Hartmut Kowalinski

In diesem Bewusstsein informierte sich die FDP-Kreistagsfraktion über realistische und zeitnah realisierbare Lösungen. Ein seit rund 120 Jahren funktionierendes Beispiel ist die Wuppertaler Schwebebahn. Mit ihr begaben sich die FDP-Kreisräte Claudia Felden, Dietrich Herold, Heinz Jahnke, Hartmut Kowalinski und Bärbel Seemann unter fachkundiger Begleitung durch den Wuppertaler FDP-Bundestagsabgeordneten Manfred Todtenhausen, der dem Bundestagsausschuss für Wirtschaft und Energie angehört, über die Wupper, denn die Schwebebahn bewegt sich seit 1. März 1901, an einer 13,3 km langen Stahlkonstruktion hängend, durch das Tal der Wupper.

Erfunden wurde sie vom Kölner Ingenieur Eugen Lange. Das zeitlos moderne Verkehrsmittel ist das sicherste weltweit. Es wird von 20 Mio. Menschen jährlich genutzt. Bei enger Taktfolge halten die Züge zwischen Vohwinkel und Oberbarmen 18 Mal. Die Haltestellen sind sämtlich beiderseits mit Aufzügen versehen. Dadurch sind die Bahnen auch für Mobilitätseingeschränkte problemlos erreichbar. Alle Haltestellen sind mit weiteren ÖPNV-Einrichtungen und mit der Deutschen Bahn vernetzt.

Geplant ist eine urbane Kabinen-Seilbahn vom Hauptbahnhof hinauf zur Universität. Gerüst mit Schienen-Aufhängung und die Schwebebahnzüge wurden seit 1995 komplett erneuert. Die aus der Gründerzeit stammenden Stationen wurden modernen Anforderungen entsprechend neu gebaut. Die neuesten „Wagen“ bieten 32 Sitzplätze, Multifunktionsbereiche, z.B. für Kinderwagen und Rollstühle, und jede Menge Stehplätze. Die großen Fenster geben den Blick frei auf die höchst unterschiedlichen Stadtteile. Allein über 2 km führen durch das Areal der Bayer-Werke. Die neuen Bahnen sind die dritte „Generation“ und werden das Stadtbild während der nächsten 30 Jahre prägen.

Die FDP-Kreisräte waren von diesem Nahverkehrskonzept überzeugt. Ähnliche Lösungen zur Überwindung von Flüssen oder zur Ergänzung überlasteter und sanierungsreifer Brücken stellen Kabinenseilbahnen dar, wie sie etwa in Verbindung mit dem Straßenbahnnetz in der bretonischen Metropole Brest existieren und funktionieren. Fraktionsvorsitzende Claudia Felden dankte MdB Todtenhausen für die informative Exkursion über die Wupper und lud zu einem Gegenbesuch in den Rhein-Neckar-Kreis ein. (DH)

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