Feuerwehr-Leistungsabzeichen in Gold: Da ist das ganze Können gefragt

Jeder bei der Freiwilligen Feuerwehr Nußloch absolviert im Jahr Dutzende von Übungen, dazu Unterricht und immer wieder auch Lehrgänge. Damit sind die Wehrleute – junge wie ältere – bestens ausgebildet und sie können in unterschiedlichsten Einsatzszenarien ihren Mann oder ihre Frau stehen. Und doch geht noch ein bisschen mehr. Wer den Ehrgeiz mitbringt, Spaß an der Herausforderung im Team hat und dazu noch bereit ist, viele zusätzliche Stunden einzubringen, kann bei den Feuerwehren eine zusätzliche Leistungsprüfung ablegen. Die nennt sich „Leistungsabzeichen“ und existiert in drei Stufen, Bronze, Silber und Gold.

In jeder der drei Stufen ist eine Übung zu absolvieren, für die jeweils ein ganz bestimmter Einsatzfall angenommen wird. Beispielsweise ein Autounfall mit Rettung eines Verletzten und auslaufendem Kraftstoff, der sich zu entzünden droht. Die Wehrleute müssen bei der Prüfung zum Abzeichen nicht nur wissen was zu tun ist, sondern sollen sich auch vorbildlich abstimmen und möglichst jeden Fehlgriff vermeiden. Alle Befehle müssen vom Gruppenführer korrekt ausgegeben und vom empfangenden Truppmann ebenso korrekt bestätigt werden. Jedes vorgeschriebene Ausrüstungsteil, wie beispielsweise Taschenlampe, Rettungsleine oder der Rucksack mit Erste-Hilfe-Material, muss im richtigen Moment „am Mann“ sein, sonst gibt es Punktabzug. Fachkundige Prüfer, die den Ablauf der Übung genau beobachten, übersehen keinen Fehler und kein Versäumnis beim Ablauf der Übung und notieren sich entsprechend Plus- und Minuspunkte auf ihrem Wertungszettel.

Zwei solcher Übungsteile muss jede Gruppe mit ihren jeweils acht Wehrleuten plus Gruppenführer erfolgreich absolvieren, erst dann gibt’s das entsprechende Leistungsabzeichen. Und ob das nicht alles schon schwierig und kompliziert genug wäre: Das Ganze geht auch noch auf Zeit! Während der Übung läuft der Sekundenzeiger der Stoppuhr mit, und selbst eine fehlerfreie Ausführung reicht nicht, wenn nicht gleichzeitig auch die vorgegebene Maximalzeit eingehalten wird. Klar, beim Einsatz der Feuerwehr kann es auf jede Sekunde ankommen, und so ist die Zeitnahme eine nachvollziehbare Bedingung.

Alles dies ist nur zu schaffen, wenn vor der Prüfung reichlich geübt wird, selbstverständlich zusätzlich zu den ohnehin stattfindenden Übungen der Freiwilligen Feuerwehr. Es sind also Dutzende zusätzlicher „Überstunden“ angesagt, will man diese Prüfungen erfolgreich absolvieren. Und weil alles so kompliziert und aufwändig ist dauert es meist eine ganze Weile bis ausreichend viele Wehrleute zusammenkommen um sich gemeinsam der Vorbereitung und dann der Prüfung zu stellen.

Drei Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Nußloch und elf der Kameraden der Freiwillige Feuerwehr Sandhausen haben sich jetzt zusammengefunden um sich über mehrere Wochen auf die Prüfung zum Leistungsabzeichen in Gold vorzubereiten. Zweimal die Woche trainieren sie in Sandhausen für den großen Tag.

Bereits gestern haben sie die erste Hürde bei der theoretischen Prüfung gemeistert. Am 21. Juli ist es dann soweit: Im Rahmen der großen „Landesfeuerwehrschau“ in Heidelberg findet die praktische Prüfungsabnahme statt und die 14 Wehrleute müssen beweisen, dass sie Hand in Hand die gestellten Aufgaben lösen können. Zwei Gruppen gehen nacheinander an den Start, für einige bedeutet das, zweimal den Parcours zu durchlaufen. Wir drücken die Daumen! Wer bei der Prüfung in Heidelberg zuschauen und Daumen drücken will, kann das am 21.7. auf dem US-Airfield im Rahmen der großen Feuerwehrmesse tun. Infos gibt es unter http://www.landesfeuerwehrtag-bw.de

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