FKS prüft Kurierbranche wegen illegaler Beschäftigung und Mindestlohnverstößen
(Atz – 06.05.26) Am Mittwoch, den 6. Mai 2026, führte die Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) des Hauptzollamts Heilbronn eine bundesweite Schwerpunktprüfung in der Kurier-, Express- und Paketbranche durch. Die Maßnahme diente der Kontrolle von Schwarzarbeit und illegalen Beschäftigungsverhältnissen.
Kontrollmaßnahmen im Industriepark Böllinger Höfe
Im Rahmen dieser Prüfung waren 32 Zöllnerinnen und Zöllner des Hauptzollamts Heilbronn im Einsatz. Die Kontrollen wurden mittels Standkontrollen im Industriepark Böllinger Höfe sowie durch mobile Kontrollen durchgeführt. Dabei wurden Fahrer von Unternehmen überprüft, die im Bereich des Sammelns, Transportierens, Umschlagens sowie der Zustellung von Sendungen aller Art tätig sind.
Die Überprüfung umfasste die Einhaltung der sozialversicherungsrechtlichen Pflichten, den unrechtmäßigen Bezug von Sozialleistungen sowie die illegale Beschäftigung von Ausländern. Zudem wurde die Einhaltung des gesetzlichen Mindestlohns kontrolliert, welcher seit dem 1. Januar 2026 in weiten Teilen dieser Branche 13,90 Euro pro Stunde beträgt.
Ergebnisse der Befragungen
Innerhalb eines dreistündigen Prüfzeitraums wurden insgesamt 38 Personen zu ihren Beschäftigungsverhältnissen befragt. Aus den präventiven Befragungen und Prüfungen ergaben sich sieben Fälle, die weitere Untersuchungen erfordern.
Zwei Vorgänge, bei denen der Verdacht auf gefälschte Führerscheine bestand, wurden an die Polizei übermittelt. In fünf Fällen, in denen unvollständige oder nicht ordnungsgemäß geführte Tageskontrollblätter festgestellt wurden, erfolgte eine Mitteilung an die zuständigen Landratsämter.
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