Flauschige Küken im “Flamingo-Kindergarten“ Jungvögel bei den Kubaflamingos

Flamingo beim Füttern (Foto: Petra Medan/Zoo Heidelberg)

(zoo – 5.8.23) Sie fallen sofort auf: die drei kleinen, grauen Küken unter den leuchtenden Kubaflamingos. Seit Anfang Juli sind sie Teil der Gruppe im Zoo Heidelberg, die dadurch auf 62 Flamingos angewachsen ist.

Neugierig steckt das Trio seine Köpfe aus den kegelförmigen Nestern, um die Nahrung aufzunehmen. Noch wackeln die Küken mit ihren kurzen Beinen etwas unbeholfen im Wasser herum. In einigen Tagen schließen sie sich zu einem „Kindergarten“ zusammen.

„Die Jungtiere bleiben für einige Tage im Nest. Dann können sie schon selbst im Wasser herumstaksen und bilden Gruppen, die von einigen Erwachsenen bewacht werden – ähnlich wie in einem Kindergarten”, berichtet Dr. Eric Diener, Vogelkurator im Zoo Heidelberg.

Zu Beginn werden die Küken von beiden Elternteilen mit einer roten Nährflüssigkeit, der sogenannten “Kropfmilch”, gefüttert. Diese besondere „Milch“ wird in der Speiseröhre gebildet. Sie wird von den Elterntieren hochgewürgt und dem Nachwuchs über den Schnabel eingeflößt. Bei der blutroten „Kropfmilch“ handelt es sich um ein nahrhaftes Sekret mit hohem Fett- und Eiweißgehalt. Es gibt nur wenige Vogelarten, wie z. B. die Tauben, die ihren Nachwuchs auch mit einer selbstproduzierten „Milch“ versorgen.

Flamingo Küken (Foto: Petra Medan/Zoo Heidelberg)

Es dauert mehr als drei Monate, bis die Jungvögel soweit sind, dass sie sich selbstständig versorgen können. Die Kleinen verfügen noch nicht über den typisch gebogenen Seihschnabel – dieser bildet sich erst nach ein paar Monaten. Erst dann können sie damit das Wasser filtern und Algen, Plankton und kleine Krebse zu sich nehmen. Dieses Futter enhält sogenannte Carotinoide. Diese Farbstoffe, werden in der Leber umgewandelt und im Federkleid eingelagert. Dadurch erhalten die Flamingos ihre auffällige, typische rosarote Farbe.

In der Zeit der Jungtieraufzucht findet auch die Mauser der Altvögel statt: Flamingos, die in dieser Zeit ihre Küken füttern, verlieren über die rötliche „Kropfmilch“ sehr viele Farbstoffe, weshalb die nachwachsenden Federn fast weiß sind. „Dadurch erkennt man im Herbst sehr gut, welche Flamingos Küken aufgezogen haben – sie stechen mit ihrer weißen Farbe hervor“, erklärt Diener.

Der Farbwechsel lässt sich gut das ganze Jahr über beobachten und ist daher auch für die Besucher immer wieder spannend zu verfolgen. Die Nester der Kubaflamingos auf der Brutinsel sind selbstgebaute, bis zu einem Meter hohe Schlammkegel. Darin wird jeweils immer nur ein Ei gelegt und bebrütet. Sowohl beim Brüten als auch beim Füttern wechseln sich Mutter und Vater ab.

Flamingo auf dem Nest (Foto: Susi Fischer/Zoo Heidelberg)

Flamingos können sehr alt werden, manchmal sogar bis zu 80 Jahren. Der älteste Flamingo im Zoo Heidelberg ist 1968 geschlüpft und mittlerweile 55 Jahre alt. Obwohl Flamingos mit ihren langen Beinen zerbrechlich aussehen, überstehen sie extreme Umweltbedingungen wie Hitze, Kälte oder hohen Salzgehalt und sind daher sehr robust und anpassungsfähig.

Die Kubaflamingos haben ihr Verbreitungsgebiet überwiegend in der Karibik und auf den Galapagosinseln. Sie brüten in Lagunen und Salzseen, an denen die Temperaturen tagsüber extrem heiß werden können.

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