Footballkrimi – Atemberaubende Aufholjagd mit zweiter Garde nicht geglückt

(rnb – 6.8.14) Es hat nicht sollen sein – am Samstag verloren die Rhein-Neckar Bandits bei einem Endstand von 27:28 mit nur einem Punkt gegen die Saarland Hurricanes. Knapper kann ein Spiel nicht ausgehen. Doch statt zwei konstant spannenden Hälften sahen die Zuschauer Spannung nur in der zweiten Spielzeit. Die erste Hälfte konnte man getrost als Bilderbuch-Fehlstart bezeichnen.

125 - RN-Bandits

Foto: „Eyecatcher“

Die Bandits starteten mit dem klaren Willen nach Wiedergutmachung in das Spiel. Im Hinspiel zeigte man sich bei der 34:21-Niederlage alles andere als von der besten Seite und stellte den diesjährigen Rekord bei Strafen und zugelassenen Sacks ein. Grund genug, sich dem heimischen Publikum besser zu präsentieren. Doch der Mannschaft gelang es nicht, einen Fuß im Spiel zu fassen. Die Defensive der Mannheimer schaffte es nur selten, ihr Können unter Beweis zu stellen, und lies 20 Punkte zu. Noch schlechter präsentierte sich die Offensive, genau 0 Punkte erreichte man bis zur Halbzeit. Strafen, ungenaue Pässe, Unkonzentriertheiten und fehlerhaft ausgeführte Spielzüge auf beiden Seiten des Balles führten dazu, dass die ersten Zuschauer schon das Stadion verlassen wollten.

In der Halbzeit zog Headcoach Marvin Washington dann die Notbremse und wechselte Quarterback Timothy Miscovich aus. Für ihn verlies Antwan Smith seine Stammposition als Safety – und mit einem Mal stand ein komplett anderes Team auf dem Rasen des Mannheimer Michael-Hoffmann Stadions. Selbst der Ausfall von Top-Receiver David Giron Jansa sowie den beiden Guards Dominic Münzer und Bernd Pastrik änderte nichts an der Situation: Die Bandits kämpften wieder. Und zwar eindrucksvoll! Angesteckt von der plötzlichen Euphorie zeigte sich auch die Verteidigung hellwach, und hielt. Yard um Yard kämpfte sich Antwan Smith mit seinen Mitspielern über das Footballfeld, und die Bandits drehten die Führung innerhalb von anderthalb Quarter auf 21:20. Nun zeigte die Mannheimer Defense ihren einzigen schwachen Moment und erlaubten einen Touchdown samt Two-Point-Conversion. Erneuter Führungswechsel, 21:28 für Saarland. Ohne verbleibendes Time-Out und mit sieben Punkten Rückstand übernahmen die Mannheimer wieder das Angriffsrecht. Die Hurricanes waren so damit beschäftigt, Antwan Smith unter Druck zu setzen, dass Wide-Receiver Tobias Lederer ungedeckt blieb. Ein schwerer Fehler: Smith bedient Lederer, Touchdown Bandits. Die Mannheimer wollen den Sieg, stellen sich für die Two-Point-Conversion auf, die spannensten Sekunden des Spiels beginnen. Danny Washington stellt sich aus Quarterback auf, übernimmt den Ball – und wird wenige Zentimeter vor der Endzone zu Boden gebracht. Das Spiel ist damit zu Ende, Saarland kann abknien und das Spiel für sich entscheiden.

Die Bandits verlieren damit wieder denkbar knapp, haben in der zweiten Hälfte aber einen unbändigen Siegeswillen gezeigt und sich damit wieder in die Herzen des Publikums gespielt. Das erklärte Ziel Play-Offs ist nun nur noch ein hypothetisches Rechenspiel. Spielt man jedoch wieder mit so viel Herz wie in der zweiten Halbzeit, sind auch Gegner wie Schwäbisch Hall oder Stuttgart schlagbar.

 

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