Friedrich-Ebert-Gymnasium:
Kermesbeeren-Rundgang im Sandhäuser Wald

(ck – 5.4.22) Am 25.3.2022 trafen sich interessierte Schülerinnen, Schüler, Eltern und Lehrkräfte des FEG mit Herrn Schierk, dem Waldpädagogen vom Kreisforstamt Rhein-Neckar. Er erklärte die besondere Situation des Sandhäuser Waldes. Zusätzlich waren auch Aktive der Kermesbeeren-Initiative Sandhausen vor Ort, v.a. Herr Kassautzki, der uns ebenfalls an seinem Wissen teilnehmen ließ.

Herr Schierk informierte über die vorherrschenden Baumarten Kiefer und Buche im Waldgebiet. Durch die heißen Sommer der letzten Jahre und den kargen Sandboden in Sandhausen sind die Bäume in dieser Zeit in großen Trockenstress gekommen. Pilzinfektionen und die Ausbreitung der ortsfremden Kermesbeere haben den Wald so belastet, dass viele Bäume gefällt werden müssen. Tatsache ist, dass die Kiefern in der gesamten Schwetzinger Hardt reihenweise absterben.

Auf Sandhäuser Gemarkung ist dadurch eine ökonomische Forstwirtschaft gewinnbringend nicht mehr möglich. Aktuell bemüht man sich, durch die professionelle Entfernung von Kermesbeeren Versuchsflächen zu schaffen, auf denen gezielt trockenresistentere Bäume wie Traubeneiche, Roteiche, Baumhasel oder Hainbuchen oder andere gepflanzt werden, um einem neuen Wald eine Chance zu ermöglichen.

Um diese neue Bewaldung zu unterstützen, empfiehlt Herr Schierk eine langfristige, aufwändige Bekämpfung der Kermesbeeren im Frühjahr und Herbst, damit der Lebensraum der neuen Arten nicht bereits durch die bestehende invasive Konkurrenz besetzt ist. Um dabei erfolgreich zu sein, müsse man diese Maßnahmen fünf bis zehn Jahre lang durchführen.

Achtung: Die Kermesbeere ist giftig! Ihr Gift behindert das Wachstum der neuen trockenheitsresistenten Bäume. Kinder und Jugendliche dürfen deshalb nicht einfach losziehen und Kermesbeeren ausgraben. Falls Interesse an Informationen zur Kermesbeerenbekämpfung besteht, empfehlen wir den Kontakt zu Herrn Kassautzki (Suchbegriff: „Kermesbeere Sandhausen“).

Die Schülerinnen und Schüler des FEG staunten, dass die Gemeinde jährlich einen sechsstelligen Betrag in den Unterhalt des Sandhäuser Waldes steckt. Viele Familien nutzen diesen gerne als Naherholungsgebiet, auch wenn sie nicht in Sandhausen wohnen.

Wir freuen uns sehr, dass so viele Interessierte den Termin am 25.3.2022 wahrgenommen haben. Unser ganz besonderer Dank geht an Herr Christopher Schierk und Herrn Michael Kassautzki für die Informationen und die Zeit, mit der sie diese Aktion des FEG unterstützt haben.

E. Wiegmann & C. Kienle

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