Fulminantes Konzert des Fr.-Ebert-Gymnasiums: „The Armed Man – A Mass for Peace“

(von K. Lang – 28.11.18) Die Musiker des Friedrich-Ebert-Gymnasiums gaben ein in vielerlei Hinsicht bemerkenswertes Konzert. Annette Reinbold, Musiklehrerin und Chorleiterin am Gymnasium, hatte ein Werk des zeitgenössischen walisischen Komponisten Karl Jenkins ausgewählt. Ursprünglich als Weckruf gegen Kriegsfolgen und -gewalt zum Millenium nach dem Kosovokrieg geschrieben, wird dieses Werk im Moment von vielen Chören als Erinnerung an das 100-jährige Ende des 1. Weltkriegs aufgeführt.

Die Christuskirche war voll besetzt. Der Schülerchor des Friedrich-Ebert-Gymnasiums inklusive Kammerchor aus Eltern, Lehrern und Ehemaligen sowie das FEG-Orchester und Instrumentalisten der Metropolregion Rhein-Neckar füllten dazu den Altarraum.

Mehr als 80 Sänger mit beeindruckendem Orchester führten die Zuhörer durch Jenkins` Anti-Kriegs-Opus, das auf den Formen einer katholischen Messe aufbaut, aber auch mitreißende Vertonungen von Texten Rudyard Kiplings und Jonathan Swifts bietet und verschiedenste kulturelle Einflüsse widerspiegelt.

Ein mitreißendes Werk voller lauter, aber auch beruhigender Passagen, das über den Krieg und die Folgen für Menschen und die Umwelt reflektiert. Beeindruckend wie sich die lauten Klänge der drei Percussionisten mit den weichen Cello- und Geigenklängen abwechselten. Ebenso beeindruckend, wie die Sänger die schrecklichen Folgen eines Krieges mit ihrem Gesang bis hin zum markerschütternden Schrei umsetzten.

Der FEG-Literatur- und Theaterkurs (Leitung: Ursula Bergerfurth) fügte sich mit seinen Beiträgen nahtlos in „The Armed Man“ ein. Die Schüler zitierten gekonnt und im ganzen Zuschauerraum in Szene gesetzt Ausschnitte aus „Im Westen nichts Neues“ von Erich Maria Remarque.

Annette Reinbold und Xaver Detzel, Musiklehrer am FEG, teilten sich das Dirigat. Der Imam der Heidelberger Moschee übernahm den von Jenkins vorgesehenen muslimischen Gebetsruf. Und die Schüler Laurentin Jungkamp, Hanna Krämer, Kristina Schork, Patrick Hammel und Daniel Lang sangen Soloparts.

Der langanhaltende Applaus im Anschluss bekräftigte: Ein beeindruckendes Werk, ein immer wieder nötiger Weckruf über Kriegsfolgen und -schäden nachzudenken und ein auf hohem Niveau bravourös aufgeführtes Werk.

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