Gedanken zur Jahreswende von Landrat Dallinger

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

2062 - Dallinger„Alles ist verbunden“, das ist ein zentraler Satz aus dem Film „Cloud Atlas“, der gerade im Kino für Furore sorgt. Gemeint ist damit, dass unsere Zukunft aus allen unseren guten Taten und allen Versäumnissen entsteht. Da ist jetzt, am Ende des Jahres und ein neues vor Augen, eine gute Zeit, innezuhalten und sich an Augenblicke zu erinnern, in denen etwas gelungen, in denen man erfolgreich gewesen ist. Dafür gilt es, dankbar zu sein, das stiftet Zuversicht. Wo wir noch nichts erreicht haben, konnten wir vielleicht etwas auf den Weg bringen, was uns für das Kommende ermutigt.

Ich jedenfalls freue mich, dass es dem Rhein-Neckar-Kreis gelungen ist, als leistungsstarker, innovationsfreudiger und wirtschaftsstarker Partner im Gespräch zu bleiben. Das hat uns Ministerpräsident Winfried Kretschmann bei seinem Kreisbesuch im Mai bestätigt, die weiter steigenden Einwohnerzahlen unterstreichen es. Auch als Reiseziel waren die Städte und Gemeinden des Kreises sehr begehrt. Bei den Kommunen will ich mich für die Anstrengungen bedanken, den Rechtsanspruch auf einen Krippenplatz 2013 zu erfüllen. Hier sind wir auf einem ausgezeichneten Weg, den man zudem daran erkennen kann, das der „Prognos-Familienatlas 2012“ den Rhein-Neckar-Kreis beim deutschlandweiten Standortvergleich in die „Potenzial-Regionen für Familien“ eingeordnet hat.

So wie jede Lebensphase ein eigenes Recht hat, die Kindheit ebenso wie die Berufszeit und das Alter, haben wir die Förderung der Kinder und Jugendlichen intensiviert, uns der Fortentwicklung unserer Zentren beruflicher Schulen angenommen, wo wir mit Hochdruck zusammen mit Mannheim und Heidelberg an einem Schulentwicklungsplan arbeiten. Um dem Fachkräftemangel bei den Erzieherinnen und Erziehern entgegenzuwirken, hat der Kreis an der Louise-Otto-Peters-Schule in Wiesloch die „Dualorientierte Ausbildung“ als Schulversuch eingeführt.

Unsere Gesundheitszentren Rhein-Neckar gGmbH (GRN) ist weiter dabei, mit großen Investitionen ihr Leistungsspektrum weiter auszubauen, um die wohnortnahe Versorgung in Kliniken und Heimen noch zu verbessern. Die GRN-Klinik Weinheim hat vor Kurzem auch, wie Sinsheim, das Zertifikat „Babyfreundliche Geburtsklinik“ verliehen bekommen. In Weinheim, auf dem Baugelände bei der GRN-Klinik, konnten wir Mitte des Jahres Richtfest für ein Kreis-Behördenzentrum und ein weiteres Ärztezentrum feiern. Die Einweihung erfolgt im kommenden Jahr, dann bieten wir einen noch besseren Service für die nördlichen Kreisgemeinden.

Das JobCenter Rhein-Neckar-Kreis hat zum 1. Januar 2012 an sechs Standorten und damit bürgernah seine Arbeit aufgenommen. Es leistet gute Arbeit. Mit ganz vielen Veranstaltungen in der Region haben sich kommunale Entscheidungsträger und soziale Organisationen der demographischen Entwicklung angenommen. Wir haben uns an der Demografie-Woche der Metropolregion Rhein-Neckar beteiligt, die erste gemeinsame Gesundheitskonferenz der Stadt Heidelberg und des Rhein-Neckar-Kreises beschäftigte sich mit dem Schwerpunkt „Alter und Gesundheit“. Interkommunale Zusammenarbeit ist auch das Thema beim Integrierten Ländlichen Entwicklungskonzept „Blühende Badische Bergstraße“. Das landesweite Pilotprojekt in Laudenbach, Hemsbach, Weinheim, Hirschberg, Schriesheim und Dossenheim befasst sich mit Regionalentwicklung im Spannungsfeld von Naturschutz, Landwirtschaft und Weinbau sowie Tourismus.

Die Kreisrätinnen und Kreisräte haben zwischenzeitlich die Klimaschutzleitlinien für das Kreisgebiet festgelegt, mit denen wir klimaschädliche Emissionen verringern und den Einsatz von erneuerbaren Energien mit dem Ziel der Autarkie bei Strom- und Wärmeversorgung privater Haushalte erlangen wollen. Zurzeit werden ein CO2- und ein Wärmeatlas erarbeitet, zur CO2-Reduktion trägt bereits heute das Biomasseheizkraftwerk der AVR mit der Fernwärmeversorgung Sinsheims bei. Zudem beteiligt sich der Kreis an der Zusammenarbeit im Bundesförderprojekt Bioenergie-Region Hohenlohe-Odenwald-Tauber (H-O-T). In der Abfallwirtschaft bietet die AVR viele komfortable und individuelle Lösungen entsprechend der Bedürfnisse der Haushalte an. Ein ganz besonderer Erfolg war dabei die gebührenfreie Bio-Energietonne, von der kreisweit schon über 60.000 Stück verteilt sind.

Besondern Spaß bereiten mir die gelungenen E-Government-Initiativen des Kreises. Mit der Behörden-Rufnummer 115 lassen sich in der Region die öffentlichen Einrichtungen besser erreichen, zudem beteiligen wir uns an De-Mail, der sicheren, vertraulichen und nachweisbaren Kommunikation im Internet. Unser Pilotprojekt „Zulassung online“, bei dem Autos nun bequem von zuhause aus zugelassen werden können, einschließlich E-Payment und Bringdienst, ist ein weiterer toller Baustein, der sich steigender Beliebtheit erfreut. Der Breitbandausbau ist Grundlage für die elektronischen Behördendienste, und hier ist die, auch auf anderen Gebieten erfolgreich gestartete Stabsstelle Wirtschaftsförderung und Europa dabei, ein Projekt mit dem Ziel zu entwickeln, schrittweise zukunftsfähige Glasfaserinfrastruktur näher an die Unternehmen und Haushalte im Kreis zu bringen.

Alle diese Initiativen gelten dem Wohle der Bürgerinnen und Bürger, helfen uns weiter in eine Zukunft, in der das Vertrauen auf das Geleistete das Fundament für eine weiter gute Entwicklung in unserer Region und unseres Rhein-Neckar-Kreises ist, der im kommenden Bundestagswahljahr 40 Jahre besteht.

Ihnen und Ihren Familien, allen, die Ihnen am Herzen liegen, wünsche ich eine gesegnete Weihnachtszeit, verbunden mit meinen besten Wünschen für ein glückliches neues Jahr.

Ihr Stefan Dallinger

 

 

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