Gemeindeverein macht den Anfang:
2.500 Euro für Orgelrenovierung

v.l.: Jan Bittler, Schriftführer, Michael Reinig, Wolfgang Krauth, Beisitzer, Pfarrerin Lena-Marie Hupas, 2. Vorsitzende, Wolfgang Müller, Vorsitzender u. Lothar Stephan, Beisitzer

(wm – 9.4.19) Zu mittäglicher Zeit fand die diesjährige Mitgliederversammlung des „Evangelischen Gemeindevereins Leimen“, des alten Schwesternvereins, statt. Dennoch intonierte Pfarrerin Lena-Marie Hupas das moderne Kirchenlied „Morgenlicht leuchtet, rein wie am Anfang“, nach der Melodie von „Morning has broken“.

Und so modern und jung hatte sich der 1892 gegründete Gemeindeverein noch nie präsentiert. Und das „Morgenlicht“ stand symbolisch für den wichtigsten Beschluss, den die Versammlung an diesem Tag fasste, nämlich der eigenen Kirchengemeinde 2.500 Euro für die Renovierung der in die Jahre gekommenen „Walcker-Lenter-Orgel“ zu spenden.

Die Wurzeln dieser Orgel reichen bis ins 18. Jahrhundert zurück, nun aber müssen dringend Reparaturarbeiten durchgeführt werden, die ab Juli dieses Jahres beginnen werden. Der Gemeindeverein, so sein alter und neuer Vorsitzender Wolfgang Müller, sieht sich – neben seiner tradierten Aufgabe “ Hilfe bei der ambulanten Altenpflege“ – seit Jahren als finanzieller „Eck- und Stützpfeiler“ für Projekte der eigenen Kirchengemeinde. So unterstützte man den Elisabeth Ding Kindergarten großzügig auf seinem Weg zum „Familienzentrum“, half kräftig bei der Finanzierung eines neuen Flügels mit und zuletzt unterstützte man im vergangenen Jahr die innovative „Kunstinstallation Les Colombes“.

In dieser „Tauben-Woche“ kamen mehr als 800 Menschen in die alte Mauritiuskirche und haben geschaut, gestaunt und diskutiert. Kirche muss neue Wege gehen, so Müller weiter, und da wollen wir dabei sein und mithelfen, so gut wir können. Und bei dem hohen Stellenwert und der ganz besonderen Qualität unserer Kirchenmusik wollte man mit der „Orgelspende“ ein richtiges Ausrufezeichen setzen und den Startschuss für weitere kleine und große Spenden geben.

Nach der Versammlung mit einer „kleinen und deftigen Mittagsstärkung“

Doch auch der diakonische Gedanke kam nicht zu kurz, denn wie schon vor zwei Jahren beschlossen die anwesenden Mitglieder, das Diakonische Werk im Rhein-Neckar-Kreis erneut mit 1.500 Euro zu unterstützen. Dieses Spende wird bedürftigen Menschen aus Leimen zu gute kommen. 

Bei den Regularien erfuhren der Tätigkeitsbericht des Vorsitzenden, der Kassenbericht und die Jahresrechnung 2018 und der Kassenprüfungsbericht die einstimmige Zustimmung und die Entlastung durch die Anwesenden. Bei den Neuwahlen gab es nur eine Änderung. Pfarrerin Lena-Marie Hupas wurde zur neuen 2. Vorsitzenden gewählt. Alle anderen Vorstandsmitglieder wurden in ihren Ämtern betätigt: Wolfgang Müller, Vorsitzender, Klaus Ludwig, Vereinsrechner, Jan Bittler, Schriftführer, Gisela Neumeister, Wolfgang Krauth, Thorsten Niemzik, Michael Reinig und Lothar Stephan, alle Beisitzer. Und als Vereinsrevisoren wurden Hans Appel und Horst Hellinger wiedergewählt. 

Nach den Wahlen folgte man einer alten Tradition, einem aktuellen Kurzvortrag Raum und Platz zu geben. Rechtsanwalt Jan Bittler referierte kurz und verständlich zu „Habt Ihr schon geteilt – oder redet Ihr noch miteinander?“. Zwar flapsig formuliert, dennoch riet der Erbrechtler, mit einem rechtzeitigen, handschriftlichen Testament den Familienfrieden zu bewahren. Und ein zweites Lied und eine deftige Mittagsstärkung ließen dann die harmonische Versammlung ausklingen.

 

 

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