Gesundheitsamt rät – Impfschutz und gesundheitliche Risiken im Urlaubsland bedenken

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(rnk – 2.6.23) Mit dem Beginn der Haupturlaubs- und Reisezeit im Juni gibt es neben den gängigen Vorbereitungen (Wie komme ich hin, was möchte ich mir anschauen, was muss in den Koffer?) noch eine wichtige Frage, die unbedingt geklärt sein sollte: Habe ich alle empfohlenen Impfungen?

Vor jeder Reise sollte man sich vorab über mögliche spezielle gesundheitliche Risiken im Urlaubsland informieren, rät das Gesundheitsamt des Rhein-Neckar-Kreises, das auch für die Stadt Heidelberg zuständig ist. Einen guten ersten Überblick bieten die Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes im Internet (direkter Link).

Die Basis bilden immer die empfohlenen Standardimpfungen für die jeweilige Altersgruppe, denn oft sind bei uns bereits seltene, durch Impfung verhinderbare Erkrankungen im Reiseland noch deutlich häufiger. Wer unsicher ist, ob alle Impfungen auf dem neusten Stand sind, bekommt von der Hausärztin oder dem Hausarzt kompetent Auskunft.

Für viele Reiseziele ist zusätzlich zu den Standardimpfungen auch eine Impfung gegen Hepatitis A empfohlen, gelegentlich auch eine Impfung gegen Typhus oder Tollwut. „Manchmal sind zusätzliche Impfungen gegen Meningokokken oder Gelbfieber sogar verpflichtend und werden bei der Einreise überprüft“, erklärt Dr. Anne Kühn, stellv. Leiterin des Gesundheitsamtes.

Aber nicht nur der Impfstatus sollte aktuell sein. Insbesondere bei Fernreisen bestehen oft besondere gesundheitliche Risiken, gegen die man sich nicht vorab durch eine Impfung schützen kann. Hierzu zählen zum Beispiel Reisedurchfallerkrankungen oder durch Mücken übertragbare Krankheiten wie etwa Malaria.

Hier sind je nach Reiseland, Aufenthaltsdauer und Art der Reise weitere Maßnahmen sinnvoll: So sollte man in vielen Ländern kein Leitungswasser trinken und nur gekochte oder frisch geschälte Lebensmittel zu sich nehmen. Auch auf sorgfältige Händehygiene muss noch mehr als zuhause geachtet werden.

Schutz vor Mückenstichen bietet unter anderem das Tragen von langer, körperbedeckender Kleidung, Schlafen unter dem Mückennetz sowie die Verwendung von Mückenschutzmitteln auf Kleidung und Haut. In manchen Gegenden mit besonders hohem Malariarisiko sollte man zusätzlich vorbeugend regelmäßig Malariatabletten einnehmen, um eine Ansteckung zu vermeiden.

„Lassen Sie sich deshalb bei einer geplanten Fernreise am besten mindestens acht Wochen vor Reisebeginn von Ihrer Hausärztin oder Ihrem Hausarzt oder einem Reisemediziner beraten – damit die einzigen Reisemitbringsel diejenigen bleiben, die Sie sich vor Ort aussuchen“, rät Dr. Anne Kühn.

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