Grüner Vorgarten ohne Schotter

(ck – 30.6.20) Schottergärten sind in Baden-Württemberg schon seit Mitte der 1990-er Jahre nicht zulässig, teilte das Umweltministerium aktuell mit. Sie seien aber leider in Mode gekommen. „Dass die Schottergärten eigentlich verboten sind, ist den meisten nicht bekannt“, erklärte jetzt im Juni 2020 ein Sprecher des Umweltministeriums. Das Verbot soll in der aktuellen Gesetzesnovelle klargestellt werden. 

Aus diesem Grund wird der BUND Sandhausen jetzt in loser Folge eine Artikelserie präsentieren zum Thema „grüner Vorgarten ohne Schotter“, angepasst an die Situation in der Region.

Der Klassiker: Wiese mit einzelnen Kahlstellen 

In vielen Gebieten unserer Region trocknet der Boden durch den Sandanteil schnell aus. Ein sattgrüner englischer Rasen ist deshalb oft unrealistisch und nur durch kostspieligen Einsatz von viel Gießwasser und (Kunst)-Dünger erreichbar. Deshalb muss jeder akzeptieren, dass im Sommer die Wiese im Vorgarten durch Trockenheit einige Wochen lang braune Stellen hat oder sogar ganz verdorrt.

Auch Kahlstellen kommen vor. Das ist nicht weiter schlimm, der nächste Regen versickert hier gut und die Pflanzen treiben schnell wieder grün aus. Auf den Kahlstellen können dann Wildkräuter keimen, die wertvoll für Insekten und Vögel sind. Eine zurückhaltende Düngergabe von einem Naturdünger im späten Frühjahr fördert den grünen Austrieb bei Regen nach Trockenzeiten.

Selten, aber effektiv: Immergrün

Immergrün blüht blau und verträgt sogar Trockenheit,  aber keine Begehung. Immergrün braucht nur eine dünne Humusschicht und gedeiht sogar in Rindenmulch, besonders gut in verrottendem feinem Rindenmulch. Wenn man unter dem Rindenmulch ein Unkrautvlies anbringt, muss man kein Unkraut mehr jäten. Das kleinblättrige Immergrün wächst langsam und muss daher wenig geschnitten werden. Das großblättrige Immergrün wuchert schnell kahle Stellen zu, muss aber regelmäßig zurück geschnitten werden. Besitzer von Immergrün im Vorgarten verschenken gerne Ableger.

Bodendecker Efeu

Bei Efeu denkt man an Mauerbewuchs, aber er wächst auch gut am Boden. Besonders gut gefällt es ihm im Schatten oder an der Nordseite. Efeu erholt sich nicht, wenn er vertrocknet und muss deshalb bei langer Trockenheit etwas gegossen werden. Der weiß-grüne panaschierte Efeu wächst langsam und muss deshalb nur selten geschnitten werden, was den Pflegeaufwand reduziert. Efeu wächst so locker, dass dazwischen gepflanzte Zwiebelpflanzen wie z.B. Schneeglöckchen oder Schneeglanz im Frühjahr austrieben können und sogar verwildern.

C. Kienle – BUND Sandhausen

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