Grußwort zum 500. Geistlichen Wort von Bürgermeister Georg Kletti

Grußwort zur 500. Auflage der Video-Kolumne „Das Geistliche Wort zum Sonntag“ von Arul Lourdu, Pfarrer der Großen Seelsorgeeinheit Leimen-Nußloch-Sandhausen der Katholischen Kirche

Meine herzlichen Glückwünsche zu diesem außerordentlichen Jubiläum sollen mit einem Zitat beginnen: „Denn je mehr die modernen Technologien immer intensivere Verbindungen schaffen und die digitale Welt ihre Grenzen ausdehnt, desto mehr wird der Priester gefordert sein, sich seelsorgerisch damit zu befassen und das eigene Engagement zu steigern, um die Medien in den Dienst des Wortes zu stellen.“

Gesagt wurde dies am Sonntag, 16. Mai 2010 und damit gut eineinhalb Jahre vor der ersten Sendung des „Geistlichen Wortes“ am 9. Oktober 2011, seinerzeit übrigens zum Erntedankfest. Das Zitat stammt jedoch nicht von Pfarrer Arul Lourdu, was ja mit Blick auf das, was folgen sollte, durchaus naheliegen könnte. Sondern von Papst Benedikt XVI.. Genauer: aus dessen „Botschaft zum 44. Welttag der sozialen Kommunikationsmittel“, die den Titel „Der Priester und die Seelsorge in der digitalen Welt – Die neuen Medien im Dienst des Wortes“ trug.

Überdies hielt das Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche fest, dass die „von den technologischen Errungenschaften eröffneten Kommunikationswege bereits unentbehrliche Instrumente“ geworden seien und die digitale Welt Mittel zur Verfügung stelle, die „nahezu unbegrenzte Möglichkeiten der Kommunikation bieten“. Allerdings werde von Priestern die „Fähigkeit verlangt, in der digitalen Welt in beständiger Treue zur biblischen Botschaft präsent zu sein“.

Alles in allem, hob Papst Benedikt XVI. damals hervor, könne der Priester durch die modernen Kommunikationsmittel das „Leben der Kirche bekannt machen und den Menschen von heute helfen, das Gesicht Christi zu entdecken“. Mehr als die Hand des Medientechnikers müsse der Priester bei dem Kontakt mit der digitalen Welt „sein Herz als Mann Gottes durchscheinen lassen, um nicht nur dem eigenen seelsorgerischen Einsatz, sondern auch dem ununterbrochenen Kommunikationsstrom des Internet eine Seele zu geben“.

Zehn Jahre später am 26. Januar 2020 gab es auch von Papst Franziskus eine Botschaft zum Mediensonntag. Unter dem Titel „Der Mensch ist ein Erzähler“ kam er unter anderem zu folgendem Schluss: „Oft werden auf den ‚Webstühlen‘ der Kommunikation keine konstruktiven Geschichten produziert, die die sozialen Bande und das kulturelle Gewebe zusammenhalten, sondern destruktive und provokative Geschichten, die die zerbrechlichen Fäden des Zusammenlebens abnutzen und zerreißen.“

„In einem Zeitalter,“ fährt Papst Franziskus fort, „in dem die Kunst der Fälschung immer raffinierter wird und ein unglaubliches Niveau erreicht hat (deepfake), brauchen wir Weisheit, um schöne, wahre und gute Geschichten aufzunehmen und hervorzubringen. Wir brauchen Mut, um die falschen und bösartigen Geschichten zurückzuweisen. Und wir brauchen Geduld und Unterscheidungsvermögen, um jene Geschichten wiederzuentdecken, die uns helfen, inmitten der Zerrissenheit unserer Zeit nicht den Faden zu verlieren.“

Exakt eine solche schöne, wahre und gute Geschichte erzählt Pfarrer Arul Lourdu nunmehr zum 500. Male. Wobei er sich immer an folgende Vorgabe hält: „Ihr könnt predigen, über was ihr wollt, aber predigt niemals über vierzig Minuten.“ Und so, wie dieses Zitat von Martin Luther stammt, stammt das nächste vom deutsch-amerikanischen Informatiker und Computerkritiker Joseph Weizenbaum: „Das Internet ist ein großer Misthaufen, in dem man allerdings auch kleine Schätze und Perlen finden kann.“ Nichts anderes als ein kleiner Schatz und eine Perle ist sicher nicht nur für mich das „Geistliche Wort“ in der Internet-Zeitung von Friedrich Uthe.

Georg Kletti, Bürgermeister Sandhausen

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