Gut besucht trotz Konkurrenz:
Viele Gäste bei „(W)Einblicke“ im Weinberg
(fwu – 5.5.26) Wer am Tag der Arbeit zu den „(W)Einblicke“ in die Leimener Weinberge hinaufstieg, brauchte etwas Kondition. Der Weg führte vom Naturfreundehaus „Am Gossenbrunnen“ über den ausgeschilderten Fußweg entlang des Leimener Lehr- und Wanderwegs im Geo-Naturpark Bergstraße-Odenwald zum Festgelände. Von Leimen-Mitte aus ging es über den Bärenpfad hinter der katholischen Kirche hinauf: 99 Stufen und weitere Steigungen. Oben wartete der Lohn für die Mühe: der Blick in die Rheinebene und hinüber zu den Pfälzer Bergen.
Der Besuch war stark. Und das, obwohl in der Großen Kreisstadt und ihren Ortsteilen an diesem Feiertag mehr als ein Dutzend Veranstaltungen um Publikum warben. Viele Gäste entschieden sich für die Höhenlage zwischen Leimen und Rohrbach. Sie saßen an langen Bänken, standen mit Weingläsern an Fässern, suchten Schatten oder schauten über die Rebreihen hinaus in die Ebene.
Drei Pavillons gegen die Sonne
Erstmals standen drei große Pavillons auf dem Gelände. Das war keine Nebensache. Die Sonne brannte kräftig vom blauen Himmel, und die Zelte wurden rasch zu den gefragten Plätzen des Tages. Dazu kam Wind. Kein laues Lüftchen, sondern einer, der Gläser klingen ließ und Frisuren zerzauste. Auch die Landfrauen bekamen ihn zu spüren; auf dem Foto sieht man, wie er ihnen tüchtig in die Haare fährt. Das passte zum Tag: ordentlich Betrieb, viel Licht, viel Luft, wenig Stillstand.
Vier Weingüter schenkten aus
Die „(W)Einblicke“ gehören zu den Veranstaltungen der „Weißen Burgunder Charta“, einem Zusammenschluss von 15 Weingütern im Kraichgau und an der Badischen Bergstraße. In Leimen waren vier Weingüter der Gruppe „Badische Bergstraße“ vertreten: die Leimener Weingüter Adam Müller und Seeger, das Weingut Rosenhof aus Ladenburg sowie das Weingut Hans Winter aus Heidelberg-Rohrbach.
Zwischen 11 und 18 Uhr konnten die Gäste inmitten der Weinberge probieren. Winter schenkte Secco und Grauburgunder aus. Der Rosenhof brachte Sauvignon Blanc und Weißburgunder mit. Bei Seeger kamen Chardonnay und Blaufränkisch ins Glas, bei Müller Auxerrois und Spätburgunder Rosé. Matthias Schmidt vom Weingut Rosenhof und Marcus Müller vom Leimener Weingut zeigten sich schon zur Mittagszeit zufrieden mit dem Zuspruch.
Kuchen, Kaffee und Herzhaftes

Für das Essen sorgten zwei Leimener Vereine. Die Landfrauen Leimen unter Leitung von Renate Müller kümmerten sich um Kuchen und Kaffee. Die Aktiven des örtlichen Obst-, Wein- und Gartenbauvereins mit ihrem Vorsitzenden Peter Kalbrunner bereiteten Herzhaftes vor. Kalbrunner hatte an der Weinberghütte des Weinguts Seeger sein Küchenzelt aufgebaut und die Grills aufgestellt. So blieb kaum jemand lange nur beim Wein. An den Tischen standen Wasserflaschen, Teller, Gläser und Brotkörbe. Manche kamen zu Fuß, andere mit dem Rad. Einige blieben lange sitzen. Der Blick arbeitete mit: Reben im Vordergrund, Rheinebene dahinter, Pfälzer Berge am Horizont.
Am Sonntag folgt die Rohrbacher Weinwanderung
Schon am kommenden Sonntag, 10. Mai 2026, ist an gleicher Stelle wieder Betrieb. Dann steht die Rohrbacher Weinwanderung auf dem Erlebniswanderweg Wein und Kultur Heidelberg-Rohrbach und Leimen an. Das Programm läuft von 11 bis 19 Uhr. Um 11 Uhr beginnt die Begrüßung am Einstiegspunkt Soldatenweg, anschließend führt eine gemeinsame Wanderung zu den Ständen. Der Flyer weist ausdrücklich darauf hin, dass am Einstiegspunkt Soldatenweg keine Pkw-Parkplätze bereitstehen. Empfohlen wird die Anreise mit dem öffentlichen Nahverkehr über die Haltestelle Rohrbach-Süd, die rund 200 Meter entfernt liegt. Fahrradstellplätze sind am Einstiegspunkt ausgewiesen.
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