Harmonisches Sommerfest der ev. Gemeinde St. Ilgen

4215 - Sommerfest ev Gemeinde Dilje - 6Im Garten des Martin-Luther-Hauses in St. Ilgen fand das Sommerfest der evangelischen Gemeinde St. Ilgens statt. Hausherr und Gastgeber Pfarrer Jörg Geissler hatte das Thema urlaub für den morgentlichen Gottesdienstes gewählt und überlegt, wie man ein „bisschen Urlaub“ in den nun wieder beginnenden Alltag mitnehmen könnte. Dazu lagen verschiedene Gegenstände auf dem Altar, die an den Urlaub erinnerten: Sand, ein Leuchtturm, ein Strohhut, ein Fernglas, eine Meeresschnecke. Diese ans Ohr gehalten kann man das Rauschen des Meeres zu Hause auf dem Balkon genießen.

4215 - Sommerfest ev Gemeinde Dilje - 4Die Kinder aus dem evangelischen Kindergarten erzählten dazu einige Urlaubsgeschichten und hatten gemalte Urlaubserinnerungen dabei – Sonne, Fische, Blumen. Auf Stecken wurden sie während des von ihnen gesungenen Liedes unter den Gottesdienstbesuchern verteilt – ein schönes Bild.

Der Posaunenchor umrahmte musikalisch den Gottesdienst. Nach dem Ende des katholischen Gottesdienstes kamen auch von dort Mitchristen unter der Führung von Pfarrer Arul Lourdu und der kath. Gesangverein, der den Festbesuchern einige Lieder darbrachte. Am frühen Nachmittag traten zudem nach langer Zeit einmal wieder Tänzerinnen aus den Tanzgruppen des KC Frösche auf, wofür sich Pfarrer Geissler herzlich bedankte.

4215 - Sommerfest ev Gemeinde Dilje - 1Ebenfalls auf dem Fest vertreten war der SSV St. Ilgen, der für die Kinder das beliebte „Entenschießen“ anbot. Auch schminken lassen konnten sich die Kinder, so daß auch für die Kleineren keine Langeweile aufkam. Für Speis und Trank war natürlich bestens gesorgt und es darf gesagt werden: auf kaum einem anderen Fest bekommt man knupsperigere Pommes und leckerere Steaks. Es schmeckte den Gästen vorzüglich.

Urlaubserinnerungen – Pfarrer Jörg Geissler

4215 - Sommerfest ev Gemeinde Dilje - 2

Das Glas mit Sand:

Erinnern Sie sich noch an den Sand zwischen Ihren Zehen,
vielleicht heiß, vielleicht feucht vom Meer?
Wie Sie sich vielleicht ein wenig darin eingegraben haben? …
Erinnerungen können auch Sand im Getriebe sein.
Wir können und brauchen auch nach den Ferien nicht nur zu funktionieren.
Wir dürfen und müssen uns auch Auszeiten gönnen, den „Motor“ ein wenig ins Stottern bringen.
Im Buch des Predigers steht:
Besser eine Handvoll mit Ruhe als beide Fäuste voll mit Mühe und Haschen nach Wind. (4,6)
Der Sabbath, der Feiertag, unser Sonntag als eine Auszeit mitten im Alltag …

Die Meeresschnecke:

4215 - Sommerfest ev Gemeinde Dilje - 3Noch Wochen, nachdem Sie eine Meeresschnecke gefunden oder gekauft haben,
und sie sich ans Ohr halten, hören Sie etwas –
für mich klingt es immer ein wenig nach Meeresbrandung. …
Die Muscheln können uns aber auch daran erinnern,
nach der freien Zeit immer wieder in uns selbst hineinzuhorchen:
Was vermisse ich? Was würde mir jetzt guttun? Was belastet mich?
Sensibel für mich selbst zu sein – das sind „Urlaubsmomente“ mitten im Alltag.

Ein Strohhut

4215 - Sommerfest ev Gemeinde Dilje - 7… be“hütet“ unsere Kopfhaut vor zuviel UV-Strahlen.
Durch die Löcher zieht ein angenehmer Lufthauch.
Auch für die stechende Hitze in unserem Alltag gibt es einen solchen Schutz.
Wenn es manchmal heiß hergeht, bei der Arbeit, bei einem Streit …
Der Strohhut erinnert mich an diesen Schutz.
Für ihn hat der Psalmbeter folgendes Wort gefunden –
(Psalm 121,5f)
5 Der HERR behütet dich; der HERR ist dein Schatten über deiner rechten Hand,
6 dass dich des Tages die Sonne nicht steche noch der Mond des Nachts. ….

Das Segelboot:

4215 - Sommerfest ev Gemeinde Dilje - 8Treibt auf dem weiten Meer, braucht Ziel, um sich zu orientieren …
Sich neue Ziele zu setzen, um nicht einfach „in den Tag hinein zu leben“.
Aber auf dem Weg dorthin, auch einmal zu ankern. …

Ein Fernglas

Über weite Distanzen lässt es Dinge erkennen, Gegenstände, Gebäude, Wege, Menschen. …
Das Fernglas verschafft uns Weitblick.
Lässt uns erkennen, wie wir am besten zu unserem Ziel kommen.

Der Leuchtturm:

4215 - Sommerfest ev Gemeinde Dilje - 9Der Leuchtturm erinnert mich an noch etwas anderes, was nicht nur in den Ferien gilt: ….
Christen stehen mit beiden Beinen fest auf dem Boden und haben dennoch den Kopf immer schon ein wenig im Himmel. …
Mit beiden Beinen auf der Erde stehen, also den Realitäten des Lebens nicht entfliehen, aber uns zugleich auch nicht in den Widrigkeiten und manchmal auch Banalitäten des Alltags verlieren.

Die Postkarte:

4215 - Sommerfest ev Gemeinde Dilje - 10Feriengrüße per Postkarte sind ja in der Regel auf das Wesentliche reduziert:
Essen und Wetter gut, Menschen nett.
Reduzieren Sie auch im Alltag das Leben gelegentlich auf das Wesentliche:
Einen Spaziergang bei schönem Wetter, ein leckeres Abendessen,
ein paar Stunden mit lieben Menschen.

Der Fisch:

Zwischen all den Erinnerungsstücken klein, fast unscheinbar, ein Fisch, der Ichthys als Symbol des Glaubens. Für mich sagt er in diesem Zusammenhang zweierlei:
4215 - Sommerfest ev Gemeinde Dilje - 11Einmal passt der Fisch zu den anderen maritimen Symbolen dieser „Erinnerungsschale“. Im Glauben können wir Geborgenheit finden wie ein Fisch im Wasser – egal ob im Urlaub oder im Alltag: Der Glaube ist der Lebensraum, in dem wir leben dürfen.
Vor der winterlichen Postkarte und dem Edelweiß ist der Fisch aber auch ein Fremdkörper.
Der Glaube als ein Störfaktor, den wir im Alltag brauchen, um uns nicht zu verlieren, sondern uns an den zu erinnern, zu dem wir gehören: Zu Gott.

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