Heidelberg kurzerhand eingemeindet – Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie …

(fwu – 17.2.20 –  Rubrik Humor) In Heidelberg wird die Stadthalle saniert und umgebaut, was einen Rattenschwanz an ungeahnten Auswirkungen hat und nun am Ende sogar dazu führt, dass Heidelberg zu einem Stadtteil von Leimen – DER GROSSEN KREISSTADT LEIMEN – wurde! Oder wurde die Stadtgrenze Heidelbergs nur um 100 Meter nach Süden verschoben? Heidelberg also quasi um einen Stadtteil Rohrbach-Süd-Süd erweitert? Fragen über Fragen…

Bringen wir einmal Licht in das Dunkel und suchen wir es am Ende des Tunnels: Die Heidelberger Karnevalsgesellschaft Perkeo feiert traditionell ihre große Prunksitzung in der Heidelberger Stadthalle. Die wird jedoch momentan saniert und umgebaut – siehe oben. Perkeo wurde also Prunksitzungs-heimatlos. Als neue Heimat wurde das LEIMENER Portlandforum auserkoren, das allerdings nur einen Nachteil – aus Sicht der Heidelberger Perkeo-Jünger hat. Es liegt nicht in Heidelberg, sondern in DER GROSSEN KREISSTADT LEIMEN. Und in der Fremde feiern geht für die Perkeo-Gesellschaft gar nicht!

Also erfolgte der Perkeo-Beschluss, dass „Bobbele City“ kurzerhand in Perkeo’s (sic!) Residenzstadt Heidelberg eingemeindet wird, was auf der Prunksitzung gleich zu Beginn verkündet und per Stadtschild gezeigt wurde. Doch das erfolgte nur auf der Bühne.

Mit preußischer Gründlichkeit: Umbenennung ausgeführt. v.l.: Matthias Müller, Thorsten Niemzik, Wilfried Staber

In der Realität sah es hingegen ganz anders aus! Die Leimener Perkeo-Ehrensenatoren Matthias Müller, Thorsten Niemzik und Wilfried Staber hatten von der geplanten „Eingemeindung Leimens“ im Vorfeld Wind bekommen und so schlug das Imperium zurück! Rechtzeitig vor der Prunksitzung wurde ein neues Ortsschild an der kommunalen Grenze angeschraubt, das beweist, dass in Wirklichkeit (also nicht nur auf der Sitzungsbühne, sondern wirklich in der echten WIRKLICHKEIT!) Heidelberg zu einem Stadtteil von Leimen wurde.

Dies wurde dann auch auf der Bühne der Prunksitzung von Leimens Oberbürgermeister Hans Reinwald bestätigt, der zum Nachweis auch gleich das „Eingemeindungs-Ortsschild“ als Duplikat mitbrachte. Somit war klar, wer Koch und wer Kellner ist und wo Bartel den Most holt und wer hier wen eingemeindet. Punkt, Satz  und Sieg für Leimen.

v.l.: Matthias Müller (Weingut Müller), Perkeo-Ehrensenator, Andreas Ziegler, Vize-Präsident der Perkeo-Gesellschaft, Thomas Barth, Perkeo und Präsident der Perkeo-Gesellschaft, Wilfried Staber, Opernsänger am Theater Heidelberg und Perkeo-Ehrensenator und Thorsten Niemzig, Perkeo-Ehrensenator

Als dann noch seitens des Leimener Weingutes Adam Müller ein Fass vorzüglichen Weines Alte Reben an den Elferrat der Perkeo-Gesellschaft gespendet wurde, fügten sich die Neuleimener in ihr glückliches Schicksal. Einen Schuss Essig schütteten sie allerdings doch noch in die glückselige Stimmung. Leimen ist mit der Eingemeindung des Stadtteiles Heidelberg um 300 Millionen Euro Schulden, 16 grüne Stadträte und zwei grüne Bürgermeister reicher ärmer. So gesehen ist das mit dem Aschermittwoch (da ist alles vorbei und es wird rückabgewickelt) nicht schlecht …

Abgesehen von diesen politischen Verwerfungen war die Prunksitzung natürlich ausverkauft, die Stimmung bestens und der Rahmen der Portlandforum-Festhalle hervorragend geeignet. Und bis die Sanierung der Heidelberger Stadthalle abgeschlossen ist, bleibt Leimen Prunksitzungsheimat des Perkeos. 

 

 

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