Heidelberg/Leimen:
Überteuerte Teppichreinigung; Kripo ermittelt

(pol – 6.2.18) Die Kriminalpolizeidirektion Heidelberg ermittelt wegen des Verdachts des versuchten Wuchers und des versuchten Betruges gegen zwei 18 und 25 Jahre alte Geschäftsmänner aus Wiesloch und Leimen. Eine 77-jährige Frau aus der Altstadt hatte die beiden Verdächtigen, die für eine Firma in Leimen beschäftigt sind, Ende Januar damit beauftragt, ihre fünf Teppiche zu reinigen, einer davon  sollte repariert werden.

Nach anfänglich geforderten 16.000.- Euro reduzierte sich der Preis schließlich auf 11.000.- Euro abzüglich eines Rabatts. Da die Seniorin wegen des offensichtlich hohen Preises zunächst verunsichert war, wurde sie von dem 25-Jährigen durch geschickte Argumentation  überredet, die Reinigungen und die Reparatur vornehmen zu lassen.

Als ein Verwandter der 77-Jährigen davon erfuhr, informierte er sofort die Polizei. Die wartete bereits in der Wohnung der Altstädterin, als die beiden Verdächtigen die Teppiche am Montagnachmittag (5.2.) wieder anlieferten. Bei der Überprüfung wurde festgestellt, dass die Reparatur nicht stattfand und zweifelhaft ist, ob die Teppiche überhaupt gereinigt wurden. Eine Geldübergabe fand nicht statt. Die Teppiche wurden der Seniorin ausgehändigt.

Die beiden Verdächtigen, die keine Identitätspapiere oder Reisegewerbekarten dabei hatten, wurden nach Beendigung der Formalitäten wieder auf freien Fuß gesetzt. Die Ermittlungen des Betrugsdezernats der Kriminalpolizeidirektion Heidelberg dauern an.


Tipps gegen unseriöse Teppichwäscher

– Überlegen Sie sich vorher – abhängig vom Wert des Teppichs – bis zu welcher Summe sich eine Reinigung lohnen würde.
– Fahren Sie vorab beim Geschäft des Teppichwäschers vorbei und lassen Sie sich zeigen, wie gewaschen wird.
– Erkundigen Sie sich in der Nachbarschaft des Geschäfts, wie lange es das Geschäft schon gibt. Ist es alt eingesessen oder relativ neu.
– Seriöse Reinigungsfirmen findet man am besten auf Empfehlung im Freundes- oder Bekanntenkreis.
– Leisten Sie nie Vorkasse.
– Geben Sie nie den Teppich heraus, ohne die Durchschrift einer umfassenden Auftragsbestätigung erhalten zu haben.
– Wer bereits einen Vertrag bei sich zuhause abgeschlossen hat, kann diesen 14 Tage lang widerrufen.
– Lassen Sie sich bei der Herausgabe des Teppichs nicht zu lange vertrösten.
– Gibt es Zweifel, dass es mit rechten Dingen zugeht, bitte schnell die örtlich zuständige Polizei einschalten oder den Polizeinotruf 110 wählen.


Weitere Polizeimeldungen finden Sie in der Kategorie „Unerwünschtes


 

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