Heimatmuseum Sandhausen – Raum 3: Ein Wandtresor als Prunkstück

Wir führen Sie nach Raum 1 und Raum 2 nun weiter durch unser Heimatmuseum. Bis das Museum in Sandhausen wieder voraussichtlich im September geöffnet sein wird, werden wir in den nächsten Wochen die einzelnen Museumsräume vorstellen. Wir konzentrieren uns dabei auf bestimmte Ausstellungsstücke, weshalb wir mit dieser Vorstellung keine Vollständigkeit beanspruchen.

Die nachfolgenden drei Bilder verdeutlichen die folgende Textdarstellung:

Der Raum befindet sich im Erdgeschoss. In Zeiten des Rathauses war dort das Versicherungsamt, das Amt für Ausländerwesen und die Redaktion des Gemeindeblattes untergebracht. Man stelle sich im Raum 3 den Versuch vor, den Sicherheitsabstand von 1,50 Metern einzuhalten. … ein unmögliches Unterfangen.

Die Verweildauer der Besucher ist auch heute in diesem Raum am längsten. In diesem Raum haben wir in den letzten Jahren einiges umgestaltet. Neben einem neuen Anstrich und Umbau des tristen Wandschranks wurde daraus eine helle und beleuchtete Wandschrankvitrinen. Der Blickfang bildet daher der Wandtresor, der früher teils durch Wandtafeln bedeckt war und heute in neuer Farbe erstrahlt. (siehe Bild 1)

Im Raum verdeutlichen neu entworfene Bildtafeln mit neuen und alten Photografien den Wandel unserer Gemeinde in den letzten Jahrzehnten. Dazu ergänzen Vorher-Nacher die Bildersammlung. (siehe Bild 2) Unweigerlich regt der Raum die Besucher dazu an, über die gezeigten Örtlichkeiten leidenschaftlich zu diskutieren: „Kennst du noch…?“ oder „Wo war das noch?“ sind Fragen, die sich die Besucher vor den Bildern gerne stellen. Ergänzt wird die Darstellung mit einer Tafel über die Sandhäuser „Utznamen“ (Necknamen). Diese verschrobenen Namen sorgen oft für Erheiterung und Belustigung. „Das war doch der…?“, so hört man die älteren Besucher vor der Tafel sagen. Ihr Wissen geben sie dann gerne an die jüngeren Besucher weiter. Spielerisch kommen sie dann auch mit dem Sandhäuser Dialekt in Berührung.

Unter anderem wird in der Wandvitrinen über Persönlichkeiten berichtet, die mit Sandhausen in besonderer Verbindung stehen. Ein Wohltäter, ein Soldatengeneral oder ein Verfassungsrechtler und noch ein paar mehr werden in der Vitrine vorgestellt. Sie fragen sich sicherlich jetzt, welche Persönlichkeiten eigentlich?! Das verraten wir vorerst nicht. Dafür lohnt sich der Besuch im Museum.

Marcus Fridericus Wendelinus wollen wir hier aber dennoch erwähnen. Er wurde 1584 in Sandhausen geboren und verließ für sein Theologiestudium den Ort. Zu Lebzeiten beschäftigte er sich mit theologischen und naturwissenschaftlichen Fragen, was dazuführte, dass er allerhand wissenschaftliche Bücher schrieb. Eins von diesen Büchern ist auch in der Wandvitrine ausgestellt. Das Buch ist ein besonderes Schmuckstück aus dem Jahre 1625. Nicht nur das hohe Alter ist bemerkenswert, sondern auch die handschriftliche Signatur von Wendelinus höchstpersönlich. (siehe Bild 3)

Schließlich entführt auch Raum 3 in eine wechselvolle Zeit, in der man begann, die Gemeinde bildhaft durch Photographien festzuhalten. Die Photographien verbinden nicht nur das Heute mit dem Jetzt, sondern schlagen eine Brücke zwischen Jung und Alt. Aus diesem Grund ist es für alle Generationen ein eindringliches Erlebnis, in diesem Raum zusammenzutreffen und sich auszutauschen. Dafür lohnt sich der baldige Besuch im Museum wieder. Es wird sicher bald wieder möglich sein. Bis dahin können Sie sich auf www.heimatverein-sandhausen.de weiter über unser Museum und über unsere Aktivitäten informieren.

Für den VHV 1952: Jonas Scheid, Günter Wittmann, Lars Kieneck

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