Helfer und christlicher Pfeiler: Ev. Gemeindeverein spendet 3.500 €

(wm – 20.10.21) In Zeiten, in denen nur noch knapp 60% eines Jahrgangs zur Konfirmation gehen und in beiden großen Kirchen die Austrittswilligkeit ungebrochen ist, sieht sich der Gemeindeverein in der Pflicht, darauf hinzuweisen, was die eigene Kirchengemeinde leistet und wo man selbst als Helfer in der Not einspringt und hilft“, so der Vorsitzende des Evangelischen Gemeindevereins, Wolfgang Müller, in seinem Begrüßungs-Statement bei der diesjährigen Mitgliederversammlung.

Dazu passte dann auch die pfarrliche Ergänzung von Pfarrerin Lena Hupas, der 2. Vorsitzenden des Vereins, mit ihrem Kurzbericht vom Konfirmandentag und seinem Motto „Ich bin ich – Stärken und Schwächen erkennen“. Denn bei aller kritischer Selbsteinschätzung und Eigenkritik, ist es doch höchst besorgniserregend, dass sehr viele Mitbürger/innen Leistungen der Kirchen, ob in Kindergärten, Schulen, Krankenhäusern oder in Altersheimen, in Anspruch nehmen, sich aber gleichzeitig innerlich und finanziell durch ihren Kirchenaustritt nicht nur von ihrer Kirchengemeinde, sondern auch von den Wurzeln unserer christlichen Identität und unserer Kultur verabschiedet haben.

Wolfgang Müller, Vorsitzender ev. Gemeindeverein

Deshalb, so der Vorsitzende Wolfgang Müller, möchte sich der Gemeindeverein, der 1892 als „Schwesternverein“ und mit häuslicher Krankenpflege begann, weiterhin als Förderverein für die eigene Kirchengemeinde vor Ort ausrichten und helfen, wo man gebraucht wird. Im Hinblick auf den Zweck des Vereins, wonach die Förderung und Unterstützung diakonischer Dienste in der evangelischen Kirchengemeinde erfolgen soll, entspricht dies auch der Satzung. Und die seit Jahrzehnten sehr solide finanzielle Lage des Vereins – wie der Rechner Klaus Ludwig berichtete und Kassenprüfer Horst Hellinger attestierte – mit seinen 300 Mitgliedern und einem erfreulichen Spendenaufkommen lässt dies gottlob zu. 

So wird man – und dies beschloss die Mitgliederversammlung einstimmig – das Projekt „Familienpaten“ auf die Dauer von drei Jahren mit jährlich 2.500 Euro unterstützen. Bei diesem Projekt geht es darum, Familien oder Alleinerziehenden, die unverschuldet durch z.B. Krankheit, Arbeitslosigkeit oder Trennung an ihre Grenzen gestoßen sind, zu helfen. 

Die evangelische Mauritiuskirche in Leimen

Des Weiteren beschloss man, dem Diakonieausschuss des Kirchengemeinderats jährlich 1.000 Euro zur Verfügung zu stellen, um Notleidenden, die an der Türe des Pfarramts läuten, schnell und unbürokratisch zu helfen. 

Zum Schluss der Versammlung blieb dem Vorsitzenden nur noch der Dank an alle Mitglieder für eine konstruktive Sitzung, ehe Pfarrerin Lena Hupas die Versammlung mit einem Gebet schloss. 

 

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