Herdenschutzhund im Tierheim sucht neue Heimat bei starkem Herrchen

(ttt – 26.5.20) Auch bei Hunden gibt es eine Art „Modeerscheinung“. Herdenschutzhunde sind seit einiger Zeit genauso ein Phänomen. Diese Hunde werden oft weitergereicht, da man ihnen in der Stadt nicht gerecht werden kann. Im Tom-Tatze-Tierheim in Walldorf ist nun leider Arthur eingezogen, ein 2jähriger Kangal-Mix. Er hatte in seinem Leben bereits drei Vorbesitzer! Rassebedingt befindet er sich noch im Wachstum und erinnert in seiner Art an Teenager. Wenn er erst einmal Vertrauen gefasst hat, ist er zu seinen Menschen sehr verschmust und lieb.

Die Gründe für seine vielen Vorbesitzer sind in der Rasse zu suchen. Denn wer sich im Vorfeld nicht mit Herdenschutzhunden auseinandersetzt, wird schnell überfordert sein. Einer solchen Rasse kann man nicht in der Stadt gerecht werden. Ursprünglich sollte ein solcher Hund auf seine Herde aufpassen und sie vor Feinden schützen. Dazu wurde auf eine hohe Selbstständigkeit und Durchsetzungsfähigkeit Wert gelegt.

Schnell eigenständige Entscheidungen treffen, das klingt zunächst schön, kann sich aber zu einem Problem entwickeln. Solche Hunde wollen nicht um jeden Preis gefallen. Auch wenn Arthur ein grundsätzlich freundlicher Hund ist, er wird sich bei Fremden immer sehr wachsam verhalten und unter Umständen schnell reagieren.

Hunde wie Arthur brauchen eine sinnvolle Aufgabe. In der Erziehung muss man besonders konsequent sein. Übertriebene Härte ist vollständig zu vermeiden. Vertrauen und innere Autorität überzeugen ihn mehr. Enger Kontakt zum Menschen ist daher für Herdenschutzhunde sehr wichtig. Bindungsfördernde Aktivitäten führen dazu, dass der Hund – wenn er dem Menschen vertraut – sein Handeln nach dem Menschen richtet, statt selbst zu entscheiden.

Ein Paradies für Herdenschutzhunde, wie Arthur einer ist, ist ein großes eingezäuntes Grundstück ohne Nachbarn. Vertrauen und innere Autorität überzeugen ihn, und wenn sie erst einmal seine Liebe und Respekt errungen haben, wird Arthur (fast) alles für Sie tun.

Neugierig geworden? Erkundigen Sie sich im Tom-Tatze-Tierheim, lassen Sie sich Zeit bei der Entscheidung und geben Sie Arthur dann ein neues Zuhause auf Lebenszeit.

 

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