Heute ist Welt – Tuberkulosetag

3451 - Robert Koch

Robert Koch. Fotogravur nach einer Fotografie von Wilhelm Fechner, um 1900

(rnk – 24.3.14) Am 24. März jährt sich die Präsentation der Entdeckung des Tuberkulose-Bakteriums durch Robert Koch im Jahr 1882 in Berlin. Frei übersetzt nach dem Motto „Tuberkulose erkennen, verhindern, heilen: alle erreichen“ wird beim Welttuberkulosetag 2014 insbesondere die Solidarität zu den Ländern der „Dritten Welt“ bekundet, in denen Tuberkulose nach wie vor ein großes Gesundheitsproblem darstellt und neben Malaria und AIDS zu den häufigsten Infektionskrankheiten zählt. Ziel des Gedenktages ist es, das öffentliche Bewusstsein für diese Krankheit, an der allein im Jahr 2012 weltweit etwa 1,3 Millionen Menschen starben, zu schärfen. Das Gesundheitsamt des Rhein-Neckar-Kreises informiert anlässlich des Welttuberkulosetages über die Situation im Rhein-Neckar-Kreis.

„In der Rhein-Neckar-Region bewegt sich die Zahl der Tuberkulosefälle seit einigen Jahren auf einem konstant niedrigen Niveau“, berichtet Dr. Oswinde Bock-Hensley vom Gesundheitsamt des Rhein-Neckar-Kreis und verweist in diesem Zusammenhang auf die langjährige und sehr gute Zusammenarbeit mit der Thoraxklinik-Heidelberg und den niedergelassenen Lungenfachärzten. Während im Rhein-Neckar-Kreis und in Heidelberg im Jahr 1982 noch 266 entsprechende Erkrankungsfälle nachgewiesen wurden, gab es im Jahr 2013 im Rhein-Neckar-Kreis und in Heidelberg insgesamt lediglich 32 Tuberkulosefälle. Von den erkrankten Personen stammen zwölf aus Deutschland, 20 Personen aus dem Ausland. Auffällig ist, dass sich mehr Männer (20) als Frauen (12) mit der Krankheit infizierten, die in 20 Fällen als Lungentuberkulose und in acht Fällen als Lymphknotentuberkulose auftrat.

Aufgrund guter medizinischer Versorgung und Hygiene sowie intensiven Therapiemöglichkeiten ist die Tuberkulose in Deutschland eindeutig rückläufig und gut behandelbar. Allerdings kann die Krankheit noch immer lebensbedrohlich sein und sich unter bestimmten Bedingungen schnell ausbreiten. Experten gehen davon aus, dass eine an offener Tuberkulose erkrankte Person, die nicht behandelt wird, innerhalb eines Jahres rund zehn bis fünfzehn weitere Personen ansteckt. Aus diesem Grund stellt die Krankheit die Behörden und Institutionen weiterhin vor stetige Herausforderungen und darf nicht unterschätzt werden.

Die Überwachung der Therapie von Tuberkulosepatienten liegt in der Zuständigkeit der Gesundheitsämter. Zu deren Aufgabenspektrum gehört ebenfalls die Ermittlung und Untersuchung von Personen, die mit den Erkrankten in Kontakt stehen und somit ebenfalls gefährdet sind. Diese Umgebungsuntersuchung (Tuberkulose-Bluttest) im Gesundheitsamt dient auch dazu, die Quelle der Krankheit aufzuspüren und die Bürgerinnen und Bürger somit optimal vor der Tuberkulose zu schützen. Sie ist ein wichtiger Schritt in der Tuberkulosediagnose, besonders hinsichtlich der präventiven Behandlung latenter Infektionen.

Die Ansteckung mit Tuberkulosebakterien erfolgt von Mensch zu Mensch durch Tröpfcheninfektion. Der Zeitraum von der Infektion bis zum Ausbruch der Krankheit liegt zwischen zwei Monaten und mehreren Jahren.

Weitere Informationen zur Tuberkulose und zum Welttuberkulosetag gibt es auf der Homepage des Robert Koch-Instituts unter www.rki.de/tuberkulose sowie beim Gesundheitsamt des Rhein-Neckar-Kreises unter der Telefonnummer 06221 / 522 – 1824.

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