Hohlwegbewuchs zurückgeschnitten: Lebensraum für kleine Sonnenanbeter gesichert

(lev – 26.12.22) In einer erfolgreichen Naturschutzaktion wurde ein zugewachsener Hohlweg gepflegt und damit sowohl ein Kulturzeugnis als auch ein wertvoller, geschützter Lebensraum bewahrt.

Die Freude stand Katrin Naumann, Gebietsreferentin beim Landschafts-Erhaltungsverband (LEV) Rhein-Neckar e. V., am Ende eines internen Landschaftspflegetages ins Gesicht geschrieben: Einer der schönsten Hohlwege im Löß der Region bei Rauenberg, Ortsteil Rotenberg, präsentiert sich wieder in hervorragendem Zustand.

Für die Pflegemaßnahmen hatten die fünf LEV-Mitarbeitenden, die Naturschutzbeauftragte vom GVV Rauenberg, Jaqueline Geiger, sowie Franz Sieber mit zwei Kollegen vom Verein für Naturschutz 1982 Rauenberg e.V. kräftig angepackt. Es galt, unerwünschten Bewuchs zu entfernen, damit der Hohlweg nicht verbuscht. Auf den besonnten Lößwänden und den oberen Hohlwegrändern hatten sich Robinien und Pappeln ausgebreitet, die mit Astscheren und Motorgerät entfernt wurden.

Auf der Schattenseite gebot man dem wuchernden Efeu Einhalt. Dabei durften die bröckeligen Lößwände nicht beschädigt werden. Unermüdlich wurden von den Aktiven etliche Planen voller Schnittgut zu Tal gebracht und zerkleinert. Am Ende des Tages konnte man anhand des großen Schnittguthaufens sehen, welcher Einsatz für Natur und Umwelt geleistet wurde. Nach dem Arbeitseinsatz hat man sich noch gemeinsam mit Brezeln und Getränken gestärkt und sich bereits für einen neuen Landschaftspflegetag im nächsten Jahr verabredet.

Hohlwege sind absolute Raritäten der Kulturlandschaft, entstanden durch Befahren, Huftritt und Erosion, wobei sie sich im Lauf der Zeit immer tiefer einschnitten. In Baden-Württemberg zählen sie zu den geschützten Biotopen, denn gerade in Lößgebieten stellen sie wertvolle Lebensräume dar. Vor allem etliche Wildbienenarten, aber auch Mauereidechsen und einige seltene Pflanzenarten kommen hier vor. Diese sonnenliebenden Arten brauchen vegetationsfreie Stellen zum Leben und zur Fortpflanzung. Natürlich nutzen auch Fuchs und Dachs das lockere Sedimentgestein gern für ihre Bauten.

Leider gibt es nicht mehr viele intakte Hohlwege. Oft wurde die Sohle befestigt oder mit Müll verfüllt, und ohne Nutzung oder Pflegemaßnahmen wachsen sie zu. Auch Mountainbiker gefährden diese fragilen Lebensräume.

Im nächsten Frühjahr werden die ersten wärmenden Sonnenstrahlen nun wieder ungehindert auf die Lößwände im Hohlweg gelangen und die kleinen Bewohner wachkitzeln.

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