Impfung gegen Corona reduziert den Müllberg

(pm – 15.11.21) Corona-Tests in Schulen, Corona-Tests für Zugang zu Veranstaltungen – die Müllberge durch die Test-Materialien wachsen.

Corona-Test-Restmüll am Fr.-Ebert-Gymnasium in Sandhausen

In Baden-Württemberg gibt es etwa 1,5 Millionen Schülerinnen und Schüler, diese werden 3 Mal pro Woche mit einem Schnelltest getestet. Das ergibt pro Woche 4,5 Millionen Tests allein in Baden-Württemberg, die dann nach Gebrauch sofort weggeworfen werden, meist in den Restmüll. Insgesamt ergibt das Testen im ganzen Schuljahr (bei 30 Schulwochen) etwa 135 Millionen = 135000000 Tests, die alle im Müll landen.

Jeder Corona-Test verursacht Müll, der schwer trennbar ist und verbraucht Ressourcen an Papier und Plastik, die anderweitig nützlicher wären. Wer vollständig gegen den Corona-Virus geimpft ist, muss nicht mehr so oft getestet werden und spart so Ressourcen.

Laut dem Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) produziert die Menschheit insgesamt rund 300 Millionen Tonnen Plastikmüll im Jahr.

Auch die deutschen Haushalte haben seit Ausbruch der Corona-Pandemie mehr Müll verursacht. Die eingesammelte Menge von Plastik, Leichtverpackungen sowie Glas ist laut einer Erhebung des Bundesverbandes der Entsorgungs-, Wasser- und Rohstoffwirtschaft (BDE) im vergangenen Jahr um jeweils rund sechs Prozent gestiegen. Umweltschützer fordern deshalb eine Ausweitung des Mehrwert- und Pfandsystems.

Wohin mit den Masken?

OP-Masken bestehen zwar aus einem Papiervlies, sie dürfen aber nicht im Altpapier entsorgt werden. Gleiches gilt für die FFP2-Masken, die ebenfalls aus einem Polyester-Filtervlies hergestellt werden. Diese Varianten sowie die Modelle mit der Kennung KN95/N95 müssen im Restmüll landen, erläutert die Initiative „Mülltrennung wirkt“.

Auf keinen Fall sollten Schutzmasken in der Toilette hinuntergespült werden – denn anders als Toilettenpapier löst sich dieses Papier nicht auf. Vielmehr können sich die Masken in der Kanalisation mit anderen Gegenständen verknoten und das Abwassersystem verstopfen.

Einweghandschuhe sollte ebenfalls in den Restmüll gegeben werden, raten die Entsorgungsexperten. Der Kunststoff, aus dem sie bestehen, ist zu speziell für die übliche Entsorgung von Plastikmüll in der Grünen Tonne.


Mit (pm – Datum) als Redaktionskürzel versehene Artikel sind Pressemitteilungen (pm) von Parteien oder Organisationen, die wir i.d.R. als ungekürzter und uneditierter Originaltext veröffentlicht. Sie geben nicht die Meinung der Meinung der Redaktion wieder. Die obige PM wurde von C. Kienle (BUND Sandhausen) zur Veröffentlichung an Leimen-Lokal gesandt.


 

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