Informationen aus erster Hand – MdB Dr. Castellucci besucht Berufsfachschule maxQ

(cv – 9.8.18) Die Schülerinnen und Schüler von zwei Migrantenklassen an der maxQ Fachschule für Altenpflege und Altenpflegehilfe in der Englerstraße in Heidelberg waren alle sehr aufgeregt. Denn für sie gab es kurz vor Ferienbeginn eine besondere Form des Unterrichts. Der Bundestagsabgeordnete und Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion für Migration und Integration, Lars Castellucci hatte seinen Besuch angekündigt. Gleich zwei Schulstunden nahm sich Castellucci Zeit, um sich den Fragen der Geflüchteten in Ausbildung zu stellen. Die anfängliche Zurückhaltung der Schüler war schnell verflogen, denn sie erlebten einen sehr sympathischen und authentischen Abgeordneten, der klare Worte zur derzeitigen Migrations- und Integrationspolitik fand.

Mit den täglichen Problemen der einzelnen Schüler, die aus Kriegs- und Krisengebieten nach Deutschland flüchteten, konfrontiert, stellte sich Castellucci als Diskussionspartner und trat mit der Klasse in einen Dialog. Er antwortete offen, kam sogar ein wenig ins Plaudern. Da ein Großteil der Migrantenklasse nur geduldet ist, beschäftigt die Schüler besonders die derzeitige Abschiebepraxis. Sie befürchten, dass sie ihre Berufsausbildung in der Pflege nicht beenden können, weil sie plötzlich in ihre Herkunftsländer abgeschoben werden, denn die angestrebte 2+2 Regel, das bedeutet gesicherter Aufenthaltsstatus während der 2-jährigen dualen Berufsausbildung und weiterer 2 Jahre als angestellte Fachkräfte in einer Pflegeeinrichtung, wurde vom Bundestag noch nicht beschlossen.

Der Bundestagsabgeordnete versprach diese Thematik mit nach Berlin zu nehmen. Gestellt wurden auch Fragen zum Seehofer-Masterplan und zur Position der SPD. „Wenn jemand aus einem unsicheren Herkunftsland hier ist und sich bemüht, eine Schul- und Berufsausbildung, besonders im Pflegesektor, in dem Fachkräfte verzweifelt gesucht werden, zu machen, oder einen Arbeitsplatz gefunden hat, muss er eine Chance bekommen, hier bleiben zu dürfen“, betonte Castellucci.

Schnell war die Zeit zerronnen. Die Schulleiterinnen, Astrid Lacipieras und Nadin Knaus bedankten sich bei Lars Castellucci für den interessanten und regen Austausch mit den Schülern und für sein offenes Ohr für die tägliche Problematik der Schulleitung. Der Abgeordnete dankte allen Anwesenden für die Gelegenheit zum unmittelbaren Dialog und zollte der Schulleitung, den Dozenten und den Schülerinnen und Schülern seinen größten Respekt für die täglich zu leistende Arbeit und ihren Einsatz bei der Betreuung von Demenzerkrankten.

„Unsere Gesellschaft braucht gut ausgebildete Altenpfleger und Altenpflegehelfer. Sie haben sich für eine verantwortungsvolle und gesellschaftspolitisch wichtige Aufgabe entschieden, indem sie Verantwortung für ältere Menschen übernehmen. Sie sind Botschafter für Geflüchtete und Migranten“, sagte Castellucci abschließend.

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