Jugendberufsagentur als zentraler Ansprechpartner im Übergang zwischen Schule und Beruf

(v.l.n.r).: Thomas Edinger, Geschäftsführender Schulleiter der Beruflichen Schulen des Rhein-Neckar-Kreises, Frank Schäfer, Leiter des Staatlichen Schulamtes Mannheim, Klaus Pawlowski, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Heidelberg, Stefan Dallinger, Landrat des Rhein-Neckar-Kreises, Norbert Hölscher, Geschäftsführer des Jobcenters Rhein-Neckar-Kreis, und Silvia Kempf, Sozialdezernentin des Rhein-Neckar-Kreises.

(rnk – 12.1.23) „Unser Anspruch lautet: Kein Jugendlicher, kein junger Erwachsener darf bei der Förderung der beruflichen und sozialen Integration verloren gehen – denn die Jugendlichen von heute sind die Fachkräfte von morgen. Ich bin daher sehr zufrieden, dass wir nun gemeinsam mit unseren Partnern die Kooperationsvereinbarung zum Aufbau einer Jugendberufsagentur im Rhein-Neckar-Kreis unterzeichnet haben.“ Der Landrat des Rhein-Neckar-Kreises, Stefan Dallinger, zeigte sich nach seiner Unterschrift erfreut, dass man nun eine noch stärker an den Bedarfen der Jugendlichen ausgerichtete Betreuung, Förderung und Integration erwerbsfähiger junger Menschen unter 25 Jahren ermöglichen könne.

Neben Dallinger (für den Landkreis) unterschrieben beim Termin am Montag, 9. Januar 2023, im Landratsamt in Heidelberg auch Klaus Pawlowski (Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Heidelberg), Norbert Hölscher (Geschäftsführer Jobcenter Rhein-Neckar-Kreis), Frank Schäfer (Leiter des Staatlichen Schulamtes Mannheim) und Thomas Edinger (Geschäftsführender Schulleiter der Beruflichen Schulen im Rhein-Neckar-Kreis) die Kooperationsvereinbarung zum Aufbau einer Jugendberufsagentur. Diese bietet zukünftig als Zusammenschluss aus Jobcenter, Arbeitsagentur, Jugendhilfe des Landkreises sowie den allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulen eine schnelle, unkomplizierte Unterstützung aus einer Hand und fungiert so als Ansprechpartner für unterschiedlichste Angelegenheiten im Übergang zwischen Schule und Beruf. Insbesondere sollen die Mitarbeitenden der unterschiedlichen Rechtskreise im Einzelfall engmaschig und abgestimmt kooperieren.

 

Statements:

Klaus Pawlowski, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Heidelberg: „Eine Jugendberufsagentur ist ein Erfolgskonzept! Die enge und verzahnte Zusammenarbeit aller Partner vor Ort ermöglicht es, dass Jugendliche und Betriebe auch in unsicheren Zeiten sicher zueinander finden. Jugendliche erhalten eine effiziente Unterstützung und Unternehmen potentielle Fachkräfte von morgen. Die Berufsberatung der Arbeitsagentur Heidelberg und das Jobcenter Rhein-Neckar-Kreis arbeiten bereits gut zusammen, wir können aber durch die Jugendberufsagentur unsere Arbeit noch besser verzahnen. Insbesondere wird es darum gehen, Biografien aufzubrechen und Jugendliche mit Startschwierigkeiten erfolgreich in das Arbeitsleben zu integrieren und ihnen eine gute Zukunftsperspektive zu geben.

Kein Talent darf verloren gehen, jeder soll ein maßgeschneidertes Angebot bekommen. Das heißt für uns auch, wer eine Ausbildung oder ein Studium abbricht, soll möglichst rasch eine Alternative aufgezeigt bekommen. Durch die Jugendberufsagentur erhalten wir zudem ein umfassendes Bild davon, was aus den Jugendlichen wird, nachdem sie die Schule verlassen haben. Im Kern geht es darum, dass wir bereits vorhandene Angebote und Strukturen bündeln, um jungen Menschen eine wichtige Orientierung für ihre berufliche Zukunft zu geben.“

 

Norbert Hölscher, Geschäftsführer des Jobcenters Rhein-Neckar-Kreis:

„Jugendliche in ihrem Berufsfindungsprozess zu begleiten, treibt uns als Partner täglich an. Das ist unsere Investition in die Zukunft. In die Zukunft derer, die gegebenenfalls auch ein wenig mehr Begleitung benötigen. Ich bin mir absolut sicher, dass wir durch diese Vereinbarung, in der alle handelnden Akteure am Ausbildung- und Arbeitsmarkt füreinander und miteinander agieren, einen tollen weiteren Schritt für unsere jungen Erwachsenen in Richtung Fachkräfteausbildung machen. Wir vernetzen hier Experten, die genau wissen, wie sie die Jugendlichen und den Arbeits- und Ausbildungsmarkt zusammenbringen. Wir als Jobcenter Rhein-Neckar-Kreis und auch mit unseren Kolleginnen und Kollegen in der Arbeitsagentur greifen auf eine hohe und langjährige Erfahrung in der Integration von jungen Erwachsenen zurück.“

 

Frank Schäfer, Leiter des Staatlichen Schulamtes Mannheim:

„Mit der Jugendberufsagentur können junge Menschen im Rhein-Neckar-Kreis, die einen Einstieg in den Beruf suchen, zukünftig noch besser unterstützt werden. Alle beteiligten Institutionen haben sich das gemeinsame Ziel gesetzt, Schülerinnen und Schülern die optimale Beratung und Förderung auf dem Weg in eine Ausbildung zu ermöglichen. Die Kooperationsvereinbarung ist die Klammer, mit der sich vielfältige, kreative Lösungen der Partner gestalten lassen. Wichtig ist: Wir arbeiten systematisch und eng verzahnt zusammen, jeder Partner bringt sein Knowhow und seine Fachleute in die Kooperation ein, um für Jugendliche und junge Erwachsene erfolgreiche Berufsabschlüsse sicherzustellen.“

 

Thomas Edinger, Geschäftsführender Schulleiter der Beruflichen Schulen im Rhein-Neckar-Kreis:

„Wir Beruflichen Schulen haben in unseren vielfältigen Schularten tagtäglich mit Jugendlichen im Übergang von Schule hin zu Ausbildung, Studium, Beruf und Weiterbildung zu tun. Nach dem Motto „Kein Abschluss ohne Anschluss“ arbeiten die Beruflichen Schulen jetzt schon mit der Agentur für Arbeit und dem Jobcenter, mit ihren Beratungskräften vor Ort in den Schulen, sowie mit dem Staatlichen Schulamt beim Übergang von den Allgemeinbildenden Schulen in die Beruflichen Schulen, zusammen. Dieses gute Miteinander und das zielorientierte Vorgehen sind die Voraussetzung für eine bestmöglichen Förderung der Jugendlichen. Die geschlossene Kooperationsvereinbarung wird zu einer noch intensiveren Vernetzung und Verzahnung der Partner führen und somit die Chancen der Jugendlichen und jungen Erwachsenen auf einen Ausbildungs- und Berufsabschluss erhöhen.

 


Hintergrund:

Die Förderung der beruflichen und sozialen Integration sowie der Ausgleich sozialer Benachteiligungen und die Überwindung individueller Beeinträchtigungen von jungen Menschen sind gemeinsame Aufgaben der Agentur für Arbeit, des Jobcenters und des örtlichen Trägers der öffentlichen Jugendhilfe. In § 9 SGB III, § 18 SGB II und in § 81 SGB VIII ist die Verpflichtung zur Zusammenarbeit verankert. Die Idee der „Jugendberufsagenturen“ (JBA) ist, die Vielzahl an bestehenden Angeboten in einer koordinierten Beratungsstruktur miteinander zu verzahnen. Allen jungen Menschen soll mit den JBA eine zentrale Ansprechstelle zur Verfügung stehen. Ziel ist, dass niemand am Übergang von der Schule in Ausbildung, Beruf und Studium verloren geht und jede bzw. jeder Jugendliche die Möglichkeit erhält, einen Abschluss zu machen. Bei Jugendberufsagenturen handelt es sich also nicht um neu geschaffene, rechtlich eigenständige Institutionen, sondern um eine institutionenübergreifende und multiprofessionelle Zusammenarbeit mit dem Ziel, Angebote zu bündeln.

Die bereits seit 2014 bestehende Kooperationsvereinbarung Jugend und Beruf zwischen der Agentur für Arbeit Heidelberg, dem Jobcenter Rhein-Neckar-Kreis und dem Rhein-Neckar-Kreis wird mit der neuen Kooperationsvereinbarung zum Aufbau einer Jugendberufsagentur fortgeschrieben.

Im Kreisjugendamt wird eine 3-köpfige Fachstelle eingerichtet, die alle Aktivitäten zum Aufbau einer Jugendberufsagentur im Rahmen eines bis 2025 angesetzten Projekts plant, strukturiert und koordiniert. Aufgabe der Fachstelle ist die Unterstützung aller Kooperationspartner bei der Klärung offener Fragen (zum Beispiel Abgrenzung der Rechtskreise). Auch die Entwicklung der Ausgestaltung der beschlossenen Jugendberufsagentur für den Rhein-Neckar-Kreis und die Kooperationspartner ist Teil Projekts. Zudem soll die Fachstelle unter anderem Netzwerktagungen und Netzwerkkonferenzen organisieren sowie die Einhaltung der Projektskizze überprüfen.

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