KATWARN im Rhein-Neckar-Kreis: Nach Probealarm über 31.000 Nutzer

Der Startschuss für KATWARN im Rhein-Neckar-Kreis ist gefallen: Darüber freuten sich Ordnungsdezernent Christoph Schauder, der stellvertretende Kreisbrandmeister Udo Dentz, Ortwin Neuschwander vom Forschungsinstitut Fraunhofer FOKUS und Arno Vetter von CombiRist.

„Neuer Höchststand“, informiert aktuell Dominic Tack – im Amt für Feuerwehr und Katastrophenschutz des Landratsamts Rhein-Neckar-Kreis zuständig für das elektronische Warn- und Informationssystem KATWARN. Dieses System hat nach der Auslösung des Probealarms am 20. Juni 2017 inzwischen 31.000 Nutzer erreicht – davon 150 SMS-Nutzer. Zum Vergleich: Bei der Einführung im April 2017 gab es insgesamt 20.000 Empfänger, beim Test im Juni 2016 waren 27.947 Nutzer – davon 9 SMS-Nutzer – registriert. Das meldet das Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis in einer Pressemitteilung.

KATWARN kam bisher seit der Inbetriebnahme im Kreisgebiet neben dem Probealarm im Juni 2017 viermal zum Einsatz: zweimal wegen Stromausfall – in Ladenburg und in Teilen von Edingen-Neckarhausen und in Edingen-Neckarhausen, einmal wegen eines Gasleitungsdefekts in Neckargemünd und einmal wegen eines Großbrands in Schriesheim.

„Wir sind insgesamt sehr zufrieden“, erklärt Dominic Tack, in der Kreisbehörde auch für den Katastrophenschutz zuständig. „Es gab vereinzelt Rückfragen bei uns, dass der Alarm nicht ankam, aber das scheint die Ausnahme zu sein.“ Sein technischer Hinweis: Falls die Alarmierung nicht bei allen Nutzern angekommen sein sollte, bittet das Amt für Feuerwehr und Katastrophenschutz darum, die „Feedback-Funktion“ der App zu betätigen. Hierbei sollte das Problem kurz erläutert werden, dass beispielsweise kein Alarm angekommen ist oder sich das Programm nicht starten ließ. Die Feedback-Funktion hilft dem Softwareentwickler, mögliche Fehler zu erkennen und das System kontinuierlich zu verbessern.

Bei Gefahrensituationen wie Großbränden, Hochwasser oder Industrieunfällen ist es mit dem System KATWARN zusätzlich zu den etablierten Warnungen durch Polizei, Feuerwehr, Fernsehen und Rundfunk möglich, den Bürgerinnen und Bürgern Warnungen und Verhaltenshinweise per Smartphone-App und SMS zu geben. Außerdem übermittelt die Anwendung Warnungen zu „extremen Unwettern“ ab der Stufe rot des Deutschen Wetterdienstes: „Wir haben zum Beispiel sehr gute Erfahrungen bei einem Großbrand oder Stromausfällen mit dem System gemacht.“

Das Besondere an dem System: KATWARN sendet Warnungen ortsgenau, d.h. nur an die Menschen, die wirklich betroffen sind. Dafür nutzt es eine spezielle Ortungsfunktion der Smartphones, die sich auch bei ausgeschalteter App im Hintergrund aktualisiert. Nur Menschen, die sich im gefährdeten Gebiet aufhalten oder diesen Ort ausgewählt haben, erhalten diese Information. Nicht betroffene Menschen werden nicht in Unruhe versetzt.
Anmeldung:
Die KATWARN App steht kostenlos zur Verfügung für:
– iPhone im App Store
– Android Phone im Google Play Store
– Windows Phone im Windows Phone Store

Alternativ ermöglicht KATWARN kostenlose Warnungen auch per SMS oder E-Mail zum Gebiet einer registrierten Postleizahl. Dazu: SMS an die Servicenummer 0163 755 88 42: „KATWARN 69115 [email protected]“ (als Beispiel für Postleizahl 69115 und optionale E-Mail).

Die KATWARN-App liefert zudem deutschlandweit Warnungen bei extremen Wetterlagen, die der Deutsche Wetterdienst (DWD) erstellt.

Weitere Informationen und eine Übersicht, welche Einrichtungen ihre Warnungen über KATWARN versenden, gibt es unter der Internetadresse www.katwarn.de<http://www.katwarn.de>.

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