Kerwerede des Schlossherren Wolfgang I. –
Es lebe das „Gemeinsame Miteinander“!

(fwu – 17.9.23) Bei der gestrigen Kerwe-Eröffnung auf der Bühne vor dem alten Rathaus hielt Schlossherr Wolfgang I. (Apotheker Wolfgang Müller) nachfolgende Kerwerede:

„Seid herzlich willkommen in dieser Zeit, die nicht einfach ist nicht nur für Euch Bürgersleut! Ich darf Euch begrüßen als Schlossherr Wolfgang I. zusammen mit den mich begleitenden Schlossfräulein Christin und Mara.

Wobei man in diesen komischen Zeiten sich kaum noch traut, „frei von der Leber“ zu schreiben. Schlossherr mit Schlossfräulein – geht das überhaupt noch? Denn den alten Mohr, den gibt´s nicht mehr, Winnetou ist out, die Heiligen Drei Könige nur noch bedingt und bald die „Kerweschlumpel“ in die Vergessenheit versinkt. Aber Schlossherr und Schlossfräulein entstammen doch aus unserer Märchenwelt und die hat doch seit so vielen Generationen die Phantasien von so vielen – und nicht nur Kindern – erhellt.

Dem begnadeten, längst verstorbenen, Münchner Kabarettisten Karl Valentin würde es auch heute wieder so über die Lippen kommen, der da sagte: „Hoffentlich wird es nicht so schlimm, wie es heute schon ist!“. Ja, wir haben es alle vernommen und teilweise macht’s uns ganz benommen. Dennoch und ganz besonders ein Willkommensgruß dem Rat der Stadt und seinem Oberbürgermeister, dem in diesen Monaten so viel und zu viel widerfahren wart. Denn gleich zu Anfang möchte ich sagen, der Respekt muss weiter unsere Gesellschaft tragen. Ja unsere aller Nerven liegen blank, denn wir mussten in den vergangenen Jahren zu vieles auf einmal ertragen. 

Nach Corona kam der Krieg und hat uns bis heute in Beschlag genommen und können diesem auch hier nicht entkommen. Doch damit nicht genug, in vielen Bereichen liegt unser Land am Boden und wir haben ungelöste Probleme gerade genug. Wir sind es nicht gewohnt und müssen es dennoch sagen: keine geregelte Migration, sehr oft keine gelungene Integration, eine hohe Inflation und die Energiewende und der Klimaschutz machen uns große Sorgen. Das Leben wurde inzwischen für viele zu teuer und selbst der kleinste Wohlstand ist in Gefahr – für wahr! Und es gibt keinen Plan, kein Verständnis für die Sorgen der Bürger, sondern nur Streit mit Worten an allen Orten. 

Viele sind mit ihren Kräften am Ende und müssen sich erstmal um sich und ihre Lieben kümmern. Und auch Kraft, Aufmerksamkeit und Akzeptanz der Fremden und des Fremden haben ihre Grenzen und brauchen eine Pause. Denn Millionen im Lande müssen gerade sehen, wie sie über die Runden kommen sollen – und dies gilt‘s zu verstehen. 

Denn die Lage ist ernst, ernster als viele es denken und wir müssen alle zusammen die Dinge jetzt lenken und können uns keine Lagerkämpfe mehr leisten. Denn wenn wir nicht alle stehen beieinander, dann fliegt uns unser sozialer Frieden und unsere geliebte Demokratie auseinander. Dies gilt es im Großen wie auch im Kleinen, egal ob wir Berlin oder Leimen damit meinen. 

Bei geteiltem Verständnis für Gendern und Bienen in Leimen, für Lichtschalter an den Kirchen in unserer Stadt. Diese Themen liegen zwar im Trend, jedoch ganz Anderes und Wichtigeres uns momentan unter den Nägeln brennt. Erziehung, Bildung und Ausbildung liegen uns am Herzen und hier können wir keine Einbußen verschmerzen. Das fängt auf dem Schulhof an, um den wir uns sorgen. Denn nur mit viel Bewegen und Spielen kommen wir zu höheren Zielen. Und wenn sich auch das Land und der Bund von vielen Belangen verabschiedet hat und die Kommune so gut wie keine Freiheit – geschweige denn – Geld noch hat. So müssen wir doch alles daransetzen, unseren Schülern die zugesagte Betreuung zu gewähren und zu besetzen.

Was ist mit unserem Leimen, dem alten, können wir es noch am Leben erhalten? Es gilt auch hier im Kleinen Frieden und Freiheit zu erhalten und brauchen deshalb des Nachts keine dunklen Gestalten. Wir sind offen für jeden und laden Euch ein – der TREFFPUNKT LEIMEN, der soll es sein. Und droht dem Bauträger die Insolvenz, für uns gibt`s nur eine Konsequenz. Nach all den langen Jahren des Wartens, gilt es endlich Nägel mit Köpfen zu machen. Also lasst uns nicht verzagen, denn es gilt Leimen in die Zukunft zu tragen.

Doch bei all meinen sinnierenden, gar traurigen Gedanken gilt es trotzdem uns unsere Lebensfreude zu erhalten. Seit Generationen hat unsere Kerwe die Menschen verbunden. Denn „hihocke und zsammesteh“, miteinander reden und zuhören ist ein hohes Gut und es tut jedem gut! Eine andere Meinung zu akzeptieren ist besser als zu lamentieren. Und dabei das Glas noch zu erheben, was kann es „Größeres“ sonst geben? 

Nicht gegeneinander- nein es lebe das GEMEINSAME MITEINANDER! Das wünschen Euch Euer Schlossherr Wolfgang I. und die Schlossfräulein Christin und Mara.

Es lebe die LEIMENER WEINKERWE 2023!“

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