Kerweschlumpel Jubilata die Geistreiche und die Rede des Kerweschlackls

Kerwepfarrer Flory stellt anläßlich der anstehenden Hochzeit  zwischen der bezaubernden und geistreichen (sic!) Keweschlumpl und dem Kerweschlackl Jochen Köhler die Erstere dem Publikum mit folgenden Reimen vor:

(Das Video der Trauung folgt im Laufe des Montags / Bilderstrecke am Ende des Artikels)

Unsere Kerweschlumpl

Jubilata ist ihr Name, ein besonderer Schnuckel,
die hat dieses Jahr schon über 5o Feiern auf dem Buckel.
Unsere Schlumpel, die Jubilata heißt,
ist 75o Jahre alt und ist ein   G e i s t !

Sie ist schon etwas kalt,
75o Jahre ist sie heute alt.
Sie hat wenige Zähne, graues Haar,
sie überlebt auch unsere Kerwe in diesem Jahr.
 
Sie hat  aber immer noch Rasse, sie hat  Klasse,
ist nicht zu packen, will man sie anfasse´,
Sie ist auch  besonders flott,
trinkt nur nichts, da sie keinen mehr Magen hot´.
 
Sie ist ganz steif und ist auch stumm,
wenn man sie nicht hält, dann fällt sie um.
Sie sieht euch mit leeren Augen an,
sie ist etwas anders, — und…… m o n o g a m !.
 
Seit Jahrhunderten siehst sie gleich aus,
sie hält es auch weitere 75o Jahre aus.
Do, betrachtet euch diesen uralten Scherbe´,
es lebe hoch die Sandhäuser Kerwe!

Nach der Trauung folgte die Kewerede des Kerweschlackls:

 
Gastronomie-Notstand in Sandhausen
 
Der „Ochsen“ hörte auf, der „Pflug“ und der „Löwen“ in Ruh´,
die „Dorfschänke ist seit 3 Jahren schon zu.
In Sandhausen, „Eldorado der Wirtschaften“ noch vor Jahren,
hat man unsere „Gastronomie“ an die Wand gefahren.
Alleine um die Kirche herum, beileibe,
gab es früher über 1o Kneipe.
 
Nun kamen ab und zu
mal ein „Italiener“ dazu.
Exoten fingen bei uns an,
erst Vietnamesen, dann der Dschingis Khan.
 
Wir sind ja immer „weltoffen“, doch …..
gutes „Deutsches Essen“, wo gibt es das noch?
Nebenzimmer und Räume für größere Feste, die gibt es nimmer,
da müssen wir Sandhäuser nach Dilje niwwer.
Frozzeln über Dilje können wir auch nicht mehr,
inzwischen gibt Sandhausen da mehr dazu her!
 
Ortsbildpflege, wer ist zuständig?
 
Unser Ort hat nicht nur Häuser und Straßen,
es gibt auch Wald, Wiesen und „wilder Rasen“.
Das Ortsbild pflegt der Bürger, mal recht, mal gut,
bei Wiesen und Rasen dies die Gemeinde tut.
…(was ich eigentlich sagen wollte,
dies die Gemeinde tun sollte).
 
Seit einigen Jahren, so habe ich vernommen,
hat sich unser Bauamt einen Schäfer zu Hilfe genommen.
Um Sandhausen herum hatte eine Schaafsherde geweid´
Und diese Flächen von Unkraut befreit.
 
Jäh hat dies dann ein Ende genommen,
der Schäfer ging fort und wird nicht mehr wieder kommen.
Das war es gewesen,
wie soll man diesen Fall lösen?
 
Ob der Gemeinderat nun eingreifen muß,
mit einem logischen Gemeinderatsbeschluß?
 
Böse Gerüchte hörte man schon ganz leise,
Die Gemeinderäte sollen das Gras selber abbeiße´.
 
Schwer ist es in der Tat,
das Amt als Sandhäuser Gemeinderat!
 
Bekommt Sandhausen einen neuen Verkehrs-Kreisel ?
 
Das Sanierungsgebiet 3, die Ablauffrist war fast rum,
kam zum Ende ganz schön in Schwung.
Zum „Grünen Baum“ und zum Haus neben dran,
rückten die Abrissbirnen an.
Mit der „Metzgerei und Partyservice Ehehalt“ bekamen wir dort
einen großen „Nahversorger“ an diesen Ort.
 
Bei der Verkehrsplanung hatte man beschlossen,
dieser Markt wird auch über die Schützenstraße erschlossen.
Die Erreichbarkeit wurde dadurch optimiert,
man hat eine „Stichstraße“ installiert.
 
Diese Straße wird so schee´,
der Volksmund nennt sie schon „Karlheinz Ehehalt-Allee“,
diese Straße gibt auch viel her,
es entstand somit ein Kreisverkehr.
 
Hauptstr. , Schützenstr., K.H. Ehehalt-Allee zur Hauptstr. und….
unser „Mitten im Ort Verkehrskreisel war „ r u n d „ !
 
Nahwärme-Insel beim Walter Reinhard Stadion
 
Der Bau einer Bio-Nahwärmeinsel dort, von der AVR geplant,
kam nicht zustande, ich habe es geahnt.
Auf Anfrage hierzu sagte man mir,
die Anwohner konnten sich „nicht erwärmen“ dafür.
 
Mit dem Walter Reinhard und dem SV-Stadion, Jahnstr.- Häuser,
Hardtwald-Sporthalle, Minigolf, Kunstrasenplatz usw.,
Pflegeheim, Lattweg und dem Sozialwohngebäude Hardtstraße, dazu
die Neubauten des „Freund-Geländes“, im Nu
hätte sich diese Planung wohl rentiert.
Leider ist nichts passiert.
 
Noch nicht!
Sollte man manchen Gerüchten trauen,
will nun die Fa. Machmeier diese Insel bauen
„Man möchte meinen dürfen“ fällt mir dazu ein.
Soll das alles n u r Z u f a l l sein ?
 
* Betreutes Wohnen * Pflegeheim
 
Dies sind auch in Sandhausen „geflügelte Worte“,
man suchte und fand auch zum Bau geeignete Orte.
Wir sind in Sandhausen bereits gut aufgestellt schon jetzt,
und gerade wird wieder ein solches Projekt umgesetzt.
 
Nun haben die Kerweborscht nachgedacht,
und eine Lücke der Betreuung ausgemacht.
Der leer stehende „Kiefernhof“ am Waldrand draussen,
bietet eine Chance für Sandhausen.
 
Nicht nur die Sandhäuser Kerweborscht
haben hin und wieder besonderen Dorscht.
Und nicht jeder kann damit umgehen, so wie wir.
Ein Heim für „ betreutes Trinken “ könnte entstehen hier!
 
Sandhäuser Bauruinen
 
Freudig konnte die Gemeindeverwaltung verkünden,
die Penny-Markt-Ruine beim Aldi wird endlich verschwinden.
Dem alten Gebäude drohte der Verfall,
neue Projekte werden gebaut, das freut uns all´.
 
Parallel dazu ist das Vereinshaus Dorfschänke bekannt,
seit drei Jahren konzeptlos zum dahinsiechen verdammt.
 
Würde es da nicht Vereine und Gruppen geben,
die dieses Gebäude versehen mit Leben,
verwahrlost und kaputt wäre dieses Haus auch dort,
und eine „Penny-Ruine“ mitten in unserem Ort.
 
Die Gemeindekosten hierfür als „unnötig“ nennen, ……
da sollte man den Gemeindehaushalt besser kennen!
Innere Verrechnungen sind davon 9o Prozent.
Wer nun realistisch denkt:
 
Die Vereine und Gruppen, die dann Räume anderen Orts benutzen
– auch dort braucht man Licht, Wasser, Heizung, muss auch putzen –
Wer den Haushaltsansatz Vereinshaus richtig lesen kann
begreift, diese Kosten fallen dann anderen Orts an!
 
Festzug zur 75o-Jahr Feier unserer Gemeinde
 
Der größte Festzug aller Zeiten,
viele Nachbarorte uns darum beneiden.
 
Durch die Motivation der Vereine, KIGA´s und Schulen, so war es zu lesen,
war unser Festzug ein Erfolg gewesen.
Viele Monate Planung, Hunderte Stunde Arbeit
wurden geleistet, bis es war soweit.
Geplant fast perfekt bis auf, ihr könnt es ahnen,
das Wetter, das lässt sich halt nicht planen.
Wie fast noch jeder weiß,
es war sehr heiß.
 
Wo sonst Regen, hat dieses Mal die Hitze gestört,
wie es kommt, es kommt meistens verkehrt.
Bei diesem Wetter, wir haben es vernommen,
hätte man Grundschüler im Festzug besser nach Vorne genommen.
Doch allen Leuten recht getan,
ist eine Kunst, die niemand kann.
 
Wir verstehen die, die damit belastet waren,
auch wir wollten die Hitze besonders den Kindern ersparen.
Bei 1.7oo Menschen (davon 6oo Kinder) vor Zugbeginn,
die Reihenfolge ändern zu wollen, war ein unmögliches Ding.
Fast alle Erwachsenen sind damit fertig geworden,
ganz wenige reagierten leider mit vorwurfsvollen Worten.
Hätten die doch rechtzeitig an manchen Betreuer appelliert,
mit Vorsorge und Eigeninitiative wäre sicher n o c h weniger passiert.
Kritik ist wichtig, sie muss sein,
doch mit bösen Worten sollte man sparsamer sein.
 
Die Wochen danach, wir haben es vernommen,
hatte der Sommer Urlaub genommen.
Regengüsse während des Festzuges, o graus,
wie sähe da das Fazit aus?
Kinder samt gebastelten Requisiten für den Zug sind patsch nass,
Kinder und Erwachsene haben am Festzug keinen Spaß.
Zuschauer blieben zu Hause, frustriert.
Sind wir doch froh, dass dies ist nicht passiert.
Erkältung bekommen oder Hitze ertragen,
was ist wohl besser, möchte ich fragen.
Hören wir doch auf zu schenne´
auf die, die nichts für das Wetter könne´!
 
Fazit:
Unser Festzug war toll, gut und fast perfekt, ich muß das sagen,
und wir a l l e haben dazu beigetragen.
Wie oben erwähnt: Der größte Festzug aller Zeiten,
viele Nachbargemeinden uns darum beneiden!
 
Bürgermeister im Guinnessbuch der Rekorde ?
 
Fotogen ist unser Bürgermeister, ohne Frage,
über zu wenig Publikation kann er nicht klage.
Kein Wunder, sag ich hier,
er macht am Meisten selbst was dafür.
 
Ca. 50 Fotos in nur einem Gemeindeblatt hatten wir auch dieses Jahr!
Bei der jährlichen Sportlerehrung der Gemeinde dies geschah.
Dieses Jahr kommen auf das Jahr verteilt im Nu
durch unsere 75o-Jahr-Feier noch einige Hundert hinzu
 
Warum so viele Bilder? Das weiß doch jedes Kind,
wo doch nächstes Jahr Bürgermeisterwahlen sind.
Mal sehen, es wird sich wohl weisen,
ob die Anzahl der Fotos für die Wiederwahl reichen.
 
Die 5o Fotos vom letzten Jahr waren nicht genug,
deshalb kam er zunächst nicht ins Guinnessbuch.
75o Jahre Sandhausen, 75o Fotos vom Bürgermeister in diesem Jahr
und der Eintrag ins „Guinnessbuch der Rekorde“ wäre klar.
 
Herr Bürgermeister,
wir haben Sie wieder eingereicht und haben schon heute für Sie,
von unserem Antrag h i e r die Kopie.
 
K e r w e – S p l i t t e r
 
Rochaden im Gemeinderat
 
Viele Rochaden im Gemeinderat,
auch während dieser Amtszeit rückten Gemeinderäte nach.
Mal mehr, mal weniger, das steht fest,
ein Gemeinderat seine Fraktion verlässt.
 
Bei der AL und der FDP noch minimal,
bei der CDU ist dies häufiger der Fall.
 
Neulich habe ich am Stammtisch vernommen,
könnte für den Bürgermeister auch mal ein „Nachrücker“ kommen?
Auch fragte man, was der Bürgermeister eigentlich machen tut?
„Na ja, die Kerwe eröffnen, das kann er ganz gut“!
 
6o Jahre Baden-Württemberg
 
Es war überall zu lesen,
Baden-Württemberg ist 6o Jahre alt gewesen.
Dazu möchte ich heute nur folgendes sage´ :
Eine „Erfolgsgeschichte“, ohne Frage!
 
Doch immer wenn zusammen gehen zwei,
ist der Eine wohl schön, aber der Andere kann schöner sei´.
 
Wir zeigen heute, wie wir in Baden
dieses Jubiläum zu feiern haben.
 
Wir wollen es auf den richtigen Nenner bringen,
und wollen dazu g e m e i n s a m singen:
 
___________________________________________________________________________
 
Das schönste Land in Deutschlands Gau´n,
das ist mein Badner Land.
Es ist so herrlich anzuschaun
und ruht in Gottes Hand.
 
Refrain:
D´rum grüß ich dich mein Badnerland,
du edle Perl´ im deutschen Land, deutschen Land.
Frisch auf, frisch auf; frisch auf, frisch auf;
Frisch auf, frisch auf mein Badnerland.
 
In Karlsruh´ ist die Residenz,
in Mannheim die Fabrik.
In Rastatt ist die Festung
und das ist Badens Glück.
 
D´rum grüß ich dich……
 
Alt-Heidelberg, du feine,
du Stadt an Ehren reich,
am Neckar und am Rheine,
kein´ and´re kommt dir gleich
 
D´rum grüß ich dich…..
 
Mein Sandhausen am Leimbachstrand
ist Mittelpunkt der Welt.
Wir wohnen alle gerne hier,
weil das uns gut gefällt.
 
D´rum grüß ich dich …..
___________________________________________________________________________
 
Sonne für unseren SV Sandhausen
 
Eine Kerwerede ohne SV, das gab es noch nie,
darum auch heute einige Worte, nämlich die……. !
Alles was im Ort Priorität hat, ihr kommt sicher druff´,
fängt mit SV an und hört mit Sandhausen uf´.
 
SV „vorne“ SV „hinten“, SV „rechts“ und SV „links“.
Lob, Anerkennung und Euphorie, das bringt`s.
Seit Wochen und Monaten haben wir dies getan,
doch nun fängt die Zeit der „Wahrheit“ an.
 
Spielt den Ball flach und haltet sauber euer Tor,
und nehmt euch den Klassenerhalt als Hauptziel vor.
Lasst euch nicht sacken im „Jubelrahmen“,
und ruht euch im Erfolg nicht aus, …….
….in Ewigkeit, Amen!
 
Im Schatten des SV Sandhausen
 
Sicher sind wir „stolz“ auf unseren SV, nach Außen,
doch es gibt auch noch Anderes in Sandhausen!
Zum Thema „Dorfschänke“ von mir nur ein kleiner Ton,
„seit Jahren verarscht“, da wird man „müde“ davon.
 
4o Jahre „nichts“, 3 Jahre „gar nichts“, habe ich schon letztes Jahr gesagt,
nun werden wieder 1 ½ Jahre vertagt..
Erst Ende 2o13 sei man „entscheidungsbereit“,
wieder spielt man hier „auf Zeit“.
 
Aller „guten Dinge“ sind „drei“, gebt mal acht,
nach nichts und gar nichts wird nun überhaupt nichts gemacht.
Ob diese Taktik die richtige war,
zeigt sich bei den Wahlen im nächsten Jahr.
 
Bekommen dann andere Anliegen auch und endlich neuen Wind,
wo doch im Frühjahr Bürgermeister- und 2o14 Gemeinderatswahlen sind?
 
Apropos Wind…………,
der Wähler wird wissen, wo die Treiber und wo die Bremser sind!
 
Wird Sandhausen herabgestuft?
Internationale Ratingagenturen entdecken Sandhausen und haben
die Bewertung massiv gesenkt!
 
Was ist geschehen?
 
An Kerwe mehrmals zugeschaut, da hat man gewisst´,
dass man Sandhausen näher kam und fast vorbei gegangen ist.
Warum sieht man an Kerwe so viele Bürgermeister, immer mehr?
Aus dem gesamten Rhein-Neckar-Kreis kommen sie schon her.
 
Nach Leimen, Nussloch, Meckesheim
nehmen sie gute Erfahrungen mit sich heim.
Unsere guten Erfolge nahmen sie für sich auf,
zur „besseren Zukunftsgestaltung“, da kamen sie selber drauf.
 
Was war die Folge daraus?
 
Eurokrise, Abwertung, Ratingagenturen,
bei manchen Ländern schlagen die Uhren.
Abwertung! Manches Euroland hat es schon getroffen.
Wir konnten es lesen und sind betroffen!
 
Sicher, ihr fragt euch nun,
was hat das mit Sandhausen zu tun?
 
Diese Nachricht hat mich erschreckt:
Die Ratingagentur „Moody´s „ hat Sandhausen entdeckt ,
und hat sofort zugeschlagen.
Mir schlägt es auf den Magen!
 
Der Gemeinde Sandhausen, so habe ich vernommen,
hat man das Wort „Wohl“ vor Wohlfühlgemeinde weggenommen.
 
Was ist gut in Sandhausen?
 
Nur an der guten Sandhäuser Kerwe hat es gelegen, das ist gewiss,
dass die Abstufung nicht noch größer geworden ist.
Wir müssen „Dilje“ wohl als Wohlfühlgemeinde an uns vorbei gehen sehen,
unsere Vorfahren würden sich im Grabe rumdrehen!
 
 
 
 
 
 
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