Projektkoordinator Hödl informiert Seelsorgeeinheit über Kirchenentwicklung 2030

Kampagnenbild K2030

(gh – 20.11.2021) Mit der „Kirchenentwicklung 2030“ will Erzbischof Stephan Burger die Erzdiözese Freiburg in die Zukunft führen. Aus 224 Seelsorgeeinheiten werden 36 neue Pfarreien. Die fünf Gemeinden der Seelsorgeeinheit Leimen-Nußloch-Sandhausen werden dann Teil einer großen Pfarrei sein, die sich vom Letzenberg im Süden bis nach Leimen im Norden erstreckt. Und das schon 2025. Sogenannte Projektkoordinatoren begleiten diesen Prozess. Der frühere Pastoralreferent der Seelsorgeeinheit, Gernot Hödl, ist einer von ihnen. Er informiert derzeit seine Kolleg*innen, die Gemeindeteams und Pfarrgemeinderäte der Seelsorgeeinheit über diesen Entwicklungsprozess.

In einer Videobotschaft hatte Erzbischof Stephan Burger erst vor Kurzem dazu aufgerufen, sich in dem Prozess zu engagieren: „Bringen Sie sich mit Ihren Ideen ein. Es ist die Frage, wie wir gemeinsam in die Zukunft gehen können. Wie kann das gemeindliche Leben vor Ort gestaltet werden? Wie können wir das Evangelium gemeinsam leben, um so Zeugnis von der frohen Botschaft Jesu zu geben?“

Genau daran knüpft Hödl bei seinen Infoabenden an: „Mir ist es wichtig, die Menschen mitzunehmen und sie einzubeziehen. Die ‚K 2030‘ bietet Chancen und jeder kann den Prozess mitgestalten. Aber es wird sich vieles verändern und das muss erst mal verdaut werden!“ Hödl sieht das sehr deutlich: „Die Menschen müssen zunächst einmal ihre Sorgen und Befürchtungen loswerden, bevor sie aktiv werden und mit Gottvertrauen die Zukunft gestalten können.“

Was die Menschen am meisten beschäftigt, ist die Größe der neuen Pfarrei. Jedenfalls war das der Tenor bei einem Gesprächsabend mit dem Gemeindeteam in Leimen: „Können Seelsorger künftig noch für die Menschen da sein?“ Hödl kann diese Sorge gut nachvollziehen. Aber man dürfe sich die neue Pfarrei nicht wie die bisherigen Seelsorgeeinheiten vorstellen, wo sich viele kennen und wo ein Pfarrer oder eine hauptamtliche Person zuständig ist: „Die neue Pfarrei ist eine Verwaltungseinheit. Glaubensleben, Gemeinschaft, Engagement, Seelsorge finden vor Ort statt.“ Es komme aber mehr denn je darauf an, dass die Ehren- und Hauptamtlichen zusammenarbeiten und das Leben in der Gemeinde lebendig halten – verbunden in einem großen Netzwerk, das stärkt.

Gernot Hödl erlebt schon jetzt bei den Informationstreffen vieles, was Mut macht: „Trotz der offenen Fragen und der schwierigen Situation der Kirche gibt es viele Menschen, die Lust haben, den Weg der Kirche in die Zukunft zu gestalten und in den Freiräumen, die die große Pfarrei bieten wird, Glaube an Gott und Gemeinschaft untereinander zu leben.

An den Infotreffen beteiligt ist auch Pfarrer Arul Lourdu, Leiter der Seelsorgeeinheit Leimen-Nußloch-Sandhausen. Besonders wichtig ist für ihn bei allen strukturellen Reformen gerade auch die spirituelle Seite der Weiterentwicklung. Lourdu zeigt sich zuversichtlich und verweist auf das Volk Israel, das von Gott durch die Wüste geführt worden ist: „Es gab damals Jammern und Murren, aber mit Gottes Führung konnte das neue Land erreicht werden. Ich glaube, wir kommen an unser Ziel, wenn wir mit tiefem Vertrauen in unseren Herzen den Weg geistlich und spirituell gestalten“, so Lourdu.

Projektkoordinator Gernot Hödl ist in den nächsten Wochen auch in den anderen Räten und Gremien der neuen Pfarrei unterwegs, um über den Prozess und die nächsten Schritte zu informieren. Zum 1. Advent stößt Pfarrer Bernhard Pawelzik, der neue Leiter der Seelsorgeeinheit Wiesloch-Dielheim, als zweiter Projektkoordinator dazu. Bis Ende des Jahres werden erste Arbeitsstrukturen geschaffen und erste Gremien einberufen. Dann geht es an die praktische Arbeit: bisherige Erfahrungen werden reflektiert, Gutes wird behalten, Neues ausprobiert.

Infos über das Gesamtprojekt gibt es online unter www.kirchenentwicklung2030.de. Ansprechbar ist auch Projektkoordinator Gernot Hödl (06222/585377; [email protected]).

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