Kräuterwanderung zu Mariä Himmelfahrt – Die Natur um uns: Garten und Apotheke

5535 - Kräuterwanderung

Foto Mennicke

(kath – 17.8.15) Mariä Himmelfahrt, das Fest, das uns Hoffnung gibt und uns in unsere Zukunft schauen lässt, ist traditionell auch der Tag, an dem wir hinausgehen in die Natur und etwas von den vielen Kräutern und Blumen sammeln, die die Erde zu unserem Nutzen und unserer Freude hervorbringt. Auch in diesem Jahr wieder kamen Mitglieder der Gemeinde St. Peter und Gäste am Morgen des 15. August, im Römischen Reich die Feria Augusta, der Augustusfeiertag, auf den die Christen dann das Fest der Aufnahme Marias in den Himmel legten, zusammen, um bei einer Kräuterwanderung durch die Felder um Gauangelloch Kräuter für die Kräuterweihe zu sammeln.

Nach einer kleinen Einführung durch Frau Wilhelm, unsere sachkundige Leiterin, die durch ihr enormes Wissen und durch ihren lebhaften Vortrag begeisterte, ging es hinaus in die Felder südlich des Dorfes. Erstaunlich, was es hier alles zu entdecken gab, nicht nur für die Kinder sondern auch für die Erwachsenen. Aus dem für den ungeübten Blick einheitlichen Grün kamen Pflanzen und Pflänzchen zum Vorschein, die Arzneien gegen viele Krankheiten, Vitamine und Mineralien für Gesundheit und Wohlbefinden und schmackhaftes Gemüse liefern können. Sorgfältig und sparsam wurde Einiges von Storchschnabel und Malve, Beifuß und Schafgarbe, Kreuzkraut und Flockenblume, wilder Möhre und Pimpernelle abgeschnitten und für Kräutersträuße mitgenommen.

Viel zu schnell verging die Zeit und die Gruppe kehrte zum Gemeindehaus zurück, wo ein schmackhaftes Mittagessen wartete. Danach galt es dann aus den mitgebrachten Blumen und Kräutern und aus dem, was aus Gärten gespendet worden war, Sräuße zu binden. Dazu wurden auf dem Rasen hinter dem Edith-Stein-Haus Tische aufgestellt und viele fleißige Hände arrangierten Blumen und Kräuter, so dass auch für die Gottesdienstbesucher, die nicht an der Wanderung teilnehmen konnten, ein geweihter Strauß da war, den sie mit nach Hause nehmen konnten.

Nun schmückt der Strauß das Haus. Goldrute, Blutweiderich, Beifuß, Majoran, Kreuzkraut und Schafgarbe bringen die Farben und den Duft des Spätsommers herein. Der Strauß hat vielleicht nicht mehr die eher magische Bedeutung wie in früheren Zeiten, als er, sorgfältig getrocknet, als Heilmittel für Mensch und Vieh diente. Aber er erinnert uns an den Reichtum der Schöpfung, deren Teil wir sind und die wir schützen und bewahren müssen, weil sie die Grundlage unseres Lebens ist.

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