Kühe auf Vatertagswanderung von der Polizei eingefangen
(fwu – 14.5.26) Der Vatertag beginnt bekanntlich für manche Menschen mit Bollerwagen, fragwürdigen Mischgetränken und der festen Überzeugung, man könne auch mit Anfang fünfzig noch „einen draufmachen“. Zwei Kühe aus dem Bereich Sandhausen / Oftersheim entschieden sich am frühen Donnerstagmorgen offenbar für die ruhigere Variante: einen ausgedehnten Spaziergang durch das Gewann Feilheck — ganz ohne Musikbox auf Rädern.
Kurz nach 07:30 Uhr meldeten sich die beiden Ausreißer auf ihre eigene Art im morgendlichen Berufsverkehr an. Statt zwischen Supermarktparkplätzen und Tankstellen zog es die Tiere lieber durch die grüne Flora und Fauna entlang der Waldwege. Dort standen sie dann plötzlich zwischen Bäumen und feuchtem Asphalt, als hätten sie sich zu einem naturkundlichen Frühsportprogramm verabredet.
Polizei wird zur Viehtrieb-Abteilung
Da allerdings nicht ausgeschlossen werden konnte, dass die beiden Huftiere ihre Wanderlust bis zur nahegelegenen Autobahn ausdehnen würden (was erfahrungsgemäß weder bei Kühen noch bei Autofahrern größere Begeisterung auslöst), rückten die Kolleginnen und Kollegen des Polizeireviers Heidelberg-Süd an.
Für kurze Zeit tauschten die Einsatzkräfte damit den klassischen Polizeialltag gegen eine Tätigkeit, die eher nach Schwarzwaldroman als nach Streifenwagen klingt: Kuhhirten im Frühdienst. Nach einem kleineren Fußmarsch durch das morgendliche Grün sowie einigen Ermittlungen zum Besitzer der Tiere gelang es schließlich, die beiden Ausflügler wohlbehalten zurück auf ihre umzäunte Weide zu bringen.
Frühsport mit vier Beinen
Die Kühe selbst wirkten dabei offenbar vergleichsweise entspannt. Während Menschen am Vatertag häufig schon am Vormittag erste Orientierungsschwierigkeiten entwickeln, hielten sich die beiden Tiere immerhin konsequent an Wald- und Feldwege. Ein gewisses Maß an Vernunft darf man also durchaus anerkennen.
So endete der ungewöhnliche Einsatz letztlich ohne Schäden, ohne Verkehrschaos und ohne größere Dramatik — lediglich mit ein paar zusätzlichen Schritten für die Polizei und vermutlich einer gewissen Verwunderung bei frühen Spaziergängern im Feilheck. Ob die heutigen Vatertagswanderungen der menschlichen Bevölkerung ähnlich geordnet verlaufen, bleibt derweil abzuwarten.
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