KuSG Baseketball – Berichte vom Wochenende

Young Guns scheitern denkbar knapp gegen die BasCats

Die beiden Schlussminuten machten den Unterschied in einem spannenden und dramatischen Derby, das 66 – 60 für den USC endet.

Beide Teams starteten wie erwartet mit einer hohen Intensität in der Verteidigung. Laura Bieser und Kathy Hronsky eröffneten das Spiel für die KuSG. Flaherty und Benavente auf Seiten des USC zeigten gleich von Beginn ihre Qualität. Die Guns konnten durch gutes Teamplay zwei mal mit 4 Punkten in Führung gehen, doch die Gastgeber glichen immer wieder aus. Kurz vor Viertelende konnten die Heidelberger sich eine kleine Führung erkämpfen. So hatte man das erwartete spannende Derby und startete beim Stand von 14 – 13 in das zweite Viertel.

Mit kleinen Vorteilen auf Seiten des USC fighteten beide Teams um jeden Ball und erarbeiteten sich durch gutes Teamplay die Punkte. Jule Busalt und Julia Ritterhoff konnten sich immer wieder durchsetzen und kurz vor der Halbzeitpause fand man die schwer bewachte Erica Carlson, die zur 1 Punktführung einnetzen konnte. Beim Stand von 25 – 26 ging man in die Halbzeitpause. Das Trainergespann Schulz / Poslik konnte wieder einmal mit der gezeigten Leistung zufrieden sein und so fiel die Halbzeitanalyse kurz aus und man stellte sich taktisch auf die 2.Hälfte ein. Im Gegensatz zur Vorwoche konnten die Young Guns da anknüpfen, wo sie in der ersten Hälfte begonnen hatten und spielten wie aus einem Guss. Trotz einer Doppelbewachung fand man immer wieder Erica Carlson und diese konnte oftmals nur durch Fouls gestoppt werden. So erkämpften sich die Young Guns im dritten Viertel kleinere Vorteile und bestimmten das Spiel. Wie es in einem Derby üblich ist, erwachte nun der Kampfgeist der BasCats und so wechselte nach kurzer Zeit wieder die Führung.

Ein 7 – 0 Run in der 8 Minute brachte zum Viertelende eine 3 Punktführung für die KuSG Leimen. Beim Stand von 38 – 41 ging es in das finale Viertel und Zuschauer und Fans waren jetzt schon begeistert von diesem spannendem und hochwertigem Spiel. Ein Freiwurf und Dreier der Gäste wurde postwendend durch Kathy Hronsky’s Dreier gekontert. Nach zwei weiteren Führungswechsel binnen weniger Minuten, begannen die bitteren 2 Minuten der KuSG und das Spiel kippte endgültig für die Gastgeber. Jule Busalt konnte noch zum 46 – 46 ausgleichen ehe Körbe von Flaherty und Benavente Trainer Thorsten Schulz zu einer Auszeit zwangen. Leider hatte sie nicht den gewünschten Erfolg und das amerikanische Duo macht alle Punkte in einem 10 – 0 Run. In der kurz darauffolgenden Auszeit beschwor Trainer Schulz seine Schützlinge sich jetzt nicht aufzugeben und weiterhin mit Selbstvertrauen zu agieren. Mit einer unglaublichen Energieleistung schafften die Young guns einen 12 – 4 Run und kamen so kurz vor Ende auf 4 Punkte heran. Besonders das ausgeglichene Teamplay zeigt die diesjährige Stärke der Young Guns. Ein letztes Play endete leider nicht in einem Korberfolg hätte aber den verdienten Sieg des USC Heidelberg nicht mehr gefährdet.

Die Enttäuschung war bei den Young Guns gross und auch die positiven Zusprüche der Zuschauer, selbst von USC Seite, konnten die Mienen nicht aufhellen. Betrachtet man die Entwicklung des Teams und die vielen Hürden durch Ausfälle kann man sehr stolz auf das bisher Geleistete sein. Den Zuschauern wird Woche für Woche eine leidenschaftliche und attraktive Leistung im Kampf um die Playoffs geboten. Am kommenden Wochenende im Sportpark (18.2.2012, 18.00 Uhr -KuSG – DJK Trier) hat man es selbst in der Hand im Rennen um den 4. Platz die Führung zu behalten.

L.Bentner 3 P. / 2 Rebs.; L.Bieser 9 P. / 3 Rebs. / 2 Assist / 1 Steal; K.Hronsky 10 P. / 5 Rebs. / 1 Steal / 1 Block; J.Busalt 12 P. / 1 Rebs. / 3 Assist / 3 Steals / 1 Block; C.Gierich 3 P. / 3 Rebs. / 1 Steal; R.Lüpertz 4 P. / 2 Rebs.; J.Ritterhoff 7 P. / 4 Rebs.; E.Carlson 12 P. / 13 Rebs. / 2 Assist / 4 Blocks

NBBL unterliegt in Bonn – Eine einfache Rechnung von Fehlerquote und Körpermasse

Knapp verloren hat das NBBL Team Kurpfalz in Bonn. 57:50 für die Gastgeben hieß es am Ende von 40 durchkämpften Minuten die Mut machen für die anstehenden Play-Downs gegen die Teams aus dem Südosten.

Beide Mannschaften begannen in der Trainingshalle der Telekoms Baskets im Schatten des Telekom Domes nervös und mit einer unglaublichen Fehlerquote. Die Bundesliga-Vertretung aus Bonn konnten sich dann mit 8:4 absetzen doch eine Pressverteidigung erzwingt einfache Punkte für die Kurpfalz zum 8:8 Ausgleich.Gerade unter dem Korb müssen sich Paul Heinemann, Steffen Molitor und Dercio Jaime immer wieder gegen teilweise 10 cm grössere Gegenspieler durchsetzen was mit zunehmender Spieldauer immer schwieriger wird.

Gegen Ende des zweiten Viertels fallen dann leider auf Seiten der Gastgeber einige Körbe auch in den Korb, was einen 33:20 Pausenrückstand bedingt.Zu allem Überfluss knickt noch Jeroen Haaf um und kann in der zweiten Halbzeit nicht mehr eingesetzt werden. Da auch Christian Hofmann den Versuch am Spiel teilzunehmen beim Warmmachen abbrechen muss und Christian Wörner ja weiter mit gebrochenem Daumen fehlt wird es nun eng für die verbliebenen Jungs um Carlo Trockel und Freddy Nägele.

Bonn nutzt diese Schwäche zur zwischenzeitlichen 39:22 Führung in der 24 Minute aus. Doch mit Punkten von Heinemann und Molitor unter dem Korb kämpfen sich die Kurpfälzer wieder heran und als dann auch Carlo Trockel das Wurfglück wieder hold ist hat man sich auf 51:44 herangekämpft und der Favorit beginnt zu wanken, doch leider fiel er nicht:-) – da am Ende nicht mehr genug Zeit über war für die Kurpfälzer.

Es spielten: Trockel 15, Heinemann 11, Werner 8, Molitor 8, Haaf 5, Nägele 3, Käding, Wesp, Jaime, Hofmann, Link und Götz.

72:68-Sieg der KUSG-Herren gegen Urspringschule

Ungewohntes Lob bekam das Herren-Team nach dem Sieg gegen Urspring von drei älteren Zuschauern: „Eure Spiele sind immer so schön knapp. Besser als jeder Krimi im Fernsehen.“ Auch wenn es den Trainer freut, dass die Zuschauer anscheinend im Sportpark auf ihre Kosten kommen, so würde er doch gerne auf einige retardierende Elemente verzichten. „Auch diesmal war es wieder eine Achterbahn der Gefühle.“

Dass es gegen das Internats-Team von Alba Berlin sehr schwer werden würde, war vor dem Spiel klar: viele Spieler der Regionalliga-Mannschaft sind Teil der NBBL-Mannschaft und vor allem auch des ProA-Teams von Ehingen. Aufgrund dessen, dass es diesmal für die Urspringschule keine terminlichen Überschneidungen gab, konnten eigentlich alle wichtigen Spieler eingesetzt werden. Umgekehrt fehlten bei den Hausherren die beiden Center Florian Wolf und Dominik Hümmer, was die Situation nicht gerade erleichterte. Bereits im Hinspiel hatte man gegen ein komplettes Urspring-Team deutlich verloren, und wusste somit um die Stärke von Deutschlands bestem Nachwuchs. Hinzu kommt, dass die Urspringschule sich gegenwärtig (aufgrund der vielen Doppelbelastungen) in akuter Abstiegsgefahr befindet, und somit gehörig unter Druck steht, die für die Ausbildung von jungen Spielern wichtige Regionalliga-Zugehörigkeit nicht zu verspielen.

Entsprechend motiviert legten die Gäste los. Mit ihrer körperlichen Überlegenheit am Brett beeindruckten sie die KUSG-Herren und gewannen das erste Viertel mit 19:9. Lediglich Sebastian Dietz setzte sich in dieser Phase zur Wehr und übernahm Verantwortung. Der Rest des Teams war reichlich zurückhaltend. Diese „Zurückhaltung“ hielt noch bis Mitte des zweiten Viertels an. In der 16. Minute lag man schon 16:28 zurück, ehe man sich mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung auf 24:30 zur Halbzeit zurückkämpfte.

Nach der Halbzeit verkürzten Benni Schindler und Sebi Dietz auf 28:30. Dennoch dauerte es mit dem Ausgleich noch bis zur 27. Minute. Urspring fand oft die richtige Antwort auf die nun kämpferische Einstellung der KUSG-Herren. Durch Punkte von Moritz Nägele stand es 38:38. Danach setzte die „Achterbahn“ wieder zum „Herunterfahren“ an: mit dem Gefühl den Ausgleich geschafft zu haben, ließ man in der Defense wieder etwas nach und kassierte prompt einen Run der Gäste. Kurz vor dem Viertelende stand es plötzlich wieder 40:49 (29.). Zum Glück geht es ja bei einer Achterbahn wieder aufwärts und der bis dahin mit Wurfpech versehene Yannick Rupp verkürzte mit einem Dreier zur Viertelpause.

Im letzten Viertel setzten die KUSG-Herren dann alle Energiereserven frei und stellten durch Punkte des gut aufgelegten Florian Spath, Moritz Nägele und Yannick Rupp schnell den Ausgleich (51:51, 32. Minute) her. Danach wackelte und ruckelte der „in Fahrt gekommene Achterbahn-Wagen“ wieder. Das Spiel wogte hin und her und keine der beiden Mannschaften konnte sich bis zum Schluss absetzen. Eine Minute vor dem Ende führten die Gäste 68:66. Sebi Dietz übernahm Verantwortung und glich aus. Im Anschluss blieb ein Angriff der Gäste ohne Erfolg und Moritz Nägele schaffte mit einem schweren Wurf im Zurückfallen den Führungstreffer, den Urspring nicht mehr beantworten konnte. Stattdessen schickte man den treffsicheren Rupp an die Freiwurflinie, wo dieser die Achterbahn am Höhepunkt zum Stehen brachte und den Erfolg sicherstellte.

Insgesamt zeigt das Team nach schwachem Beginn eine sehr gute Einstellung und setzte sich gegen die körperlich überlegenen Gäste toll zur Wehr, sodass der Sieg sicherlich nicht unverdient ist.
Leimen: Dietz 18, Spath 18, Rupp 14, Nägele 12, Schindler 4, Koch 3, Schwalb 2, Natto 1, Steckbauer.

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