Leimbachroute eröffnet: 46 Kilometer idyllische Radstecke entlang des Leimbachs

Am Samstagmorgen dem 9. Mai 2015 um 9.30 Uhr fanden sich trotz Bahnstreiks am S-Bahnhof in Hoffenheim / Sinsheim rund 60 Radbegeisterte ein, um an der Eröffnung der Leimbachroute teilzunehmen. Sogar Gäste der Leimener Partnergemeinde Tigy, die gerade zu Besuch in St.Ilgen waren, ließen sich die Gelegenheit nicht nehmen und radelten mit. Nach kurzen Reden durch Sinsheims Oberbürgermeister Jörg Albrecht und dem Leiter des Nachbarschaftsverbandes Martin Müller brach der Tross, angeführt durch Herrn Müller, in Richtung Quelle des Leimbachs auf.

2176 - Leimbachroute Einweihung 2Natur, Mühlen, Stadtgeschichte, Wassertechnik und natürlich der Bach selbst, die neu eröffnete Leimbachroute von Hoffenheim bis an den Rhein bei Brühl bietet alles, was das Radler-Herz begehrt. Die 46 Kilometer lange Route führt den Radwanderer vom Hügelland des Kraichgaus in die Rheinebene, vom ländlich-dörflichen Gebiet hinein mitten in den städtischen Ballungsraum. Bei der Planung der Leimbachroute wurde auch an die An- und Rückfahrt gedacht. Die Route streift fünf (S-) Bahnhöfe, so dass man sie auch bequem in Teiletappen erleben und mit der Bahn komfortabel an- und abreisen kann.

Bereits elf Kilometer nach Beginn der Tour wurden die Teilnehmer von Dielheims Bürgermeister Hans-Dieter Weis herzlich auf dem Gelände der Mühle Ebert mit reichlich Getränken, Energieriegeln und Brötchen empfangen. Bernd Ebert, Geschäftsführer St. Hippolyt, erläuterte in einem interessanten Vortrag die Geschichte der Mühlen entlang des Leimbachs. Fortgesetzt wurde die Tour nach Wiesloch, wo Oberbürgermeister Franz Schaidhammer die Radbegeisterten im neuen Rathaus empfing und die Geschichte Wieslochs und seiner Umgebung erläuterte. Anschließend wurde die Fahrt über Nußloch nach Leimen fortgesetzt.

2176 - Leimbachroute Einweihung 1In St. Ilgen angekommen, herrschte bereits reges Treiben auf dem Hugo-Mayer-Platz. Die auf geschätzt weit über 100 Teilnehmer angewachsene Radler-Gruppe wurde hier vom Schützenverein SSV St. Ilgen mit einer hervorragenden Bewirtung empfangen. Bürgermeisterin Felden begrüßte die Teilnehmer, Gemeinderäte und Bürgermeisterkollegen aus den beteiligten Anliegergemeinden, die es sich nicht nehmen ließen zumindest auf Teilstrecken die neue Route mitzufahren. Die Idee zur Route kam aus der Leimener Verwaltung und wurde dann mit dem Nachbarschaftsverband zusammen in relativ kurzer Zeit zu einem Konzept verarbeitet und realisiert.

Herr Müller vom Nachbarschaftsverband nahm diesen Faden auf. So war es erst ungefähr ein Jahr her, dass in Schwetzingen die Kür des Routenlogos nach einem Malwettbewerb in den Schulen der Gemeinden erfolgte und an die damals zehnjährige Ann-Kathrin Sohn aus Schwetzingen ging. Letztendlich war es der Gewinn des Wettbewerbs „Landschaft in Bewegung“ im Jahr 2012, der das Projekt richtig voranbrachte. Ralph Schlusche, Verbandsdirektor der Metropolregion, wies auf dieses vorbildliche Projekt und seine für die Region wichtige, identitätsstiftende Rolle hin. Der Rhein-Neckar-Kreis wurde durch den Dezernenten Stefan Hildenbrand vertreten, der für den Kreis die Bedeutung einer solchen Radwegeverbindung hervorhob.

Frisch gestärkt wurde die Fahrt fortgesetzt. Bereits nach kurzer Zeit wurden die Radler durch Sandhausens Bürgermeister Georg Kletti am Bahnhof St.Ilgen begrüßt, der auf die gemeinsam von Leimen und Sandhausen aufgestellte Routentafel hinwies. Nach einigen Kilometern über die Felder war die Einfahrt nach Schwetzingen herrlich. Mittlerweile war die Sonne herausgekommen und die Radler waren sehr dankbar für die beim Wasserwerk gereichten Getränke.

Oberbürgermeister Dr. René Pöltl erläuterte die Wichtigkeit des Leimbachs für die Wasserspiele im Schwetzinger Schloss. So wurde nicht nur das Wasser, sondern auch die Energie, die in zwei alten Wasserwerken erzeugt wurde, gebraucht, um damit Fontänen und Wasserspeier zu betreiben. Noch heute läuft das Wasser im Schwetzinger Schlossgarten durch die mehr als 200 Jahre alten Bleirohre.

Nahe der Kollerfähre erreichte die große Gruppe das Rheinufer. Gespannt wurde die Mündung des Leimbachs besichtigt und im Anschluss, in gemütlicher Runde, die Tour und die Route besprochen. Bürgermeister Dr. Ralf Göck aus Brühl hatte die Feuerwehr mobilisiert, um die Gäste mit Bratwurst und Getränken zu versorgten. Das Fazit aller Beteiligten, eine rundum gelungene Radtour auf einer wunderschönen Radstrecke, direkt vor der eigenen Haustür.

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