Leimener Tafel: Bedarf steigt – mehr Mittel und Platz erforderlich

Karin Hack (2. v.r.), Gemeinderäte Joachim Buchholz (DIE LINKE), Dieter Sterzenbach (Freie Wähler), Hans Appel (CDU)

(fwu) Am vergangenen Wochenende veranstalte die Leimener Tafel erstmals einen Tag der offenen Tür, um der Bevölkerung die Möglichkeit zu geben, sich über die Aufgaben und Leistungen dieser dringend benötigten Institution zu informieren. Bei der Leimener Tafel, die neben der Geschwister-Scholl-Schule in St. Ilgen in mehreren „provisorischen“ Containern untergebracht ist, handelt es sich um eine Art gemeinnützigen Einkaufsmark, in dem Bedürftige zu günstigen Preisen Lebensmittel des täglichen Bedarfs kaufen können.

Die Waren werden vom Groß- und Einzelhandel, von Märkten und Bäckereien zur Verfügung gestellt oder von der Tafel bei Unternehmen zu vergünstigten Konditionen gekauft. Die gesamte Arbeit wird dabei von ehrenamtlichen Helfern geleistet, wie die Leiterin der Einrichtung, Frau Karin Hack, betonte.

Laut Karin Hack reichen jedoch die angebotenen Waren der Tafel mengenmäßig häufig nicht mehr aus, da die Anzahl derjenigen, die auf ein günstiges Lebensmittelangebot angewiesen sind, stetig steigt. Einkaufen bei der Tafel darf bei nur, wer nach Vorlage eines entsprechenden Einkommensnachweises eine von der AWO ausgestellte Einkaufsberechtigung erhält. Leider seien immer häufiger auch Rentner unter ihren Kunden, deren Lage – im Gegensatz zu (möglicherweise ) temporären Grundsicherungsempfängern – keinerlei Hoffnung auf Besserung zulasse. Alleine in den letzten Wochen sind über ein Dutzend neue Rentenbezieher als Tafelkunden hinzugekommen.

Viele aus der Generation, die nach dem Krieg den Wiederaufbau geleistet hätten, wären heute “Bedürftig”, da gerade sie besonders von steigenden Energie und Lebensmittelpreisen bei stagnierender Rente betroffen wären. Jeden Dienstag und Donnerstag stünden 70 – 80 Personen vor der Tafel Schlange – viele sogar als Einkäufer für eine Familie von 3-4 Personen. Damit die Schlange nicht zu lang wird, werden die Ausweise in verschiedenen Farben ausgegeben und jede Farbe darf zu einem anderen Zeitpunkt einkaufen. Die “letzte” Farbe stünde dann häufig vor leeren Regalen.

vorne: Edith und Ulrike Eckl, dahinter Gemeinderäte J. Buchholz, Ingrid Hörnberg, Dieter Sterzenbach

Besonders am Herzen liegt Karin Hack auch ein weiterer Container, der erforderlich wäre, um das Angebot um gebrauchte und gespendete Kleidung ergänzen zu können. Daran bestehe ein besonders großer Bedarf. Platz dafür wäre am bisherigen Ort auf einer kleinen Wiese auch vorhanden. Diesen Wunsch trug sie mehreren Leimener Gemeinderäten vor, die am Tag der offenen Tür die Tafel besuchten. Auch dass das Dach der Container bereits seit längerem nicht dicht sei und bei Regen viele Lebensmittel deshalb unbrauchbar werden, trug sie in der Hoffnung auf Abhilfe vor.

Das wichtigste Anliegen aber ist ihr, mehr Unterstützung durch weitere ehrenamtliche Helferinnen und Helfer zu bekommen. Hier bei der Tafel könne man wirklich durch persönliches Engagement Gutes tun, das hier vor Ort sichtbar sei und den Menschen hier in der direkten Umgebung helfe. Helfende Hände sind willkommen – Kontakt: Karin Hack über die AWO St. Ilgen – Telefon: 0 62 24 – 51 65 1

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