Tafelvorsitzende Karin Hack: „Ich rechne in Mehl!“ – Leimener Tafel erhält Spende

Pfarrer Geißler, Tafel-Vorsitzende Karin Hack, Pastoralreferent Müller bei der Scheckübergabe

Das Spendenkonto lautet: 
Leimener Tafel
Volksbank Kurpfalz + H+G Bank
BLZ 672 901 00
Kto.: 0061498800

Die Leimener Tafel ist in zwei Containern in St. Ilgen, versteckt hinter der Kurpfalzhalle, untergebracht. Hier können „Bedürftige“ zu günstigen Preisen Lebensmittel des täglichen Bedarfs kaufen.

Die Waren werden vom Groß- und Einzelhandel, von Märkten und Bäckereien zur Verfügung gestellt oder von der Tafel bei Unternehmen zu vergünstigten Konditionen gekauft. Aber auch bei günstigen Einkaufspreisen wird Geld benötigt, deswegen ist man dringend auf Spenden angewiesen. Deswegen freute sich Karin Hack, Vorsitzende der Leimener Tafel, besonders über den Scheck in Höhe von 371 €, den ihr Pfarrer Geißler und Pastoralreferent Müller im Auftrag der kath. und ev. Kirche übergaben.

Das Geld war beim ökumenischen Freilichtgottesdienst anläßlich der St. Ilgener Kerwe gesammelt worden. Dort saßen die Besucher unüblicherweise während des Gottesdienstes an einer „Tafel“ bei Speis´ und Trank und die Predigt handelte von der Tafel, an der Jesus mit seinen Jüngern speiste. Dieser Bogen, von der Tafel Christi über die Kerwetafel bis zur Leimener „Die Tafel“, wurde nun durch die Scheckübergabe geschlossen.

Laut Karin Hack reichen die Waren der Tafel mengenmäßig häufig nicht aus, da die Anzahl derjenigen, die auf ein günstiges Lebensmittelangebot angewiesen sind, stetig steigt. Einkaufen bei der Tafel darf dbei nur, wer nach Vorlage eines entsprechenden Einkommensnachweises eine von der AWO ausgestellte Einkaufsberechtigung erhält. Leider seien immer häufiger auch Rentner unter ihren Kunden, deren Lage – im Gegensatz zu (möglicherweise ) temporären Grundsicherungsempfängern – keinerlei Hoffnung auf Besserung zulasse.

Viele aus der Generation, die nach dem Krieg den Wiederaufbau geleistet hätten, wären heute „Bedürftig“, da gerade sie besonders von steigenden Energie und Lebensmittelpreisen bei stagnierender Rente betroffen wären. Karin Hack rechnet denn auch weniger in Euro als in Mehl. Denn Mehl ist die Grundlage für „unser tägliches Brot“ oder auch für einen Kuchen zur Weihnachtszeit. Diesen selbstgebackenen Kuchen könnten sich die Kunden der Tafel nämlich ohne „Die Tafel“ nicht leisten, so Karin Hack.

Jeden Dienstag und Donnerstag stünden 70 – 80 Personen vor der Tafel Schlange – beinahe jeder als Einkäufer für eine Familie von 3-4 Personen. Damit die Schlange nicht zu lang wird, würden die Ausweise in verschiedenen Farben ausgegeben und jede Farbe dürfe zu einem anderen Zeitpunkt einkaufen. Die „letzte“ Farbe stünde dann häufig vor leeren Regalen und der Wunsch auf einen selbstgebackenen Kuchen bleibe dann unerfüllt.

Karin Hacks Appell ist daher auch ganz einfach und für viele Leimener Bürger wahrscheinlich kaum zu glauben: „Jeder CENT zählt für die Tafel!„. Jede Spende sei wichtig und man brauche sie, unabhängig von der Höhe. Es gehe darum Not in der Nachbarschaft nicht zuzulassen. Not, die meist unsichtbar bleibt und sich sichtbar vielleicht nur Dienstags und Donnerstags vor der Leimener Tafel dokumentiere.

 

 

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