Leimens Kunewalder Heimatstube aufgelöst – 540 Exponate gingen zurück nach Kunin

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Auf der LKW-Rampe v.l.: Bürgermeisterin Dagmar Novosadova, Heinrich Friedrich, Rudi Sailer und Leimens Oberbürgermeister Hans Reinwald

(fwu – 2.11.16) 70 Jahre waren insgesamt 540 Exponate darunter sieben Schränke, sechs Vitrinen, vier Tischvitrinen, Fahnenschwenktafeln, ein Handwagen, ein großes Tischmodell der Gemeinde und mehr als zwei Dutzend Kartons mit Haushaltsgegenständen, Bekleidung, Kuhländer Frauen trachten, Textilien, Wäsche, kirchlichen Erinnerungsgegenständen, Osterbrauchtum, Urkunden, Verträge und Ausweisen fern der Heimat.

Die letzten 33 Jahre davon wurden sie von Heinrich Friedrich als Ortsbetreuer von Kunewald im St. Ilgener Rathaus in der Kunewalder Heimatsstube untergebracht und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Unmittelbar nach der Wende Anfang der Neunzigerjahre wurde eine Städtefreundschaft zwischen Leimen und dem inzwischen Kunin heißenden ehemaligen Kunewald begründet und durch regelmäßige gegenseitige Besuche gepflegt. Nachdem nun Heinrich Friedrich aus Altersgründen nicht mehr in der Lage war, die Betreuung der Heimatsstube wahrzunehmen und auch die Suche nach einem geeigneten Nachfolger erfolglos blieb, stellte sich die Frage, was mit den Ausstellungs-Gegenständen passieren sollte. Es kam anläßlich des Besuches einer kuniner Delegation im vergangenen Jahr die Idee auf, die Exponate zurück nach Kunin zu überführen und im dortigen Barockschloss unterzubringen.

8067-kunewalder-heimatstube-1Sowohl der Leimener als auch der Kuniner Gemeinderat stimmten dieser Vorgehensweise jeweils einstimmig zu. Am vergangenen Samstag wurden nun sämtliche Ausstellungsstücke auf einen Lkw verladen in einer kleinen Feierstunde, an der auch die Kuniner Bürgermeisterin Dagmar Novosadova und Leimens Oberbürgermeister Hans Reinwald teilnahmen, in Richtung ganz alter und wieder neuer Heimat Kunin verabschiedet.Passend zum Anlass spielte Rudi Sailer auf seinem Akkordeon die Europa-Hymne „Freude schöner Götterfunken“ und gemeinsam sang man das Lied „Wahre Freundschaft“.

In einer kurzen Ansprache warf Ortsbetreuer Friedrich nochmals einen Blick zurück auf die lange und wechselvolle Geschichte der Ausstellungsstücke vom Zweiten Weltkrieg bis zum heutigen Tage und betonte, dass er sich sehr darüber freue, dass die Sammlung künftig weiterhin dauerhaft gepflegt und für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht würde. Als Erinnerung an den über 33-jährigen Aufenthalt der Sammlung in Leimen wurde von der Patengemeinde Kunewald in Nordmähren eine Sitzbank gespendet, die ihren künftigen Platz vor dem Rathaus in St. Ilgen finden solle.

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