Leserbrief Albert Dussel zum Artikel: „WC für den Friedhof Gauangelloch“

Die Überschrift über diesem Artikel (Red.: In der RNZ vom 14.10.17) war fast schon zynisch.

Der Gauangellocher Friedhof ist mit Sicherheit landauf, landab der einzige Friedhof ohne öffentliche Toilette.Die Verhältnisse sind besonders für ältere Menschen seit Jahrzehnten unwürdig und beschämend.

1973 wurde Gauangelloch auf freiwilliger Basis ein Stadtteil von Leimen und bewahrte dadurch Leimen vor der damals drohenden Eingemeindung nach Heidelberg.

Im Eingemeindungsvertrag wurde der Bau einer Trauerhalle auf dem Friedhof festgeschrieben. Im Bebauungsplan „Weidenklinge“, der noch vor der Eingemeindung genehmigt wurde, war eine Erweiterungsfläche für den angrenzenden Friedhof eingeplant.

Einige Jahre später wurden diese Flächen durch einen Änderungsbeschluss des Gemeinderats zu Baugelände umgewandelt. Die Bauplätze wurden anschließend für einem DM – Millionenbetrag verkauft. Mit diesem Erlös wäre mit Sicherheit ein Friedhofsgebäude leicht finanzierbar gewesen. Diese Gelder flossen in den Haushalt ein und wurden anderweitig verbraten, ohne dass ein Gauangellocher Gemeinderat dagegen sein Veto eingelegt hätte.

Die derzeitige Situation bei Trauerfällen ist so, dass die Trauerfeiern in der jeweiligen Kirche stattfinden. Um im Gedenken an die verstorbene Person bei der Sarg- oder Urnenbestattung auf dem Friedhof anwesend sein zu können, müssen die Angehörigen und Trauergäste anschließend bei Wind und Wetter den Weg rauf zum Friedhof gehen. Für ältere Menschen ist das sehr beschwerlich oder viele Gäste kommen erst auf dem Friedhof an, wenn die Bestattungszeremonie vorbei ist.

Nach einem Grundstückstausch ist die Stadt seit mehreren Jahren im Besitz eines angrenzenden Baugrundstücks. Meines Wissens wurden sogar schon Mittel für eine Vorplanung im Haushalt eingestellt. Leider hat sich keiner der Gauangellocher Gemeinderäte(innen) aktiv dafür eingesetzt, dass dieses Projekt auch tatsächlich in Angriff genommen wurde.

Wenn dann bei der Diskussion nach 44 Jahren noch die Rede von einer „mittelfristigen Planung“ ist, dann ist dies auch ein Zeichen dafür, welchen Stellenwert in der heutigen Zeit die Grundbedürfnisse des Dorfes und der Bevölkerung Gauangellochs beim Gemeinderat Leimens haben.

Es wäre allerdings die einfachste und billigste Lösung, auf dem Friedhof in Gauangelloch ein Dixi – Klo aufzustellen, um in Leimen Finanzmittel für weitere Prachtbauten zur Verfügung zu haben.

Albert Dussel,Gauangelloch

 

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