Leserbrief: Bäderpark Leimen – Fass ohne Boden – 1,8 Millionen EUR Verlust

Joachim Buchholz, DIE LINKE Leimen

Dass Schwimmbäder und Kultureinrichtungen ohne Subventionen nicht existieren können, ist hinlänglich bekannt. Denn über Gebühren bzw. Eintrittspreise lässt sich kein Kulturbetrieb finanzieren. Doch das muss es uns Wert sein, denn Sport und Kultur leistet eine wichtigen Beitrag in unserer Gesellschafft, an der alle Bevölkerungsschichten, unabhängig vom Geldbeutel, teilnehmen sollen. Doch das darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Subventionsbedarf für den Bäderpark Leimen mit 1,8 Mio. EUR im Vergleich zu anderen Bädern zu hoch ist.

Das hat natürlich Gründe, die in der „Sanierung“ des Bades durch die sab AG zu suchen sind. Auf der werbenden Homepage der sab klingt alles immer ganz toll. Zitat: „ Die sab AG mit Sitz in Friedrichshafen übernimmt als erfahrener Partner von Kommunen und öffentlichen Einrichtungen die Verantwortung für Entwicklung, Planung, Finanzierung, Bau, Gebäudemanagement und Betrieb“ Weiter heißt es zum Leimener Bäderpark: „Die sab hat das Bad entsprechend der Vorgaben der städtischen Ausschreibung gebaut und um weitere Bereiche (Fitness, Gastronomie, Physiotherapie, Kosmetik, etc.) nach dem gewünschten Konzept der Stadt ergänzt.

Die Realität sieht jedoch ganz anders aus. Denn bereits bei der Rücknahme der Bäder im Jahr 2009 durch die Stadt wurden sehr viele Schäden sichtbar, die mit übernommen wurden. Es handelte sich dabei um Mängel, die unmöglich kurzfristig entstanden sein konnten. Aus dem Jahresabschlusses 2010, der auf der letzten Gemeinderatssitzung öffentlich behandelt wurde, ist ersichtlich, dass der Aufwand für Wärme mit 276.598 EUR, der für Strom mit 127.053 EUR besonders hoch ist.

Daraus wird deutlich erkennbar, dass die Bäder nicht dem neuesten Stand der Technik entsprechen und neben den laufendenden Erhaltungsinvestitionen noch zusätzlich hoher Sanierungsbedarf über längere Jahre dringend notwendig ist. So steht in den Sommerferien im Hallenbad, wie es die Stadt formuliert, „eine größere Revision an“, bei der es sich in Wirklichkeit um eine größere Sanierungsmaßnahme handelt, ohne die das Hallenbad auf absehbare Zeit nicht weiter betrieben werden kann, denn es droht Totalausfall. Das alles wird zwangsläufig den Jahresverlust weiter erhöhen. Bereits jetzt wird damit gerechnet, dass sich der Jahresverlust bei 2 Mio. EUR im Jahr einpendeln wird.

Joachim Buchholz

www.dielinke-rhein-neckar.de

 

LeimenBlog.de Ihre lokale Internetzeitung für Leimen, Nußloch, Sandhausen

Kurz-URL: https://leimenblog.de/?p=17476

Kommentare sind geschlossen

Anmelden | Entworfen von Gabfire themes

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Informationen...

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn Sie diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwenden oder auf "Akzeptieren" klicken, erklären Sie sich damit einverstanden.

Schließen