Leserbrief: Kinderkrippe und Baumfällung

In der Tinqueux Allee nahe der Graf-Otto-Schule entsteht nun die Kinderkrippe. Nun wäre dies für Leimen nichts  Besonderes wenn nicht diese Baustelle in zweierlei Hinsicht einen Beigeschmack hätte. Zum einen, wie schon  in einem früheren Leserbrief dargelegt, müssen wir uns fragen, ob es wirklich nötig ist, unsere Kinder so früh schon fremd betreut abzugeben um uns dem Broterwerb zu widmen. Das allein ist traurig genug. Die Alternativen die es sehr wohl gibt, liegen klar auf der Hand. Wir müssten  nur aufhören fortwährend nach dem Staat zu rufen weil das bequem und einfach erscheint.

Ingo Schmidt, Aktivist der Partei der Vernunft

Zum anderen bekommt diese Baustelle einen Beigeschmack der besonderen Art, weil hier Bäume gefällt wurden. Daraus entbrennt eine Diskussion darüber, ob das Rechtens war und warum sich vor dieser Fällung kein Mensch dafür interessiert hat. Die letzte Frage ist schnell beantwortet. Gemeinsam mit Herrn Dieter Sattler hatten einige Menschen den Mut ihre Stimme zu erheben. Sie waren nicht damit einverstanden was vor ihrer Haustür geschehen sollte. Ihr Wunsch  nach  Mitbestimmung war größer als das von städtischer Seite gewünschte  einfache Abnicken der Beschlüsse.  Gerade dieses  widerspruchslose Abnicken und Hinnehmen von Beschlüssen, das uns von oben nach unten ständig vorgelebt wird, ist das große Problem in unserem Land.

Man mag über die Beweggründe des Bürgerbegehrens Leimen sicher eigene Ansichten vertreten. Das ist auch wichtig und richtig. Aber dass es Menschen gibt, die den Mut haben aufzustehen und ihre eigene Meinung zum Thema zu artikulieren und dafür einen Teil ihrer Freizeit opfern, sollte von uns allen positiv bewertet werden. In einer Welt in der eine Währung durch immer neue Schulden zu Lasten der Allgemeinheit gerettet werden soll und dies nur auf äußerst geringen Protest in der Bevölkerung stößt, ist das standhafte Auftreten des Bürgerbegehrens aller Ehren wert. Solcher Einsatz wäre auch für dieses wesentlich größere Thema mehr als wünschenswert.

Dass nun 100 Meter entfernt vom Weidweg  problem- und widerstandslos Bäume gefällt werden konnten, zeigt, dass es dort wohl tatsächlich keinen Menschen interessiert hat. Es gab bei dieser Baustelle einfach niemanden, dem das Thema so wichtig war, dass er seine Stimme  erheben wollte.

Was wir alle wieder lernen sollten ist, den Gedanken der Freiheit in uns  zu beleben. Warum fragen wir uns nicht alle einmal, was uns an städtischer oder auch bundesweiter Politik wirklich aufregt. Es betrifft uns  doch alles so sehr, dass es  unsere Privatsphäre, unser Portemonnaie, unsere  Gesundheit, den Arbeitsplatz, die Familie und unsere Lebensplanung massivst beeinflusst. Warum kommt eigentlich nicht jeder sofort auf  mehrere dieser Themen ohne darüber lange nachdenken zu müssen?  Wenn wir jetzt noch einen Schritt weiter denken, stellen wir schnell fest, dass dies nicht so sein müsste, wenn wir uns selbst um unsere Belange kümmern würden.

Die Partei der Vernunft steht für Direkte Demokratie, also für aktive Bürgerbeteiligung. Mit der Partei der Vernunft in städtischen Gemeinderäten wäre solch ein Vorgehen wie wir es jetzt mit dem Weidweg erleben, nicht möglich. Der Ball wird den Bürgern schon vor den  zu treffenden Entscheidungen zugespielt. Es wäre auch nicht nötig Kinderkrippen zu bauen. Hier wären für jeden finanzierbare privatwirtschaftliche Lösungen möglich, die das einkasernieren von Säuglingen überflüssig machen. Befassen wir uns also nicht länger mit den Symptomen einer von Staatswegen gewünschten Untätigkeit des Bürgers, sondern fangen wieder an unsere Belange auf kommunaler Ebene selbst in die Hand zu nehmen.

Wie so etwas gehen kann, zeigt das Bürgerbegehren Leimen e. V..

Ingo Schmidt, Partei der Vernunft

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